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Meldung vom 29.09.2017                                                                                                                                                              

„Jaeger“ in neuer Auflage

 

Keine Preisliste und kein Auktionskatalog, der nicht nach den Katalognummern des „Jaeger“ zitiert. Der Jaeger ist ein Standardwerk, das erstmals 1942 erschienen und seitdem das Grundlagenwerk für Münzhandel und Sammler ist und ein numismatischer Bestseller, von dem mittlerweile mehrere hunderttausend Exemplare verkauft wurden. Jetzt ist es in der 25. Auflage erschienen, komplett überarbeitet und aktualisiert. Man kommt nicht an ihm vorbei, wenn man deutsche Münzen seit der Gründung des Kaiserreichs präzise bestimmen und bewerten möchte.


Der „Jaeger“ dokumentiert komplett alle Epochen der Mark-Währung in Deutschland einschließlich seiner Kolonien und Besatzungsausgaben, von der Schaffung der Goldwährung 1871 bis hin zur goldenen Abschiedsmark der Deutschen Bundesbank aus dem Jahr 2001. Ebenso erfasst sind die deutschen Euro-Kursmünzen, die „Starter-Kits“, die deutschen Euro-Kursmünzensätze und die deutschen Euro-Gedenkmünzen in Gold und Silber.

Mit sehr vielen Abbildungen – alle in Originalgröße – mit Einleitungstexten zur Geschichte, Übersichtstabellen zu jedem Gebiet und mit aktuellen, exakten Auflagezahlen. Alle Münzen, inklusive der neuesten deutschen Euro-Prägungen, sind fachmännisch bestimmt und in Euro in mehreren Erhaltungsgraden aktuell bewertet.

MünzenWoche


Meldung vom 29.09.2017                                                                                                                                                               


Bargeldlos zahlen ist in Mode, gerade bei der jüngeren Bevölkerung. Es ist aber auch zu bequem. Man zückt eine Karte, tippt einen Code und schon gehört einem das neue Kleidungsstück. Dass dafür ein Betrag x vom Taschengeld abgebucht wird, sieht man erst auf dem nächsten Kontoauszug.

Natürlich kommen jetzt die Psychologen und sagen, dass unser Nachwuchs das Sparen so nicht mehr lernt. Es schmerzt viel weniger, einen Betrag von einer virtuellen Zahl abzuziehen, als einen realen Geldvorrat durch eine konkrete Zahlung zu verkleinern.
Dass man beim bargeldlosen Zahlungsverkehr ständig unter der Kontrolle des Staates / des Kreditkartenunternehmens / des Händlers der eigenen Wahl steht, scheint sowieso niemanden mehr zu interessieren.

Scheint, denn kürzlich erzählte mir ein Kollege, warum sein Sohn das Zahlen mit der Kreditkarte aufgegeben hat. Der Junge war nämlich zum Schüleraustausch in den USA. Die Rechnungen seiner Kreditkarte gingen an den Vater. Der wunderte sich sehr, dass Rechnungsbeträge an Tagen anfielen, an denen sein Sohn eigentlich die Schulbank drücken sollte. Sohnemann schwänzte die Schule! Und das – wie die Kreditkartenbelege bewiesen – nicht nur einmal. Natürlich setzte es ein väterliches Donnerwetter. Und seitdem schwänzt der Junge nicht mehr. Oder er zahlt jetzt in bar.

Non scholae, sed vitae discimus.

MünzenWoche


Meldung vom 02.09.2017                                                                                                                                                          


Deutsche Post testet Aus für täglich Briefzustellung

  Geheimes Pilotprojekt  Post testet Aus für tägliche Briefzustellung


Kommt der Postbote in Zukunft nicht mehr jeden Tag? Genau damit experimentiert die Deutsche Post gerade heimlich und erntet dafür massive Kritik.


Anfang Juli startete das Unternehmen unbemerkt von der Öffentlichkeit ein Pilotprojekt, das die Briefzustellung grundlegend verändern könnte. Ausgewählte Kunden können wählen, ob sie Briefe als Sammelzustellung an einem Wochentag, an drei Wochentagen oder an fünf Tagen, dann aber an den Arbeitsplatz, geliefert bekommen wollen.

Nicht der erste umstrittene Plan

"Wir testen neue Zustelloptionen, um Kundenbedürfnisse zu erforschen", sagte ein Postsprecher auf Anfrage. Er bestätigte damit einen Bericht des "Bonner Generalanzeigers". Schon vor einem Jahr war das Unternehmen wegen angeblicher Pläne, die Montagszustellung zu streichen, in die Schlagzeilen geraten.

 


Die Post möchte herausfinden, ob die drei neuen Formen der Zustellung bei den Postkunden auf fruchtbaren Boden fallen. Dazu hätten 18 geschulte Briefträger in den vergangenen Wochen Kunden bundesweit angeworben, die bereit seien, in einer Testphase auf eine tägliche Zustellung zu verzichten und eine andere Form zu wählen, sagte der Sprecher. Ausgeschlossen sind dabei Einschreiben, der Versand von Dokumenten oder auch Eilbriefe, die sofort ausgetragen werden.

"Post untergräbt flächendeckende Grundversorgung"

Die Dienstleistungswerkschaft Verdi reagierte mit Empörung. Sie befürchtet, dass sich die Deutsche Post, die gesetzlich zu einer flächendeckenden Grundversorgung verpflichtet ist, aus ihrer Pflicht Schritt für Schritt verabschieden wolle. "Bei uns brennt die Hütte", zitierte die Zeitung die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Andrea Kocsis. Sollte die Briefzustellung künftig seltener werden, könnten auch zahlreiche Arbeitsplätze verloren gehen.

Der Briefmarkt in Deutschland sei ausgesprochen stabil. "Wenn die Deutsche Post nun Kunden anbietet, auf diese Dienstleistung verzichten zu wollen, untergräbt sie die Auflagen einer flächendeckenden Grundversorgung und sägt an dem Ast, auf dem sie sitzt", kritisierte die Gewerkschafterin, die auch stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Post ist. Erfahrungen aus anderen Ländern zeigten, dass eine Verringerung der Zustellfrequenz und damit längere Laufzeiten postalische Dienstleistungen unattraktiv machten.

Briefgeschäft schrumpft seit Jahren

Hintergrund der Pläne ist das seit Jahren schrumpfende Briefgeschäft. Die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft mit E-Mail und Messengerdiensten wie Whatsapp, Facebook, Twitter & Co verdrängen den traditionellen Brief. Im Geschäftsjahr 2006 wurden noch im Schnitt 70 Millionen Briefe pro Werktag zugestellt, zehn Jahre später waren es noch 59 Millionen. Die reine Briefkommunikation schrumpfte 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent auf 8,2 Milliarden Stück.


T-Online


Meldung vom 01.09.2017                                                                                                                                                      

Wieder ein Tourist in der Türkei wegen Schmuggels von Kulturgütern verhaftet

 

Am 23. August 2017 berichtete die BBC, dass das jüngste Opfer der türkischen Gesetzgebung zum Schutz antiker Objekte ein Brite aus Southwick, West Sussex ist. Dem 52jährigen Krankenwagenfahrer, der sich derzeit in Milas in Untersuchungshaft befinden soll, drohen bis zu drei Jahre Gefängnis wegen Schmuggels von historischen Artefakten.

Auslöser der Gefangennahme sind zwölf – nach anderen Quellen 13 – Münzen. Wie diese in den Besitz des Briten gekommen sind, darüber gibt es unterschiedliche Angaben. Der Guardian schreibt, Robyns selbst habe sie beim Schnorcheln im Meer vor Turgutreis Beach gefunden. Die BBC sagt, es seien seine beiden Söhne gewesen. Wie auch immer. Statt sie einfach liegenzulassen, nahmen sie diese als Andenken mit. Der Vater packte sie in seinen Koffer und wurde beim Security-Check am Flughafen Bodrum deswegen aufgehalten und sofort festgenommen.

Um was für Münzen es sich handelt, wurde nicht mitgeteilt.

Toby Robyns ist nicht der erste, der wegen historisch völlig gleichgültiger Objekte in ein türkisches Gefängnis wandert. Ein Schweizer Polizeikommandant wurde 2013 nach einer langen Untersuchungshaft zu einem Jahr und 15 Tage Gefängnis auf Bewährung verurteilt, weil er ein etwa zwanzig Zentimeter großes Stückchen Marmor in seinem Gepäck mitgenommen hatte. Er durfte trotz rechtskräftiger Verurteilung in der Schweiz seinen Posten als Kommandant der Walliser Kantonspolizei behalten.

Zwei US-Amerikaner, die ebenfalls 2013 ein paar alte Münzen im Wert einiger Dollar „schmuggeln“ wollten, kehrten mit zwei Wochen Verspätung aus dem Urlaub zurück, nach Aussage der amerikanischen Behörden „geradezu in Lichtgeschwindigkeit“.

Unter „Besondere strafrechtliche Vorschriften“, warnt das deutsche Auswärtige Amt seit Jahren folgendermaßen:
Ebenfalls hart geahndet (Gefängnisstrafe bis zu 10 Jahren) wird der Erwerb, Besitz und die Ausfuhr von "Kultur- und Naturgütern", da diese als staatliches Eigentum gelten. Bei Verstößen sind auch für Touristen mehrere Monate Untersuchungshaft und hohe Kautionszahlungen (z. Zt. ca. 9.000,- €) gängige Praxis, auch wenn es sich um Antiquitäten bzw. alt aussehende Gegenstände von vermeintlich geringem Wert handelt. In Einzelfällen wurden Haftstrafen verhängt. Es wird daher nachdrücklich davor gewarnt, von Händlern z. B. Antiquitäten, alte Münzen, Fossilien etc. anzukaufen oder selbst mitzunehmen. Polizei und Zollbehörden legen den Begriff “Antiquitäten” weit aus. Jeder bearbeitete Stein kann darunter fallen. Da es für Reisende praktisch unmöglich ist, selbst zu erkennen, ob ein solcher Gegenstand als Antiquität geschützt ist, sollten Reisende, die über keine entsprechende Genehmigung der zuständigen türkischen Behörden verfügen, generell Steine, Münzen, Fossilien und alt aussehende Gegenstände nicht in ihrem Reisegepäck auszuführen versuchen. Grundsätzlich besteht jedoch die Möglichkeit, bei den dem türkischen Kulturministerium unterstehenden Museen und an einigen Zollstellen eine Ausfuhrgenehmigung einzuholen.

Anscheinend hat sich das noch nicht unter allen Touristen herumgesprochen.

Münzenwoche


Euro-Münzkatalog neu aufgelegt

31. August 2017 – Mit dem Euro-Münzkatalog von Gerhard Schön ist der Sammler bestens beraten und hält eine zuverlässige und übersichtlich aufbereitete Informationsquelle in den Händen. Die 16. Auflage dieses Topsellers wurde wiederum überarbeitet und den Entwicklungen des letzten Jahres angepasst. Alle Münzen wurden hinsichtlich des aktuellen Marktgeschehens unter Berücksichtigung der neuesten Preisentwicklungen bewertet. Sie sind in Originalgröße mit Vorder- und Rückseite abgebildet. Alle bereits erschienenen und angekündigten Euros sind erfasst und mit den tatsächlichen Prägezahlen versehen.


Der Sammler erhält einen kompletten Überblick aller Umlaufmünzen, Gedenkmünzen, Kursmünzensätze und Starterkits und alle für ihn wichtigen Informationen, die leicht verständlich und übersichtlich aufbereitet sind: Gewichte und Prägezahlen nach Jahrgängen und Münzstätten, Motiverläuterungen, Randschriften, Münzgestalter, Ausgabetermine und vor allem die aktuellen Marktpreise.

Münzenwoche




Meldung vom 29.08.2017                                                                                                                                             



Andere treiben es viel ärger                                                                                                                Wenn der Philatelist über die Landesgrenzen schaut, wird er immer häufiger mit üblen finanziellen Attacken konfrontiert. Sie verteuern sein Hobby erheblich, ja verleiden es ihm schließlich. Er schließt das betreffende Gebiet ab und verzichtet auf den weiteren Neuheitenerwerb. So verliert das raffgierige Postunternehmen wieder einen guten Kunden.Wenn der Philatelist über die Landesgrenzen schaut, wird er immer häufiger mit üblen finanziellen Attacken konfrontiert. Sie verteuern sein Hobby erheblich, ja verleiden es ihm schließlich. Er schließt das betreffende Gebiet ab und verzichtet auf den weiteren Neuheitenerwerb. So verliert das raffgierige Postunternehmen wieder einen guten Kunden.                                                                                                                                                                                              Ein Beispiel aus diesen Tagen ist die Herausgabe einer postgültigen Spezialedition des Briefmarkenblocks Liechtensteins zur Goldenen Hochzeit des Fürstenpaares vom 6. Juni 2017.


Schamloser Ausbeutung sind Sammler von deutschen Neuheiten zum Glück nicht ausgesetzt.

Sie ist mit 22 Karat Goldfolie und einem aufgeklebten Rubin auf dem Fürstenhut ausstaffiert, wird in einer mit Goldfolie gestalteten Schatulle geliefert und kostet bereits im Direktbezug von der Versandstelle in Vaduz 250 Franken (Postpreis des Normalblocks 6,30 Franken), wovon 10 Franken an das Liechtensteinische Rote Kreuz gehen. Die Post im „Entwicklungsland Liechtenstein“ hat offenbar solche Finanzquellen bitter nötig. Die 1250 nummerierten Exemplare werden unter den bis zum 22. Mai 2017 eingegangenen Bestellungen ausgelost. So wird Sammeln zum Glücksspiel. Die Post Rumäniens, um ein anderes Negativbeispiel zu erwähnen, lässt laufend teuren Schnickschnack herstellen, inzwischen von fast jeder Neuheit. So gab es jüngst die beiden Europa-Marken 2017 „Burgen“ auch ungezähnt in einem frankaturgültigen Spezialblock mit einer nummerierten Kleinstauflage von 353 Exemplaren. Er wird in einem Präsentationsbuch verkauft, der auch eine der beiden auf dem Block abgebildeten Medaillen enthält. Der Versandstellenpreis für die schnell ausverkaufte „Special Edition“ betrug 57 Euro, der Fachhandel berechnet um die 100 Euro. Es dürfte nur wenige Sammler in Rumänien geben, die sich dies leisten können. Der Sammler, der komplett bleiben will, muss notgedrungen auch solche Auswüchse über sich ergehen lassen, sofern er nicht resigniert das Handtuch wirft. Wenn die Kundenzahlen zurückgehen und die Absatzzahlen einbrechen, rächt sich diese auf schnellen Gewinn bedachte Ausgabepolitik.   


    

Die Deutsche Post ist sicher auch kein Kind von Traurigkeit. Das Neuheitenvolumen bei Briefmarken und Ganzsachen ist seit vielen Jahren stattlich. Die Nennwerte sind bis auf 5 Euro geklettert (MiNr. 2877). Am 13. Juli 2017 erscheint eine Sondermarke zu 320 Cent „150 Jahre Norddeutscher Bund“, bestimmt für die Freimachung von Standardbriefen mit der Zusatzleistung Übergabe-Einschreiben. Durch die oftmals parallelen Erscheinungsformen nassklebend und selbstklebend erhöhen sich die Kosten beträchtlich. Jedoch lässt die Post wenigstens die Kirche im Dorf. Die Nennwerte sind bedarfsgerecht, die Wertzeichen in ausreichenden Mengen vorhanden. Sie können zum Postpreis bezogen werden, mögen manche Positionen wie Sondermarken-Heftchen und Sonderganzsachen auch nur bei der Versandstelle und deren Vertriebsstellen erhältlich sein, Plusbriefe und Pluskarten sogar nur im Dauerbezug. Wem das zu umständlich ist, bekommt (fast) alles auch im Fachhandel. Zwar enthält die Vorratsliste der Versandstelle „Philatelie aktuell“ eine kaum noch überschaubare Menge an Artikeln der sogenannten Kartonphilatelie, die arg ins Geld gehen, jedoch benötigt kein Sammler diese Produkte. Jede Bund-Sammlung ist auch ohne sie komplett. Zudem dürfte die Zahl der Philatelisten, die sämtliche Positionen aus diesem Sortiment ordern, verschwindend gering sein. Motivsammler beschränken sich bekanntlich auf die für sie einschlägigen Editionen. Wer nicht weiß, wohin mit seinem Geld, dürfte ohnehin nicht jammern. Die Philateliedienste der Postunternehmen leisten ihren Beitrag zum jeweiligen Postbudget. Angesichts zurückgehender Sammlerzahlen suchen sie nach Wegen, die Einnahmeverluste auszugleichen. Sie vermehren das Angebot an Wertzeichen aller Art und bieten allerlei Firlefanz an. Wenn dies die verbliebenen Kunden verschreckt, drehen sich die gegenläufigen Aufwärts- und Abwärtsspiralen immer schneller. Möge unsere Post der Versuchung widerstehen, den verhängnisvollen Weg einzuschlagen, den eine Reihe einst seriöser Postunternehmen in den letzten Jahren gewählt hat, etwa – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – Australien, Frankreich, Österreich, die USA und die Vereinten Nationen. Der Krug geht so lange zu Wasser, bis er bricht.BMS



Meldung vom 27.08.2017                                                                                                                                                              



Liebe Münzenfreunde,

drei Chinesen mit 'nem Kontrabass. Ich muss dauernd an dieses wunderschöne Unsinnslied aus meiner Kindheit denken, seit ich gelesen habe, welchem Thema die erste Ausgabe der neuen deutschen 50 Euro-Gedenkmünzen-Serie in Gold gewidmet ist.
Für alle, die es nicht kennen, der Spaß bei diesem Lied besteht darin, dass man es in den unterschiedlichsten Versionen singen kann. Die Konsonanten bleiben gleich. Die Vokale werden nacheinander durch a-e-i-o-u ausgetauscht. Es ist ein lustiges Spiel, das unter Kindern großes Gelächter hervorruft.
Ich wusste nicht, dass das Bundesministerium für Finanzen dieses Spiel auch gerne spielt. Natürlich nicht mit Chinesen, dafür aber mit Kontrabässen. Diese sind der neueste Vokal, mit dem die ewig gleichen Anforderungen an Münzserien-Motive in Gold durchdekliniert werden. Politisch korrekt, unverbindlich, konfliktfrei, wegen des kleinen Durchmessers nicht zu komplex und innerhalb ihrer Gattung in mehrere unterschiedliche Arten teilbar: So will man in Deutschland die Münzmotive für die Kleinstgoldmünzen. Bisher hatten wir Bäume und Vögel. Jetzt kommen Musikinstrumente. Also, ich hätte da auch noch ein paar Vorschläge: Wie wär’s mit deutschen Blumen, deutschen Getränken, deutschen Leibspeisen oder deutschen Insekten?
Also, ich persönlich könnte mich mit einem Schweinebraten oder einem Weißbier eher identifizieren als mit einem Kontrabass, auch wenn der seine abfallenden Schultern, den flachen Boden und den von unten geführten Bogen dem Erfindungsgeist deutscher Instrumentenbauer verdankt.
Muss man das überhaupt wissen? Oder ist das eine an den Haaren herbeigezogene Begründung, warum der Kontrabass einer deutschen Gedenkmünze würdig ist? Ach ja, dri Chinisin mit dim Kintribiss...


Goldene Gedenkmünze ehrt Kontrabass

24. August 2017 – Die Bundesregierung hat am 23. August 2017 beschlossen, eine 50-Euro-Goldmünze „Kontrabass“ prägen zu lassen und im zweiten Halbjahr 2018 auszugeben. Die Münze bildet den Auftakt einer fünfteiligen Serie „Musikinstrumente“ (2018-2022, eine Ausgabe pro Jahr) zur Würdigung des deutschen Musikinstrumentenbaus, der seit dem Mittelalter eine herausragende Stellung in Europa einnimmt. Die Instrumente sind aufgrund ihrer Qualität und Innovation in der ganzen Welt gefragt und damit Botschafter deutscher Musikkultur im In- und Ausland.


Der Entwurf der Münze stammt von dem Künstler Erich Ott aus München. Die Bildseite zeigt den Kontrabass als wichtiges Orchesterinstrument, das repräsentativ in das Münzrund gesetzt ist. Die Wertseite zeigt einen Adler, den Schriftzug „BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND“, Wertziffer und Wertbezeichnung, die Jahreszahl 2018, die zwölf Europasterne sowie - je nach Prägestätte - das Münzzeichen „A“ (Berlin), „D“ (München), „F“ (Stuttgart), „G“ (Karlsruhe) oder „J“ (Hamburg).
Der Münzrand wird geriffelt ausgeführt.

Die Münze soll aus Feingold (999,9 Tausendteile) bestehen. Sie wird in Stempelglanzqualität geprägt. Ihre Masse wird 7,78 g (¼ Unze) betragen, der Durchmesser 22 mm. 

Die Verkaufsstelle für Sammlermünzen der Bundesrepublik Deutschland wird über den genauen Preis und die konkreten Bestellmodalitäten rechtzeitig vor Ausgabe der Münze informieren.

MünzenWoche


Meldung vom 19.07.2017                                                                                                                                                      

  

Ohne Luxemburg: Verkauf wird eingestellt


 

Wo unter Zeitdruck gearbeitet wird, passieren zuweilen Fehler. Das musste, nach der Tschechischen und der Deutschen Post, jetzt auch die Philatelieabteilung der Luxemburger Post feststellen. Offenbar musste bei den beiden Europa-Briefmarken, die am 9. Mai erschienen, in letzter Sekunde noch etwas geändert werden, wobei der Landesname auf den Marken im Eifer des Gefechts gleich mitgelöscht wurde.Bemerkt wurde der Fehler erst, nachdem schon ein Teil der Händler und Abonennten beliefert worden war. Zum 1. Juli wird der Verkauf der Europa-Ausgabe 2017 durch die Post Philately eingestellt. Nach Informationen unseres Luxemburg-Korrespondenten Uwe Kensing waren die Marken in einigen Postämtern zwar noch vorhanden, durften aber bereits nicht mehr verkauft werden.


Meldung vom 12.07.2017                                                                                                                                         

Großrazzia in Berlin                                                                                                                                                                   Mehrere Festnahmen nach Raub von 100 Kilo schwerer Goldmünze


Im Zusammenhang mit der gestohlenen Goldmünze hat die Berliner Polizei bei einem Großeinsatz mehrere Personen festgenommen. Das teilten die Fahnder am Mittwoch mit.


  

Am Morgen hatte die Polizei eine Razzia gegen die mutmaßlichen Täter durchgeführt. Darüber hatte zuerst "Welt" berichtet. Auch Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) seien an dem Einsatz beteiligt gewesen. Gemeinsam mit der Bereitschaftspolizei seien sie in mehrere Wohnungen im Berliner Stadtteil Neukölln eingedrungen.

Ein Polizeisprecher bestätigte den Einsatz. Nach Informationen der "Welt" handelt es sich bei den Verdächtigen um "Angehörige einer berüchtigten arabischen Großfamilie", so die Zeitung. Der Verbleib der Münze sei noch nicht geklärt.

Münze zerkleinert und eingeschmolzen?

Unbekannte hatten in der Nacht zum 27. März die kanadische 100-Kilo-Goldmünze "Big Maple Leaf“ aus dem Bode-Museum entwendet. Sie hat einen geschätzten Materialwert von 3,8 Millionen Euro. Den Spuren zufolge gelangten die Diebe über eine Leiter in das Museum und transportierten die Münze mit einer Schubkarre ab, um schließlich mit einem Auto zu fliehen.

Die Ermittler gingen früh davon aus, dass die Täter die Münze zerkleinern und einschmelzen. Am Stück hätte sie sich nach Einschätzung von Experten wegen ihrer Bekanntheit nicht verkaufen lassen.

Diebe stiegen über S-Bahntrasse in Museum ein

Die Polizei hatte in einem Zeugenaufruf deshalb auch gefragt, wem "größere Goldmengen gegebenenfalls in ungewöhnlicher Form“ angeboten worden seien. Insgesamt gab es mehr als 50 Hinweise zu dem Fall, sie führten aber zu keinem greifbaren Ergebnis.

Im Bode-Museum, das zum Weltkulturerbe Museumsinsel gehört, wurden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt, Details gab es dazu jedoch nicht. Wegen der ungewöhnlichen Umstände schlossen die Ermittler nicht aus, dass die Täter möglicherweise einen Helfershelfer aus dem Museum hatten.

Sie waren am frühen Morgen über die direkt an dem Museum vorbeiführende S-Bahntrasse in das Gebäude eingestiegen. Wie sie die Alarmanlage umgehen konnten, ist unklar. Beim Abstieg über einen Hausvorsprung müssen sie die 100 Kilo schwere Münze entweder vorübergehend verloren oder absichtlich hinuntergeworfen haben - am Bahndamm wurden jedenfalls Goldspuren gefunden, die Münze muss also beschädigt sein.

FOCUS Online


Meldung vom 30.05.2017                                                                                                                                                       



Die Postfiliale an der Schulstraße hatte zwei Tage geschlossen.  


Donaueschingen - Groß war am Montagmorgen der Andrang in der Post-Filiale an der Schulstraße. Schließlich mussten am Freitagnachmittag und Samstag etliche Kunden unverrichteter Dinge wieder abziehen, denn die Filiale hatte aus "betriebsinternen Gründen" geschlossen.

Nachdem in der Adventszeit neue Öffnungszeiten eingeführt worden waren und seitdem die Post am Mittwochnachmittag zu bleibt, nun die Sorge: Werden die Öffnungszeiten noch mehr eingedampft? Ralf Palm, Pressesprecher der Postbank Zentrale, gibt Entwarnung: "Leider war die personelle Situation in unserer Filiale in Donaueschingen aufgrund von Personalausfällen sehr angespannt". Die Personalplanung versuche, mit allen Möglichkeiten derartige Engpässe aufzufangen. Um die Schließung einer Filiale zu vermeiden, würden beispielsweise "Springer" eingesetzt oder Kollegen aus anderen Filialen aushelfen. "Leider gelingt das nicht in allen Fällen, daher kann es in Einzelfällen auch zu einer temporären Schließung der Filiale kommen", so Palm.

Allerdings müsste eine Filiale aus Sicherheitsgründen auch immer mit zwei Mitarbeitern besetzt sein, um das Vier-Augen-Prinzip – beispielsweise im Kassenbereich und bei der Paketverwahrung – gewährleisten zu können. Aus diesem Grund sei die Filiale am Freitagnachmittag und am Samstag geschlossen gewesen.

Schwabo



Meldung vom 29.05.2017                                                                                                                                             


Ausgabetag - Tag der Briefmarke vorverlegt

Der Ausgabetag der Briefmarke zum Tag der Briefmarke wurde vom 14. auf den 07. September vorverlegt



Meldung vom 29.05.2017                                                                                                                                                               


Italien schafft Cent-Münzen ab


Italien wird ab 2018 keine 1- und 2-Cent-Münzen mehr prägen. Die kleinsten Euro-Cent-Stücke werden abgeschafft, entschied am Wochenende die Bilanzkommission der Abgeordnetenkammer in Rom. Die preise für Waren und Dienstleistungen würden in Zukunft auf den nächsten 5-Cent-Betrag gerundet werden. Die Demokratische Partei von Ex-Ministerpräsident Matteo Renzi hatte einen entsprechenden Vorschlag eingebracht. Zur Begründung hieß es, die kleinen Münzen seien kostspielig für den Handel. Kritiker bemängeln die hohen Herstellungskosten im Vergleich zum Materialwert sowie die Unhandlichkeit der Geldstücke.

Schwabo


Meldung vom 07.05.2017                                                                                                                                                


Deutsche Gedenkmünze ehrt Helmut Schmidt


 Die Bundesregierung hat am 26. April 2017 beschlossen, eine 2-Euro-Gedenkmünze „100. Geburtstag Helmut Schmidt“ prägen zu lassen und im Januar 2018 auszugeben. Die Münze würdigt das politische Lebenswerk des Staatsmannes und früheren Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland, Helmut Schmidt (1918-2015), dessen Geburtstag sich im Jahr 2018 zum 100. Mal jährt.



2-Euro-Gedenkmünze "100. Geburtstag Helmut Schmidt". Quelle: BADV.


Die Münze

Die gemeinsame europäische Seite der Münze (Wertseite) und die technischen Parameter entsprechen denen der „normalen“ 2-Euro-Umlaufmünze.
Der Münzrand enthält in vertiefter Prägung unverändert die Inschrift „EINIGKEIT UND RECHT UND FREIHEIT“ sowie einen stilisierten Bundesadler.
Die vorgesehene Auflagenhöhe für den Umlauf beträgt 30 Mio. Stück. Die Münze ist gesetzliches Zahlungsmittel im gesamten Euro-Raum.


Der Entwurf

Der Entwurf der nationalen Seite (Bildseite) stammt von dem Künstler Bodo Broschat aus Berlin.
In der Begründung der Jury für die Entscheidung heißt es: „Diese Münze würdigt das politische Lebenswerk von Helmut Schmidt anlässlich seines 100. Geburtstages. Der Entwurf besticht durch eine außergewöhnlich lebendige Darstellung. Helmut Schmidt erscheint in einer für ihn typischen Haltung; im Dialog mit seinem Gegenüber. Das Porträt ist sensibel und fein modelliert. Die Komposition im Münzrund unterstreicht die Präsenz dieses herausragenden Staatsmannes.“

 


Meldung vom 14.04.2017                                                                                                                                                           

Weltmünzkataloge auf dem neuesten Stand

Die beiden Weltmünzkataloge von Gerhard Schön und Sebastian Krämer aus dem Gietl Verlag sind in aktualisierter und erweiterter Auflage erschienen. Das „20. Jahrhundert“ liegt nun in der 45. Auflage vor, das „21. Jahrhundert“ bereits in der 3. Auflage.

Weltmünzkatalog 20. Jahrhundert, 1901-2000

Das Referenzwerk enthält alle offiziellen Münzprägungen der ganzen Welt von 1901 bis 2016 (Sondermünzen bis 2000, ohne Euromünzen) aus 370 Ländern.


Als Handbuch und Typenkatalog entworfen, umfasst er alle Münzen der Welt sowie ihre aktuellen Marktpreise. Die Preisbewertungen entstammen jüngsten Auktionsergebnissen und konsolidierten Marktbeobachtungen.
Die 45. revidierte und erweiterte Auflage berücksichtigt neueste wissenschaftliche Erkenntnisse, schließt Lücken und erweitert die Informationstiefe.

Weltmünzkatalog 20. Jahrhundert, 2001-2016

Auf der Basis des Weltmünzkataloges von Gerhard Schön wird nun bereits zum dritten Mal ein separater Band für die Weltmünzen des 21. Jahrhunderts vorgelegt. Für die Bearbeitung der Münzneuheiten konnte mit Sebastian Krämer ein junger Münzkenner und -spezialist gewonnen werden, der in akribischer Sorgfalt die Neuheiten des 21. Jahrhunderts erfasste.

  

Damit enthält der Weltmünzkatalog 21. Jahrhundert eine große Neuauflistung von Weltmünzen. Auch der Bildanteil wurde zu vielen Ländern komplett neu gestaltet und deutlich erweitert.


Meldung vom 06.04.2017                                                                                                                                                      


 Merkwürdigkeiten der Globalisierung: Die deutsche Rondenbeschaffung


von Ursula Kampmann

6. April 2017 – Am 7. August 2015 erhielt der russische Rondenproduzent Gurt den Zuschlag, sämtliche deutschen 1- und 2-Eurocent-Ronden herzustellen. Es ging um eine gute halbe Milliarde 1-Eurocent-Ronden mit einer Optionsmenge von bis zu 950.000.000 sowie um eine knappe halbe Milliarde 2-Eurocent-Ronden mit einer Optionsmenge von bis zu 840.000.000 Stück. Grundlage der Vergabe war das günstigste Angebot – natürlich mit den üblichen Einschränkungen. So braucht es unter anderem eine Erklärung, dass das Lieferunternehmen seiner gesetzlichen Verpflichtung zur Zahlung von Steuern und Abgaben sowie aller Beiträge zu den gesetzlichen Sozialversicherungen nachgekommen ist. Dann gibt es natürlich die üblichen Embargos und politischen Sanktionen, denen Russland unterworfen ist.

Wenn es um die Preisgestaltung geht, hat Gurt zahlreiche Vorteile. Russische Löhne sind äußerst konkurrenzfähig mit einem durchschnittlichen Bruttolohn von rund 500 Euro monatlich im Jahr 2015. Die Energiepreise liegen ebenfalls wesentlich niedriger als in anderen Ländern. So konnte Gurt für diesen Auftrag einen Preis bieten, der so niedrig war, dass das gesamte Auftragsvolumen, das normalerweise zwischen den beiden günstigsten Anbietern aufgeteilt wird, allein an Gurt ging.

Dagegen wurde von der Freiberger EuroMetall Einspruch erhoben. Der Einspruch erfolgte, so die Pressestelle des Bundesamts für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen, unter anderem auf Grund des Russland-Embargos. Man habe „sämtliche rechtlich relevante Aspekte umfangreich geprüft. Insbesondere wurden auch die Wirtschaftssanktionen der Europäischen Union, insbesondere bezüglich der Krimkrise, detailliert bewertet. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass die entsprechenden Verordnungen Lieferungen aus der EU betreffen, nicht aber den Import der gegenständlichen Münzplättchen. Der Anwendungsbereich der gegenständlichen Verordnungen war also nicht eröffnet. Auch weitere personelle oder sachliche Verflechtungen bzw. Gründe, die einer Zuschlagserteilung mit Blick auf EU-Recht, insbesondere bestehende Wirtschaftssanktionen, entgegenstehen könnten, konnten nicht festgestellt werden.“

Damit umgeht die Pressestelle elegant die Tatsache, dass es wohl nicht nur um das Embargo ging. Insiderkreise sprechen davon, dass die Firma Gurt in atemberaubende Korruptions- und Steuerhinterziehungsaffären verwickelt war. Dafür sollen dem BADV russische Zeitungsberichte in Übersetzung vorgelegen haben.

So berichtete die Moskow Post im Februar 2015 darüber, dass Gurt in Steuerhinterziehung und Veruntreuung von Geldmitteln bei der Herstellung von Ronden für Goznak verwickelt ist. Es soll sich um Beträge in Höhe von einer halben Million Rubel handeln. Wie das gemacht wurde, berichtet der Journalist Nikolaj Polikarpov: „Es stellte sich heraus, dass 2008 FGUP Goznak die Anlagen an die Gurt langfristig vermietet hatte. In den Jahren 2009-2011 gewann die Gurt zehn Mal in Folge die Ausschreibungen zur Herstellung von Münzrohlingen, wofür sie von Goznak vertragsgemäß 4,1 Mia. Rubel erhielt. Die Gesellschaft Gurt hatte Verträge mit der Torgovaja kompanija Avanti, Tehnoservicegroup, Kommerzkapital und einer Reihe sonstiger Firmen abgeschlossen, die sich als Briefkastenfirmen herausstellten. Im Laufe der Vorermittlungsprüfung stellte der Ermittlungsausschuss ferner fest, dass die Geschäftsleitung der Gurt statt die Münzrohlinge selbst zu produzieren, diese bei der ZAO D&K und Mezhregionalnaja metallurgicheskaja kompanija bestellte. Diese Unternehmen haben die Münzrohlinge an die Briefkastenfirmen verkauft und diese übergaben die Rohlinge an die Gurt für den Weiterverkauf an Goznak, jedoch bereits zu einem anderen Preis. Insgesamt wurden 3,5 Mia. Rubel aus den von Goznak gezahlten 4,1 Mia. Rubel überwiesen und anschließend als Schwarzgeld bar abgezweigt. Dabei soll der Gewinn der Gurt aus dem Verkaufskommissionsvertrag angeblich lediglich zwischen 1,5 % bis 5 % von dieser Summe gelegen haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Zweck die Steuerumgehung war.“

Eine weitere russische Zeitung, der „Kommersant“ berichtete am 1. Juni 2015 – zwei Monate vor der deutschen Auftragserteilung an Gurt – darüber, dass ein Strafermittlungsverfahren gegen Anatolij Kluban, Generaldirektor von Gurt, eingeleitet worden sei. Er wurde zu dem Zeitpunkt verdächtigt, dem Fiskus 686 Mio. Rubel an Steuern zu schulden und 3,5 Mia. Rubel, der von Gosnak geleisteten Zahlungen als Schwarzgeld bar an den Steuerbehörden vorbei geleitet zu haben. Anklage war allerdings noch nicht erhoben, doch in dem Ermittlungsverfahren fungierte Anatolij Kluban als Verdächtiger. Inzwischen soll, so ein Kenner des russischen Münzmarktes, eine Verurteilung ausgesprochen worden sein.

Verdächtige sind nach deutschem Recht so lange unschuldig, bis ihre Schuld erwiesen ist. Vielleicht waren die Zeitungsartikel aus diesem Grund nicht von entscheidendem Interesse. Die Wirtschaftszeitung juve fasste die Vorgänge folgendermaßen zusammen: „Doch nach Ansicht der 2. Vergabekammer des Bundes brachte die Freiberger Eurometall lediglich Verdachtsmomente vor, die nicht erhärtet werden konnten.“ Die Freiberger Eurometall sah sich jedenfalls gezwungen, ihren Nachprüfungsantrag zurückzuziehen. Der Auftrag ging an Gurt. Die Ronden für die deutschen 1- und 2-Cent-Stücke sollten also in Russland entstehen.

Wie wunderten sich im Sommer 2016 einige Insider der Münzproduktion, dass vor einem bekannten Mendener Galvanik-Unternehmen ein russischer Lastwagen nach dem anderen mit 1- und 2-Cent-Ronden vorfuhr. Die Erklärung fand sich im Internet. Am 4. Juni 2016 war die Galvanik-Anlage von Gurt abgebrannt. Um keine Konventionalstrafen zu riskieren, hatte Gurt kurzerhand eine deutsche Firma beauftragt, die deutschen Ronden, die eigentlich hätten vollständig in Russland produziert werden sollen, zu galvanisieren. Welche Zollprobleme aus dieser interessanten Situation erwachsen sind, mag man sich gar nicht so recht vorstellen.

Wie auch immer, im November 2016 endet eine neue Ausschreibung der BADV für weitere 1- und 2-Cent Ronden. Und das bevor der Vertrag mit Gurt ausgelaufen ist. Was immer das heißen mag...

Münzenwoche



Meldung vom 28.03.2017                                                                                                                                                               

Spektakulärer Diebstahl in Berlin 100-Kilo-Goldmünze aus Bodemuseum gestohlen

Diebe sind in der Nacht zu Montag wohl durch ein Fenster ins Bodemuseum auf der Museumsinsel eingestiegen. Sie erbeuteten eine schwere Goldmünze. Deren Materialwert liegt bei rund 3,7 Millionen Euro.

Einen derart filmreifen Diebstahl hat Berlin lange nicht erlebt: In der Nacht zu Montag brachen Unbekannte ins Bodemuseum ein und stahlen eine 100 Kilogramm schwere Münze aus reinem Gold. Deren Nennwert beträgt eine Million Dollar, das Material ist beim aktuellen Goldpreis rund 3,7 Millionen Euro wert.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei kamen und entkamen die Täter durch ein Fenster oberhalb eines Brückensockels, der bis zur weitgehenden Zerstörung der Museumsinsel im Krieg das Bode- mit dem Pergamonmuseum auf der anderen Seite der Bahntrasse verband. Jetzt ist die Ruine des Sockels die einzige Stelle, an der das Bodemuseum direkt an die S-Bahn-Trasse heranreicht. Mit einer Leiter sollen die Täter ein Fenster erreicht haben, das sich laut Polizeisprecher Winfrid Wenzel „drei bis vier Meter oberhalb der Bahntrasse“ befindet. Von dort muss es noch ein ganzes Stück durchs Haus gegangen sein, denn das Münzkabinett befindet sich in einer tiefer gelegenen Etage.

Die Tat geschah zwischen 3.20 und 3.45 Uhr

Die Tat geschah nach Auskunft von Wenzel zwischen 3.20 und 3.45 Uhr früh. Die erste reguläre S-Bahn vom Hackeschen Markt zur Friedrichstraße fährt um 4.13 Uhr. Die nächtliche Betriebspause war also noch lang genug, um die Münze mit 53 Zentimetern Durchmesser entlang der Gleise noch etwa 100 Meter ostwärts zu transportieren. Jenseits der Spree, am Monbijoupark, sollen die Täter mit ihrer Beute abgestiegen sein. Die S-Bahn hätten sie jedenfalls nicht genommen, sagt Wenzel. Wie viele Personen beteiligt waren, ist offenbar noch nicht klar. Selbst zu zweit dürfte der Abtransport der Beute kaum zu schaffen gewesen sein.

Gewaltsam geöffnet haben die Täter nicht nur das Fenster, sondern auch die Panzerglasvitrine, in der sich die einzeln präsentierte Münze befand – laut Polizei „mit brachialer Gewalt“, was dafür spricht, dass die Täter außer der Münze auch ein schweres Werkzeug zu schleppen hatten. Ansonsten sei nichts weiter zerstört oder gestohlen worden. Die Vitrine mit der Münze habe den Mittelpunkt eines Ausstellungsraumes gebildet, in dem auch andere, deutlich kleinere Münzen gezeigt wurden.


Polizei wurde um vier Uhr früh alarmiert

Die Polizei wurde laut Wenzel um vier Uhr früh von einem Sicherheitsmitarbeiter des Museums alarmiert. Ob eine Alarmanlage oder das Wachpersonal den Einbruch registriert haben, verraten Polizei und Museum vorerst ebenso wenig wie die Information, ob es möglicherweise Videobilder der Tat gibt. Außen am Museum sind im Bereich der Baustellenzufahrt unterhalb der S-Bahn-Bücke Kameras angebracht, die allerdings das Parterre im Fokus haben und nicht die höher gelegene Bahntrasse.

Die Auswirkungen der Tat bekamen am Montagmorgen vor allem die Fahrgäste der S-Bahn mit, die wegen der polizeilichen Ermittlungen stundenlang nicht zwischen Alexanderplatz und Friedrichstraße fuhr. Die bei dem Einbruch verwendete Leiter lag auf der Bahntrasse. Später, als sich der Zugbetrieb gerade zu normalisieren begann, brachte dann eine Signalstörung den Fahrplan für den Rest des Tages durcheinander.


Goldmünze gilt auf dem Kunstmarkt als unverkäuflich

Bei den Passanten rund um die Museumsinsel sprach sich die spektakuläre Tat nur ganz allmählich herum, zumal die Museen montags geschlossen sind. „Des isch ja der Hammer!“, sagte eine schwäbische Touristin, die zuvor vergeblich am vergitterten Haupteingang des Museums gerüttelt hatte und nun von der Tat erfuhr. Die lässt das haushohe Werbeplakat fast als Herausforderung für besonders dreiste Einbrecher erscheinen: „Muse Macht Moneten / Kunst prägt Geld“, steht auf dem blauen Riesentransparent über dem Kupfergraben. Die Ende November gestartete Sonderausstellung soll bis zum 27. Mai laufen. Am Dienstag sei das Haus wieder „ganz normal“ geöffnet, hieß es bei den Staatlichen Museen.

Nach einer ersten Einschätzung der Polizei ist die Goldmünze auf dem Kunstmarkt unverkäuflich, aber wegen ihres Materialwertes attraktiv für Kriminelle. Schlimmstenfalls könnte sie eingeschmolzen werden. „Wir hoffen natürlich, dass die Münze in der Verfassung wiedergefunden wird, in der sie am Sonntagabend war“, sagte der Polizeisprecher am Montagmittag, während hinter ihm ein mattgrüner Transporter der Kriminaltechniker in die Baustraße zum Museum einbog.

 Berlin Tagesspiegel


Meldung vom 28.03.2017                                                                                                                                                                


Kampf gegen Fälscher: Briten führen neue Ein-Pfund-Münze ein


London (dpa) - Nach mehr als 30 Jahren führt Großbritannien eine neue Ein-Pfund-Münze ein. Von heute an bringt die Bank of England die neue zwölfeckige Münze in Umlauf. Damit will die Regierung Geldfälschern die Arbeit erschweren. Rund jede 30. Ein-Pfund-Münze ist eine Kopie, schätzt die königliche Münzprägeanstalt «Royal Mint». Etwas haben das alte und neue Pfundstück noch gemeinsam: Sie tragen das Konterfei von Königin Elizabeth II. - wie alle britischen Münzen.


Meldung vom 21.03.2017                                                                                                                                                       

Teilerfolg Ihrer unterstützten Petition
Für den Erhalt des privaten Sammelns

Sie haben auf openPetition die Petition 'Für den Erhalt des privaten Sammeln unterschrieben"


Betreff: Der Petition wurde teilweise entsprochen

Abschlussworte zur Sammel-Petition



Liebe Unterzeichner der Petition,

wir möchten uns noch einmal herzlich für Ihr Engagement bedanken. Auch wenn das neue Kulturgüterschutzgesetz gekommen ist, ist es doch bei weitem nicht so schlimm geworden, wie der erste Entwurf es hat vermuten lassen. So sind alle Mineralien und Fossilien aus dem Gesetz ausgenommen worden, und die Sorgfaltspflichten auf Seiten des privaten Sammlers wurden wesentlich entschärft. Der wichtigste Gewinn allerdings war die Anerkennung der Tatsache, dass es sich bei Münzen nicht grundsätzlich um archäologische Gegenstände handelt, was wesentliche Erleichterungen hinsichtlich Sorgfalt und Handel mit sich bringt.

Das haben auch Sie erreicht, denn ohne ihre Unterschrift hätten viele Politiker geglaubt, dass es sich beim Sammeln um eine Angelegenheit einer winzigen Elite handeln würde. Die Verbände, die für uns Sammler hervorragende Arbeit geleistet haben, konnten mir Ihnen im Rücken ganz anders auftreten.

Natürlich sind wir nicht glücklich mit dem Gesetz. Und vor allem sind wir immer noch wütend darüber, wie die Terrorfinanzierung durch den Kunsthandel von der Politik als moralisches Feigenblättchen vorgeschoben wurde, um diese Gesetzgebung zu motivieren. Damit wurde wissentlich ein unbescholtener Zweig der Bevölkerung diskreditiert! Dass Monika Grütters trotzdem am 2. Dezember 2016 zur Berliner CDU-Landesvorsitzenden gewählt wurde, zeigt überdeutlich, in welch hohem Grad die deutsche Politik ihre Verbindung zu den Bürgern verloren hat.

In der Zwischenzeit ist es nämlich erwiesen, dass es sich um marginale Summen handelte, die der IS mit Antikenhandel verdient haben könnte. Was niemanden überrascht, der sich mit dem Thema ernsthaft auseinander gesetzt hat. Das ist jetzt auch bei einigen Journalisten angekommen. Die so genannte Terrorfinanzierung war nichts als Propaganda. Das postfaktische Zeitalter hat also nicht erst mit Trump begonnen und ist, weiß Gott, nicht auf die Vereinigten Staaten beschränkt.
https://www.weltkunst.de/kunsthandel/2017/02/kulturgutschutzgesetz-ohne-grundlage

Wir warten nun, wie das neue Gesetz in der Praxis umgesetzt wird. Und viele sind bereit, die entscheidenden Fragen vor Gericht zu klären.

Sollten wir eines Tages wieder Ihre Unterstützung als Sammler benötigen, um eine Petition gegen unverhältnismäßige Einschränkungen von Seiten des Gesetzgebers zu lancieren, werden Sie von uns hören.

Meldung vom 16.03.2017                                                                                                                                                        


Urlaubspost braucht 40 Jahre


Mit fast 40 Jahren Verspätung ist ein Brief aus der Schweiz bei der Empfängerin in Mannheim eingetroffen. "Ich wusste im ersten Moment gar nichts damit anzufangen", sagte B. Schmidt. Ihre Mutter Helga hatte den Brief im Herbst 1977 aus dem Wanderurlaub im Wallis geschrieben. Die mittlerweile 89-Jährige war nun ebenso überrascht, als Ihr Schreiben im Briefkasten lag. Postsprecher Hugo Gimber sagte, möglicherweise sei der Urlaubsgruß damals falsch zugestellt worden und habe seitdem gut geschützt irgendwo gelegen. "Dass Briefe nach so langer Zeit wieder auftauchen, ist selten", sagte er.

Schwabo


Meldung vom 15.03.2017                                                                                                                                                          


Silbermünzen in Gefahr


Dresden. Wegen gefährlicher Veränderung an silbernen Münzen und Medaillen wird das Dresdner Münzkabinett vorübergehend geschlossen. Auf der Oberfläche von etwa 100 nicht konservierten Exponaten habe sich statt natürlich gewachsener Patina ein weißmilchiger Belag gebildet, hieß es in einer Mitteilung der Staatlichen Kunstsammlungen. Vorsorglich wurden daher etwa 1400 Ausstellungsstücke aus den Vitrinen entnommen und restauriert. Das Münzkabinett, mit rund 300 000 Stücken eine der größten und ältesten Universalmünzsammlungen Deutschlands, war 2015 neu eingerichtet worden. Rund 3300 Exponate erzählen die Geschichte des Geldes.

Schwabo

Meldung vom 10.03.2017                                                                                                                                                                


EAN - Code auf Briefmarken


Stempel & Informationen– das Informationsblatt der Deutschen Post PHILATELIE

www.deutschepost.de/philatelie

EAN auf Briefmarken
Bereits seit August 2014 sind die Plusmarken-Zehnerbogen mit einem EAN-Code ausgestattet.
Diese Kennzeichnung findet sich nun ab 2017 auch auf den folgenden Briefmarkenartikeln:


Ab Ausgabetag Januar 2017:
Alle Neu- und Nachdrucke nassklebender Sonderpostwertzeichen von der Rolle erhalten nach jeder
vierten Marke ein Feld mit dem EAN-Code.


Ab Ausgabetag März 2017:
Alle Neu- und Nachdrucke der nassklebenden Marken der Dauerserie »Blumen« von der Rolle erhalten
nach jeder fünften Marke ein Feld mit dem EAN-Code.


Ab Ausgabetag April 2017:
Alle Neu- und Nachdrucke der Zehnerbogen der Dauerserie »Blumen« und der Dauerserie
„Schreibanlässe“ erhalten den Code auf den Schmalseiten der Bogen.


Ab Ausgabetag Juli 2017:
Alle Zehnerbogen der Sonderpostwertzeichen erhalten den Code auf den Schmalseiten der Bogen


Meldung vom 03.03.2017                                                                                                                                                              

Broschüre dokumentiert europäische Gedenkmünzen

2. März 2017 – Mit der Ausgabe der deutschen 2-Euro-Gedenkmünze „Porta Nigra“ am 03. Februar 2017 gibt es in Europa bereits 200 verschiedene Motive an 2-Euro-Gedenkmünzen. Um hier die Übersicht zu behalten, hat die Münze Berlin eine neue Broschüre aufgelegt: „Die 2-Euro-Gedenkmünzen. Die zweiten Hundert“. Die Veröffentlichung der Münze Berlin bietet für die 101. bis 200. in Europa ausgegebene 2-Euro-Münze eine ausführliche Beschreibung. Darüber hinaus ist jede dieser Münzen einzigartig detailreich fotografiert worden. Damit bildet die Veröffentlichung der Münzstätte der Hauptstadt eine unverzichtbare Ergänzung zu den bekannten Münzkatalogen.


Die Broschüre wurde am 4. Februar 2017 um 14.00 Uhr auf der World Money Fair in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. Herr Frantisek Chochola, Gestalter der Münze „Porta Nigra“, war am Messestand anwesend und signierte die 2-Euro-Broschüren. 

Die 108-seitige Broschüre ist für 9,90 € erhältlich im Onlineshop der Staatlichen Münze Berlin oder im Ladengeschäft der Münze Berlin.

Münzenwoche

Meldung vom 10.02.2017                                                                                                                                                               

Rückholaktion Bundesbank zieht 300 Tonnen Gold aus New York ab

Die Bundesbank will Teile ihrer Goldbestände aus dem Ausland nach Deutschland verlagern - und hat den Plan fast umgesetzt. Aus New York wurden insgesamt 300 Tonnen abgezogen. In diesem Jahr soll der Bestand in Paris aufgelöst werden.

Die Bundesbank kommt mit ihrem Plan voran, Goldreserven aus dem Ausland nach Deutschland zu holen. Im Jahr 2016 seien mehr als 216 Tonnen Gold nach Frankfurt am Main verlagert worden, teilte die Bundesbank mit. Darunter seien 111 Tonnen aus New York und 105 Tonnen aus Paris gewesen. "Die Goldverlagerungen aus New York wurden im vergangenen Jahr erfolgreich abgeschlossen", sagte Vorstand Carl-Ludwig Thiele.


Die Bundesbank hatte im Jahr 2013 angekündigt, dass spätestens ab 2020 die Hälfte aller deutschen Goldreserven in Frankfurt lagern soll. Dazu sollten schrittweise insgesamt 300 Tonnen aus New York und 374 Tonnen aus Paris verlagert werden. "Auch die Goldverlagerung aus Paris werden wir noch in diesem Jahr abschließen", sagte Thiele. Dann werden in Paris keine deutschen Goldreserven mehr lagern.


Bevor die Notenbank 2013 mit der Verlagerung des Edelmetalls aus dem Ausland begann, lagen nur 31 Prozent der deutschen Goldreserven, rund 1036 Tonnen, in Frankfurt. Mittlerweile sind es 1619 Tonnen - oder rund 48 Prozent. Die Tresore der Federal Reserve Bank in New York werden mit 1236 Tonnen auch in Zukunft ein wichtiger Lagerort bleiben. Auch bei der Bank of England in London wird weiter ein guter Teil der Reserven lagern.


Deutschland besitzt mit 3378 Tonnen den zweitgrößten Goldschatz der Welt. Das entspricht mehr als 270.000 Barren, die insgesamt gut 120 Milliarden Euro wert sind.

  
  
Dass der Großteil des deutschen Goldes bisher im Ausland lagert, hat historische Gründe: Ab Mitte der Fünfzigerjahre begann die Bank deutscher Länder - die Vorgängerin der Bundesbank - Goldreserven aufzubauen. Die Wirtschaftswunderjahre brachten der Bundesrepublik dank des Exports viele Dollar ein, die bei der US-Zentralbank gegen Goldforderungen eingetauscht werden konnten.


Während des Kalten Krieges wurde deutsches Gold zudem auch gezielt außerhalb der Landesgrenzen aufbewahrt, weil man hoffte, das Gold im Krisenfall direkt in entsprechende Devisen umtauschen zu können. Seit der Euro-Einführung ist dieses Argument jedoch zumindest für den Standort Paris hinfällig. Für London und New York gilt es immer noch.



Meldung vom 10.02.2017                                                                                                                                                            

    

Weihnachtsmarke: Erster Fehldruck entdeckt


Großes Glück hatte unser Leser Dieter Bender aus Marl: Vorgestern fand er in einem Stapel von Briefen dieses Exemplar mit abgestempelter Weihnachtsbriefmarke – und wurde stutzig. Fehlt da nicht etwas? War da nicht etwas? Die fehlerhafte Marke sollte natürlich gar nicht erscheinen. Als das Malheur passiert und entdeckt war, wurde die Marke zurückgezogen und neu gedruckt. Die Mängelexemplare sollten eigentlich nicht in den Verkauf gelangen. Aber auch das scheint nicht geklappt zu haben… Schauen wir doch mal, wann das nächste Exemplar auftaucht…

DBZ


Auktionsergebnis bei Ebay:  1.187 Euro nach 71 Geboten (10.02.2017).


Meldung vom 03.02.2017                                                                                                                                                               


Alles beim alten?    

Seit Jahrhunderten wird für die Münzprägung immer wieder neu definiert, was Aufgabe des Staates, was Aufgabe des privaten Unternehmers ist. Unsere Vorstellung, dass der Staat die Pflicht habe, seine Bürger mit sicheren Zahlungsmitteln zu versorgen, ist dabei relativ neu. Sie entstand erst im Rahmen des Sieges der Nationalstaaten des 19. Jahrhunderts.
Nun scheint diese Entwicklung teilweise wieder rückgängig gemacht zu werden. Hier ein paar Fakten: 1998 wurde die polnische Münzstätte in eine private Aktiengesellschaft umgewandelt. 2001 verkaufte Schweden, 2003 Norwegen seine Münzstätte an die Mint of Finland. Die Schwedische Münzstätte wurde 2011, die Dänische Münzstätte 2016 geschlossen. Last but not least hat der Verkauf der Royal Dutch Mint 2016 für erhebliches Aufsehen gesorgt.


Die Privatisierung der Mennica Polska

2016 feierte die polnische Münzstätte das Jubiläum ihrer Gründung vor 250 Jahren. Seit König Stanislaus Poniatowski im Jahr 1766 die Errichtung einer Münzstätte in Warschau beschloss, war die polnische Münzstätte allerdings nicht dauerhaft in Betrieb. Immer wieder wurde ihr Betrieb von ausländischen Mächten, die Polen kontrollierten, unterbrochen. 1868 zum Beispiel schloss der russische Zar die polnische Münzstätte und ließ ihre Ausrüstung in die Münzstätte von St. Petersburg schaffen. Und die Deutschen sprengten bei ihrem Rückzug 1944 die Münzstätte und beendeten so die Prägung, die erst unter kommunistischer Kontrolle wieder aufgenommen wurde.

Die polnische Münzstätte Mennica Polska ist in einem modernen Bau untergebracht. Foto: Alina Zienowicz / CC BY-SA 3.0

Für wenige Staaten dürfte die nationale Münzstätte so eng mit der nationalen Unabhängigkeit verbunden sein wie in Polen. Deshalb wurde selbstverständlich nach der Gründung der dritten polnischen Republik im Jahr 1989 mit dem Bau einer neuen Münzstätte auf dem neuesten Stand der Technik begonnen. Doch schon ehe das neue Gebäude offiziell am 26. September 1994 eröffnet wurde, wandelte die polnische Regierung zum 1. April 1994 die Münzstätte in eine Aktiengesellschaft um, deren Aktien zunächst vollständig im Besitz des Schatzamts waren.

Damit konnte die polnische Münzstätte als selbstverantwortliches Profitcenter agieren. Sie erzielte so gleich in den ersten Jahren ihres Bestehens eine Reihe von Erfolgen. Sie gab 1995 die erste polnische Bullionmünze heraus, produzierte 1996 Ronden für Litauen und eine neue Münzserie für die Ukraine. Der Auftrag, die polnischen Münzen zu produzieren, ist nicht für die polnische Münzstätte reserviert. Er wird international ausgeschrieben.

Am 6. Februar 1998 wurde die Erlaubnis erteilt, die Aktien der polnischen Münzstätte an der Börse zu handeln. Am 7. April 1998 wurde die Aktie erstmals notiert. Seit diesem Tag sind die Aktien der polnischen Münzstätte frei handelbar und begehrt.

Denn in ihrem Heimatland gilt die Mennica Polska als Musterbeispiel für die geglückte Privatisierung eines ehemaligen Staatsbetriebes. Sie wurde von der Polish Business Club Association 2006 zur Company of the Year und 2010 zur Company of the Past 20 Years gewählt. Forbes zählte die polnische Münzstätte 2013 zu den dynamischsten öffentlichen Gesellschaften weltweit.

Heute ist der größte Teil der Aktien im Besitz des polnischen Unternehmers Zbigniew Jakubas. Der Staat selbst hält keinen Anteil mehr an dem ehemaligen Staatsunternehmen.

Das Ende der dänischen Münzstätte


 „Obwohl der Anteil von Bargeld im Umlauf in Dänemark weiterhin hoch bleibt, werden seit einigen Jahren immer weniger neue Geldscheine und Münzen benötigt und die Dänische Nationalbank erwartet keine Umkehr dieser Entwicklung. ... Alles in allem bedeutet dies, dass die Herstellung von Geldscheinen und Münzen durch die dänische Nationalbank nicht mehr wirtschaftlich ist und auch in Zukunft nicht mehr werden wird. Deswegen hat die Dänische Nationalbank beschlossen, den Prozess einzuleiten, das Drucken von Geldscheinen und das Prägen von Münzen im Jahr 2016 aufzugeben. Wie eine Reihe anderer Zentralbanken wird auch die Dänische Nationalbank diese Bereiche an externe Anbieter ausgliedern. Wir erwarten uns von dieser Entscheidung bis 2020 Einsparungen in Höhe von 100 Millionen Kronen.“

Mit diesen dürren Worten verkündete die Dänische Nationalbank am 20. Oktober 2014 ihre Entscheidung, eine mehr als 1000 Jahre alte Tradition aufzugeben, indem sie die Münzprägung in ihrer eigenen Münzstätte einstellte. Die Münzstätte steht erst seit 1975 unter der Kontrolle der Dänischen Nationalbank, vorher war sie der Dänischen Regierung direkt unterstellt.

Noch 2011 war die Option geprüft worden, die Aktivitäten der dänischen Münzstätte vom bisherigen Standort in Brondby in die Gebäude der Nationalbank nach Havnegade, Kopenhagen zu verlagern, wo bereits die staatliche Banknotenproduktion angesiedelt war. Man erhoffte sich, durch diese Zusammenlegung Synergieeffekte nutzen und so Kosten sparen zu können. Der Umzug war für das erste Quartal des Jahres 2012 vorgesehen.

Tatsächlich wurde 2012 der Umzug durchgeführt und die „Banknote Printing Works“ mit dem 1. Januar 2012 in „Banknote Printing Works and The Royal Danish Mint“ umbenannt. Ein gutes Jahr später entschied der Vorstand der Dänischen Nationalbank, die eigene Herstellung von Banknoten und Münzstätten völlig aufzugeben. Vor allem die beiden Fakten, dass Dänemark immer weniger neue Münzen und Banknoten braucht und durch die Aufgabe von Münz- und Banknotenproduktion Geld gespart werden könnte, gab den Ausschlag.

Am 19. Mai 2016 gab die Nationalbank bekannt, dass die dänischen Kronen auf Basis eines Zweijahres-Kontrakts in der Mint of Finland hergestellt werden. Der Grund für die Entscheidung war die Tatsache, dass das Angebot der finnischen Münzstätte aufs Ganze gesehen das günstigste war. Dabei zog, so betont die Pressemeldung, die Nationalbank nicht nur den Preis in Erwägung, sondern auch andere Kriterien wie Qualität und Sicherheit.

2012 publizierte CoinsWeekly einen Artikel von Hans Denkov über die Zusammenlegung von Münzstätte und Banknotenproduktion.

Die Royal Danish Mint ist heute nur noch eine Website zum Verkauf dänischer Münzen. Allerdings ist dort immer noch zu lesen, dass alle dänischen Münzen von der Royal Danish Mint hergestellt werden.


Aufstieg und Niedergang einer privaten Münzstätte: Die Birmingham Mint

Gegründet im Jahr 1850, wurde die auf Bronzemünzen, das damalige Kleingeld, spezialisierte Birmingham Mint innerhalb von nur 10 Jahren zur größten privaten Münzstätte der Welt. Die Birmingham Mint produzierte das Kleingeld vieler wirtschaftlicher Großmächte des 19. Jahrhunderts, so zum Beispiel für Frankreich, Großbritannien und Italien.

Ein Blick auf die heute geschlossene Birmingham Mint, ein typisches Gebäude aus dem 19. Jahrhundert. Foto: Oosoom / CC BY-SA 3.0

Sie spielte diese entscheidende Rolle in der weltweiten Münzfertigung, weil der Royal Mint die Annahme von Aufträgen fremder Regierungen untersagt war. So musste, wer auf britisches Knowhow Wert legte, zur privaten Birmingham Mint gehen. Doch 1923 erhielt die Royal Mint die offizielle Erlaubnis, diese Aufträge selbst zu übernehmen, was zum Niedergang der Birmingham Mint führte. In den Jahren zwischen 1940 und 1964 machte die Münzfertigung gerade noch 10 bis 20 % des Geschäftes aus.

Irgendwann zu Beginn der 60er Jahre schloss die Royal Mint mit der Birmingham Mint einen Vertrag. Er sprach der Birmingham Mint einen genau festgelegten Prozentsatz an allen Übersee-Aufträgen der Royal Mint zu. Welche Gegenleistung die Royal Mint für dieses großzügige Entgegenkommen erhielt, ist unbekannt. 

2001 war ein schlechtes Jahr für die Royal Mint. Mit über 5 Mio. Pfund Handelsverlust fuhr sie das bis dahin schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte ein. Dafür verantwortlich waren nicht nur der Rückgang an Aufträgen, sondern auch die hohen Kosten, die notwendig wurden, um den defizitär arbeitenden Staatsbetrieb zu restrukturieren. 

Dazu erhitzte ein hausgemachter Skandal die Gemüter. Aus den Safes der Royal Mint waren Münzen im Wert von 25.000 Pfund (damals 40.000 Euro) verschwunden. Dieser Diebstahl wurde erst nach acht Monaten entdeckt, was nun öffentlich angeprangert wurde.

In dieser bedrängten Lage kündigte die Royal Mint den Vertrag mit der Birmingham Mint. Wir sind über die Existenz dieser Vereinbarung überhaupt nur deshalb informiert, weil die Birmingham Mint im Oktober 2002 eine Schadensersatzklage in Höhe von 5,4 Mio. Pfund gegen die Royal Mint anstrengte.

Roland Vernon, der Besitzer der Birmingham Mint forderte in diesem Zusammenhang, dass die Aufträge für Münzen und Ronden in Großbritannien neu ausgeschrieben werden sollten: „Die Royal Mint hält das Monopol für britische Münzen und ich denke, dass diese Zahlen wirklich belegen, dass es neu ausgeschrieben werden sollte, so dass sich auch andere Leute darum bewerben können. Ich denke, wir könnten den Steuerzahlern mehr Gegenwert für ihr Geld bieten.“

Der Prozess zog sich hin und für die Birmingham Mint wurde die Situation immer bedrohlicher, und das obwohl sie noch 2002 einen Großauftrag zur Produktion von Euroronden erhalten hatte. Wegen akutem Bargeldmangel wurde die Birmingham Mint im März 2003 unter die Verwaltung der KPMG gestellt. Der Versuch eines lokalen Politikers, die Royal Mint zu einem Kompromiss zu bewegen, indem er mit einer Anklage mit Berufung auf den 1997 Competition Act drohte, scheiterte. Im Mai 2003 wurde die Birmingham Mint geschlossen.

Münzenwoche


Meldung vom 02.02.2017                                                                                                                                                         


Die Zahl der Briefmarken


Wie die Londoner "Times" berichten, gibt es gegenwärtig auf der Erde 56.874 verschiedene Briefmarken; davon entfallen auf Europa 17.860, auf Afrika 12.684, auf Asien 10.438, auf Amerika 9680, auf Westindien 8333 und auf Australien und Neuseeland 2879 Briefmarken. In der letzten Zeit nimmt die Zahl der Neuausgaben außerordentlich zu, so daß man jetzt pro Jahr mit 2000 neuen Briefmarken rechnen kann.


AUSSIGER TAGEBLATT vom 06.03.1935


Meldung vom 26.01.2017                                                                                                                                                              

Coin of the Year Award 2017 geht an Italien

 Italiens Prägung auf „70 Jahre Frieden in Europa“ hat die letzte Runde des Coin of the Year Award für sich entschieden. Im Dezember hatte eine Jury aus allen Bewerbungen zehn Kategoriensieger gekürt. Die italienische 10-Euro-Silbermünze wurde zur „Künstlerisch schönsten Münze“ gewählt. Aus diesen Siegern wählte die Jury in einer zweiten Auswahl die „Münze des Jahres“ (Coin of the Year).

Italiens silberne 10-Euro-Münze "70 Jahre Frieden in Europa" wurde nicht nur zur "Künstlerisch schönsten Münze" gewählt, sondern auch zur "Münze des Jahres".

Am 4. Februar wird der Preis im Rahmen der World Money Fair in Berlin offiziell an Italien überreicht. Ausgeschrieben ist der Wettbewerb von der US-amerikanischen Fachzeitschrift World Coin News.

Gestaltet und geprägt werden die italienischen Münzen vom Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato.

Münzenwoche


Meldung vom 25.01.2017                                                                                                                                                               


Diskussionspapier vorgelegt - Brüssel macht Ernst: EU will das Bezahlen mit Bargeld einschränken.
Werden wir bald noch mit Bargeld bezahlen? Die Angst vor einer Abschaffung des Bargelds ist groß.        
 
Die EU-Kommission will Terroristen und Kriminellen den Geldhahn zudrehen. Sie arbeitet deswegen an neuen Vorgaben für Bargeldgeschäfte. In einem Plan für das kommende Jahr erörtert die Kommission die Möglichkeiten

Die Experten haben sich auf Wunsch des Wirtschafts- und Finanzkommitees Gedanken über eine Bargeldbegrenzung gemacht und auf ihrer Webseite veröffentlicht (englisch). Grund für die Überlegungen: Die EU-Kommission sieht Bargeldgeschäfte als Hauptfinanzquelle von kriminellen Organisationen und Terroristen. Die Begrenzung von Barzahlungen würde ihrer Meinung nach dazu beitragen, solche Geschäfte in der EU einzudämmen. Dabei sehen die Experten zwei Möglichkeiten:


  • Obergrenze für Bargeldgeschäfte

Summen über einer gewissen Grenze müssen mit einem verfolgbaren Weg, etwa per Überweisung, vorgenommen werden.


  • Meldung von hohen Bargeldgeschäften

Bargeldgeschäfte ab einer gewissen Summe müssen an eine Behörde gemeldet werden. So entsteht eine Datenbank, in der Zahlungen nachverfolgt werden können. Die Kommission warnt jedoch vor dem hohen bürokratischen Aufwand, der mit einer solchen Meldepflicht verbunden ist. Zudem zeige die Tatsache, dass noch kein Mitgliedstaat eine solche Meldepflicht eingeführt habe, dass eine solche Vorschrift nicht als wirksam angesehen werde – das sei auch der juristische Konsens.

Eine sogenannte "Roadmap", wie die vorliegende Veröffentlichung offiziell genannt wird, ist der Versuch der Kommission, die Öffentlichkeit über ihre laufenden Projekte zu informieren. Die Kommission bemüht sich schon länger um neue Waffen im Kampf gegen den Terror. Die Bargeldgrenze steht deswegen ganz oben auf der Wunschliste. Allerdings: So lange lediglich von einer "Roadmap" die Rede ist, wird es noch dauern, bis entsprechende Regeln europaweit eingeführt werden können. Der Konsultationsprozess soll erst im Jahr 2018 fortgesetzt werden.

                                                                                                                        

Beispiele für Obergrenzen


Die Obergrenze ist in einigen EU-Mitgliedsstaaten schon Realität: Die Limits liegen in Italien bei knapp 3000 Euro, in Frankreich bei 1000 Euro, in Griechenland bei 1500 Euro und in Spanien bei 2500 Euro. Wer sich nicht daran hält, muss in Italien mit Strafen bis 3000 Euro, in Frankreich sogar mit Strafen bis 15.000 Euro zahlen. Auch in Deutschland wird eine Bargeldgrenze von 5000 pro Zahlung diskutiert.

Rechtliche Probleme erwartet die EU-Kommission bei einer Abschaffung oder Begrenzung von Bargeld nicht. Es sei mit dem EU-Recht vereinbar, solange es andere gesetzeskonforme Möglichkeiten gebe, um seine Schulden zu begleichen – dazu zählten Kartenzahlung und Überweisungen. 

                    

Kommission warnt vor zu radikalen Maßnahmen

Die Kommission warnt jedoch vor einer kompletten Abschaffung des Bargelds: „Bargeld hat die wichtige Eigenschaft anonym zu sein. Es ist schwierig nachzuweisen, wie viel Bargeld für legale und illegale Geschäfte eingesetzt wird.“ Hier seien weitere Erhebungen nötig. Kriminelle könnten für Zahlungen zudem ins Ausland ausweichen. Virtuelle, anonyme Zahlungsmittel wie Bitcoinsund Blockchain wären zusätzliche Alternativen für dunkle Geschäfte.

Außerdem seien die Bargeldgrenzen in vielen Ländern eingeführt worden, um Geldwäsche zu verhindern – nicht um den Terrorismus den Geldhahn zuzudrehen. Daher gebe es keine Erkenntnisse, wie effektiv die Grenze bei der Bekämpfung von Kriminalität sei. Auch sei nachgewiesen, dass es den Bürgern mit Barzahlungen leichter falle, ihre Finanzen im Blick zu behalten.

Bürger sollen ihre Meinung äußern

Die EU plant eine öffentliche Konsultation. Dabei können Bürger und Unternehmen ihre Meinung zu den Vorschlägen der Kommission abgeben. Die Konsultation soll ebenfalls online veröffentlicht werden. Das Datum steht noch nicht fest.


focus.online

Meldung vom 15.01.2017                                                                                                                                                            

Pressebericht

Mitglieder sammeln, weil es ihnen Freude macht

Donaueschingen (bea). In ihrer großen Zeit hatten sie gut und gerne 150 Mitglieder. In wenigen Jahren wird der 1921 gegründete Verein 100 Jahre alt: Der Verein der Münzen- und Briefmarkenfreunde Donaueschingen-Blumberg muss sich inzwischen jedoch mit stagnierenden Mitgliederzahlen zufrieden geben. Gut 70 sind es noch, die im Verein aktiv sind.          

Bei der Hauptversammlung am Samstagabend im Hüfinger Hotel Frank zeigten sich 25 Teilnehmer dennoch überzeugt, dass das Sammeln von Münzen und Briefmarken nach wie vor ein tolles Hobby sei. "Wir sammeln, weil es uns Freude macht", bringt der Ehrenvorsitzende Dieter Friedt die langjährige Vereinsarbeit auf den Punkt.

"Auch wenn es kein Massenphänomen mehr ist", zitiert Friedt aus einem Fachartikel, "wird das Sammeln weiter gehen, zumindest so lange, wie es noch Briefmarken gibt." Davon sind die aktiven Vereinsmitglieder überzeugt. Und Jens Buckenberger, der den Vorsitz des Vereins vor einiger Zeit übernommen hat, weiß, dass nach wie vor auch jüngere Leute sich mit der Sammelleidenschaft beschäftigen, sie seien halt nur nicht mehr so gerne in einem Verein aktiv. Damit geht es den Münzen- und Briefmarkenfreunde so ähnlich, wie vielen anderen Hobby-Vereinen auch: Sie kriegen nur noch schwer und mit einigem Aufwand Nachwuchs für die Vereinstätigkeit.

Das Sammeln von alten Postkarten, wie es zum Beispiel Vereinsmitglied Willi Hönle mit Engagement betreibt, die tolle und möglichst vollständige Briefmarkensammlung oder die Münzsammlung, die Hubert Obergfell mit Fachwissen und Begeisterung betreibt, seien nach wie vor beliebte Freizeitbeschäftigungen. Daher sei die Verunsicherung, dass das Hobby Philatelie keinen Nachwuchs mehr finde, nicht angebracht. Die aktiven Mitglieder des Vereins lassen sich jedenfalls ihre Freude am Sammeln nicht nehmen.

        

Jens Buckenberger erinnerte in seinem Tätigkeitsbericht an das kleine Jubiläum der Münzgruppe, die 45 Jahre alt geworden ist und an eine Reihe von Fachvorträgen für Briefmarken- und Münzsammler. Dabei ging es unter anderem um Hintergrundwissen über die Wasserzeichen oder um die richtige Bewertung von Münzen.

Der diesjährige Großtauschtag vor wenigen Wochen litt unter kurzfristigen Absagen von Teilnehmern, so dass einige Tische leer blieben und die Donauhalle Lücken aufwies. Daher soll künftig ein Stück der Halle abgetrennt werden, um die Lücken zu schließen.

In der Sitzung wurden langjährige Mitglieder geehrt und mit Urkunden und Anstecknadeln ausgezeichnet: Für 40 Jahre: Roland Trautmann, Manfred Hinninger und Florian Bauer. Für 25 Jahre: Bodo Groß, Josef Strohmeier und Gerold Votteler. Für 15 Jahre: Erika Geremia, Peter Stöhr, Ingrid Beranek, August Rösch, Michael Zier. Für zehn Jahre: Thomas Bitzer, Brigitte Metzger, Hans Rüger, Tobias Martin und Wolfgang Hinninger.

Schwabo

Meldung vom 14.01.2017                                                                                                                                                          

  

Briefmarke mal anders 


Zulassung in Handarbeit  Briefmarke statt TÜV-Plakette auf Nummernschild

  

Hast Du keine TÜV-Plakette fürs Kfz-Kennzeichen, nimm' einfach eine Briefmarke - das hat sich wohl eine junge Autofahrerin gedacht: Das seit Oktober 2016 abgemeldete Fahrzeug war einer Streifenwagenbesatzung jetzt in Herford aufgefallen.

Beim genaueren Hinsehen stellte sich heraus, dass statt der Prüfplakette eine blau-grüne Briefmarke auf einem Nummernschild klebte.
Anzeige wegen Kennzeichenmissbrauchs
Auch das Siegel der Zulassungsstelle war kein Original, sondern ein von einem amtlichen Schreiben abgetrenntes Wappen. Die 32-jährige Fahrerin habe angegeben, sie sei auf dem Weg zum Straßenverkehrsamt, um den Wagen dort vorzuführen. Dort war aber längst Dienstschluss.
Die Beamten untersagten ihr die Weiterfahrt und schrieben eine Anzeige - unter anderem wegen des Verdachts des Kennzeichenmissbrauchs.


Meldung vom 14.01.2017                                                                                                                                                           


Briefmarken noch aktuell ?


(wm) 2016 fragten sich viele Vereine, Verbände und andere Gruppierungen, wie denn die Zukunft der Philatelie angesichts bekannter Probleme aussehen möge. Die Frage nach dem „Quo vadis“ wurde mehrfach publikumswirksam gestellt, so z.B. bei der Ausstellung in Heidelberg im Juli 2016 oder mit Blick auf die sog. „high level philately“ bei einer Jahrestagung der Europäischen Akademie der Philatelie Anfang November 2016 in Venedig.

„Hat das Briefmarken sammeln überhaupt noch eine Zukunft?“ Diese Frage stellte die erste deutsche Briefmarkenzeitschrift, das „Magazin für Briefmarken-Sammler“, bereits am 1. Juli 1863! Seitdem wird diese Frage in der ein oder anderen Form immer wieder gestellt. In den letzten Jahren mit zunehmend größerer Skepsis.

Angesichts der seitdem, zumal in den letzten Jahren, gewachsenen Verunsicherung, sei gerne eine Antwort von Albert Friedemann, dem legendären Forscher und Experten der Kolonialphilatelie, aus dem Jahr 1929 wiedergegeben, der sich damals zum Problem wie folgt äußerte:

„Das Briefmarkensammeln wird so lange eine gute Zukunft haben, als es überhaupt noch Briefmarken gibt und sich noch immer Personen finden, welche nicht etwa nur des Gewinnes halber, sondern aus reiner Liebe zum Briefmarkensammeln sich damit befassen, Personen, welche sich allein an der Freude, die die Beschäftigung mit Briefmarken gewähren kann, genügen lassen und welche die beim Briefmarkensammeln erlebte Freude als Gewinn für ihr Leben betrachten.“ (aus: Die Basler Taube, Nr. 9/1. Jg., Mai 1929, S. 187)

 

Das Briefmarkensammeln wird so lange eine gute Zukunft haben, als es überhaupt noch Briefmarken gibt

Das ist glaube ich der entscheidende Satz. Zu der Zeit wo das geschrieben wurde, waren Briefmarken ein Massenprodukt, das für den Postverkehr gebraucht wurde und so gab es auch massenhaft Briefmarkensammler. Noch in meiner Jungend sammelte in der Schulklasse fast jeder Briefmarken.
Aber heute? Die Briefmarken werden eigentlich nur noch für die (zahlungskräftigen) Sammler produziert, die sie möglichst postfrisch in die Alben stecken sollen. Die Post braucht sie eigentlich nicht mehr als Rationalisierungsinstrument.

der zweite Teil der Aussage wird dagegen immer gelten:

  

solange sich noch immer Personen finden, welche nicht etwa nur des Gewinnes halber, sondern aus reiner Liebe zum Briefmarkensammeln sich damit befassen, Personen, welche sich allein an der Freude, die die Beschäftigung mit Briefmarken gewähren kann, genügen lassen und welche die beim Briefmarkensammeln erlebte Freude als Gewinn für ihr Leben betrachten.

Bei dieser Betrachtungsweise müssen wir uns aber damit abfinden, dass es kein Massenphänomen mehr ist, zumal in der Jungend heute andere Dinge als Freude und Gewinn für das Leben empfunden werden.

Philaseiten.de

Meldung vom 14.01.2017                                                                                                                                                           


Briefmarken noch aktuell ?


(wm) 2016 fragten sich viele Vereine, Verbände und andere Gruppierungen, wie denn die Zukunft der Philatelie angesichts bekannter Probleme aussehen möge. Die Frage nach dem „Quo vadis“ wurde mehrfach publikumswirksam gestellt, so z.B. bei der Ausstellung in Heidelberg im Juli 2016 oder mit Blick auf die sog. „high level philately“ bei einer Jahrestagung der Europäischen Akademie der Philatelie Anfang November 2016 in Venedig.

„Hat das Briefmarken sammeln überhaupt noch eine Zukunft?“ Diese Frage stellte die erste deutsche Briefmarkenzeitschrift, das „Magazin für Briefmarken-Sammler“, bereits am 1. Juli 1863! Seitdem wird diese Frage in der ein oder anderen Form immer wieder gestellt. In den letzten Jahren mit zunehmend größerer Skepsis.

Angesichts der seitdem, zumal in den letzten Jahren, gewachsenen Verunsicherung, sei gerne eine Antwort von Albert Friedemann, dem legendären Forscher und Experten der Kolonialphilatelie, aus dem Jahr 1929 wiedergegeben, der sich damals zum Problem wie folgt äußerte:

„Das Briefmarkensammeln wird so lange eine gute Zukunft haben, als es überhaupt noch Briefmarken gibt und sich noch immer Personen finden, welche nicht etwa nur des Gewinnes halber, sondern aus reiner Liebe zum Briefmarkensammeln sich damit befassen, Personen, welche sich allein an der Freude, die die Beschäftigung mit Briefmarken gewähren kann, genügen lassen und welche die beim Briefmarkensammeln erlebte Freude als Gewinn für ihr Leben betrachten.“ (aus: Die Basler Taube, Nr. 9/1. Jg., Mai 1929, S. 187)

 

Das Briefmarkensammeln wird so lange eine gute Zukunft haben, als es überhaupt noch Briefmarken gibt

Das ist glaube ich der entscheidende Satz. Zu der Zeit wo das geschrieben wurde, waren Briefmarken ein Massenprodukt, das für den Postverkehr gebraucht wurde und so gab es auch massenhaft Briefmarkensammler. Noch in meiner Jungend sammelte in der Schulklasse fast jeder Briefmarken.
Aber heute? Die Briefmarken werden eigentlich nur noch für die (zahlungskräftigen) Sammler produziert, die sie möglichst postfrisch in die Alben stecken sollen. Die Post braucht sie eigentlich nicht mehr als Rationalisierungsinstrument.

der zweite Teil der Aussage wird dagegen immer gelten:

  

solange sich noch immer Personen finden, welche nicht etwa nur des Gewinnes halber, sondern aus reiner Liebe zum Briefmarkensammeln sich damit befassen, Personen, welche sich allein an der Freude, die die Beschäftigung mit Briefmarken gewähren kann, genügen lassen und welche die beim Briefmarkensammeln erlebte Freude als Gewinn für ihr Leben betrachten.

Bei dieser Betrachtungsweise müssen wir uns aber damit abfinden, dass es kein Massenphänomen mehr ist, zumal in der Jungend heute andere Dinge als Freude und Gewinn für das Leben empfunden werden.

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Meldung vom 14.01.2017                                                                                                                                                           


Briefmarken noch aktuell ?


(wm) 2016 fragten sich viele Vereine, Verbände und andere Gruppierungen, wie denn die Zukunft der Philatelie angesichts bekannter Probleme aussehen möge. Die Frage nach dem „Quo vadis“ wurde mehrfach publikumswirksam gestellt, so z.B. bei der Ausstellung in Heidelberg im Juli 2016 oder mit Blick auf die sog. „high level philately“ bei einer Jahrestagung der Europäischen Akademie der Philatelie Anfang November 2016 in Venedig.

„Hat das Briefmarken sammeln überhaupt noch eine Zukunft?“ Diese Frage stellte die erste deutsche Briefmarkenzeitschrift, das „Magazin für Briefmarken-Sammler“, bereits am 1. Juli 1863! Seitdem wird diese Frage in der ein oder anderen Form immer wieder gestellt. In den letzten Jahren mit zunehmend größerer Skepsis.

Angesichts der seitdem, zumal in den letzten Jahren, gewachsenen Verunsicherung, sei gerne eine Antwort von Albert Friedemann, dem legendären Forscher und Experten der Kolonialphilatelie, aus dem Jahr 1929 wiedergegeben, der sich damals zum Problem wie folgt äußerte:

„Das Briefmarkensammeln wird so lange eine gute Zukunft haben, als es überhaupt noch Briefmarken gibt und sich noch immer Personen finden, welche nicht etwa nur des Gewinnes halber, sondern aus reiner Liebe zum Briefmarkensammeln sich damit befassen, Personen, welche sich allein an der Freude, die die Beschäftigung mit Briefmarken gewähren kann, genügen lassen und welche die beim Briefmarkensammeln erlebte Freude als Gewinn für ihr Leben betrachten.“ (aus: Die Basler Taube, Nr. 9/1. Jg., Mai 1929, S. 187)

 

Das Briefmarkensammeln wird so lange eine gute Zukunft haben, als es überhaupt noch Briefmarken gibt

Das ist glaube ich der entscheidende Satz. Zu der Zeit wo das geschrieben wurde, waren Briefmarken ein Massenprodukt, das für den Postverkehr gebraucht wurde und so gab es auch massenhaft Briefmarkensammler. Noch in meiner Jungend sammelte in der Schulklasse fast jeder Briefmarken.
Aber heute? Die Briefmarken werden eigentlich nur noch für die (zahlungskräftigen) Sammler produziert, die sie möglichst postfrisch in die Alben stecken sollen. Die Post braucht sie eigentlich nicht mehr als Rationalisierungsinstrument.

der zweite Teil der Aussage wird dagegen immer gelten:

  

solange sich noch immer Personen finden, welche nicht etwa nur des Gewinnes halber, sondern aus reiner Liebe zum Briefmarkensammeln sich damit befassen, Personen, welche sich allein an der Freude, die die Beschäftigung mit Briefmarken gewähren kann, genügen lassen und welche die beim Briefmarkensammeln erlebte Freude als Gewinn für ihr Leben betrachten.

Bei dieser Betrachtungsweise müssen wir uns aber damit abfinden, dass es kein Massenphänomen mehr ist, zumal in der Jungend heute andere Dinge als Freude und Gewinn für das Leben empfunden werden.

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Meldung vom 14.01.2017                                                                                                                                                           


Briefmarken noch aktuell ?


(wm) 2016 fragten sich viele Vereine, Verbände und andere Gruppierungen, wie denn die Zukunft der Philatelie angesichts bekannter Probleme aussehen möge. Die Frage nach dem „Quo vadis“ wurde mehrfach publikumswirksam gestellt, so z.B. bei der Ausstellung in Heidelberg im Juli 2016 oder mit Blick auf die sog. „high level philately“ bei einer Jahrestagung der Europäischen Akademie der Philatelie Anfang November 2016 in Venedig.

„Hat das Briefmarken sammeln überhaupt noch eine Zukunft?“ Diese Frage stellte die erste deutsche Briefmarkenzeitschrift, das „Magazin für Briefmarken-Sammler“, bereits am 1. Juli 1863! Seitdem wird diese Frage in der ein oder anderen Form immer wieder gestellt. In den letzten Jahren mit zunehmend größerer Skepsis.

Angesichts der seitdem, zumal in den letzten Jahren, gewachsenen Verunsicherung, sei gerne eine Antwort von Albert Friedemann, dem legendären Forscher und Experten der Kolonialphilatelie, aus dem Jahr 1929 wiedergegeben, der sich damals zum Problem wie folgt äußerte:

„Das Briefmarkensammeln wird so lange eine gute Zukunft haben, als es überhaupt noch Briefmarken gibt und sich noch immer Personen finden, welche nicht etwa nur des Gewinnes halber, sondern aus reiner Liebe zum Briefmarkensammeln sich damit befassen, Personen, welche sich allein an der Freude, die die Beschäftigung mit Briefmarken gewähren kann, genügen lassen und welche die beim Briefmarkensammeln erlebte Freude als Gewinn für ihr Leben betrachten.“ (aus: Die Basler Taube, Nr. 9/1. Jg., Mai 1929, S. 187)

 

Das Briefmarkensammeln wird so lange eine gute Zukunft haben, als es überhaupt noch Briefmarken gibt

Das ist glaube ich der entscheidende Satz. Zu der Zeit wo das geschrieben wurde, waren Briefmarken ein Massenprodukt, das für den Postverkehr gebraucht wurde und so gab es auch massenhaft Briefmarkensammler. Noch in meiner Jungend sammelte in der Schulklasse fast jeder Briefmarken.
Aber heute? Die Briefmarken werden eigentlich nur noch für die (zahlungskräftigen) Sammler produziert, die sie möglichst postfrisch in die Alben stecken sollen. Die Post braucht sie eigentlich nicht mehr als Rationalisierungsinstrument.

der zweite Teil der Aussage wird dagegen immer gelten:

  

solange sich noch immer Personen finden, welche nicht etwa nur des Gewinnes halber, sondern aus reiner Liebe zum Briefmarkensammeln sich damit befassen, Personen, welche sich allein an der Freude, die die Beschäftigung mit Briefmarken gewähren kann, genügen lassen und welche die beim Briefmarkensammeln erlebte Freude als Gewinn für ihr Leben betrachten.

Bei dieser Betrachtungsweise müssen wir uns aber damit abfinden, dass es kein Massenphänomen mehr ist, zumal in der Jungend heute andere Dinge als Freude und Gewinn für das Leben empfunden werden.

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Meldung vom 23.12.2016                                                                                                                                                             

Tamdakht Meteorite Strike

22. Dezember 2016 – Für Cook Islands gestaltet Coin Invest mit „Tamdakht Meteorite Strike” eine Münze, deren intentionelle Überprägung die Oberfläche wie ein Krater wirken lässt. Wie die Einschlagstelle des Himmelskörpers erscheint der Durchbruch, der jede Münze der auf 2500 Stück limitierten Auflage zu einem Unikat macht.

Auf der Vorderseite ist, neben einem Durchbruch im Münzgrund, der gekrönte Kopf von Elisabeth II. n. r. zu sehen, dazu ihr Name, die Bezeichnung der Ausgabenation sowie der Nennwert.

Die Rückseite erscheint in ihrem zerklüfteten Relief wie ein Krater, mit einem Durchbruch im Zentrum.

 

Am 20. Dezember 2008, um 22:37 Uhr Ortszeit, schlug nördlich von Tamdakht in Marokko ein Meteorit auf. Augenzeugen berichteten von einem gleißenden Feuerball am Himmel, begleitet von Donnergrollen und Schockwellen. Glaubte man zunächst an eine Explosion oder einen Maschinenabsturz, war nach dem Fund von Gesteinsbrocken klar, dass es sich um einen Meteoriten handelte. Dessen Fragmente im Gesamtgewicht von ca. 100 Kilogramm waren über eine Fläche von gut 72 Quadratkilometern verstreut. In der Geschichte Marokkos markiert Tamdakht damit den bislang bedeutendsten Meteoriteneinschlag.


Ein Gesteinsfragment auf eine Münze zu bringen, galt noch vor wenigen Jahren als innovativ. Heute dagegen braucht es schon etwas mehr, damit eine numismatische Kreation Aufsehen erregt.

Meldung vom 10.12.2016                                                                                                                                                       


 Eskalation: Indische Regierung beschlagnahmt Gold


Die Steuerbehörden in Indien führen landesweit Razzien und Beschlagnahmungen von Geld und Gold in Privathaushalten durch, wenn Verdacht auf steuerlich nicht deklarierte Vermögenswerte besteht.


Der indische Staat forciert die Schwarzgeldbekämpfung und führt einen regelrechten Krieg gegen die Anonymität von Vermögenswerten. Laut Medienberichten führen Steuerbehörden verstärkt Hausdurchsuchungen und Beschlagnahmungen durch, wenn Verdacht auf Steuerhinterziehung oder verdeckte Vermögenswerte besteht. Das betrifft auch Gold und Goldschmuck. Dies meldete unter anderem Bloomberg.

Von einer Beschlagnahmung und Strafsteuer ausgeschlossen sind Vermögenswerte, die nachweislich legal erworben und im Rahmen der Einkommenssteuer deklariert wurden. Das betrifft auch weitere Teile der Landbevölkerung, die ihre Einkünfte vielfach in Gold tauschen.

Außerdem unangetastet bleiben laut Medienberichten bestimmte Goldmengen pro Person, unabhängig davon, ob ein Nachweis über die dessen „Rechtmäßigkeit“ vorliegt. Verheirateten Frauen in Indien wird ein Goldbesitz von 500 Gramm gewährt. Unverheiratete Frauen dürfen 250 Gramm Gold behalten, männliche Familienmitglieder 100 Gramm. Darüber hinaus ist jeder Goldbesitz in unbegrenzter Menge gestattet, solange der Nachweis über dessen rechtmäßigen und steuerrechtlich sauberen Erwerb erbracht wird.

   

Laut South Asia Times wurden bei mehreren Razzien landesweit schon Anfang Dezember 60 Millionen Rupien (umgerechnet rund 816.000 Euro), 7 Kilogramm an Goldschmuck und zwei Sportwagen konfisziert. Es soll sich um Vermögenswerte handeln, die illegal erworben wurden. Gold- und Schmuckhändler waren zuvor aufgefordert worden, den Steuerbehörden Kundendaten über zurückliegende Verkäufe vorzulegen (Goldreporter berichtete).

Steuerrazzien sind in Indien allerdings nichts Neues. Schon seit Jahren führen die Behörden bei Verdacht immer wieder Hausdurchsuchungen durch. Die aktuellen Maßnahmen sind jedoch von weitaus größerer Tragweite. So arbeitet die Regierung nun an einer Überarbeitung der geltenden Steuergesetzgebung. Unter anderem sollen die Geldstrafen und Steuernachzahlungen für nicht deklarierte Vermögenswerte drastisch angehoben werden, so dass sich Sätze von bis zu 90 Prozent des Vermögenswerts ergeben. India Today berichte ausführlich darüber. Der Entwurf für die Gesetzesänderung ist im Internet als PDF abrufbar.

Mittlerweile wird die Politik des indischen Premiers Narendra Modi nicht mehr nur als schlichte Schwarzgeldbekämpfung angesehen. Offensichtliches Ziel ist es, das Bargeld früher oder später ganz abzuschaffen.

Hintergrund: Der Bargeldverkehr in Indien wurde im vergangenen November extrem eingeschränkt. Laut den neuen Bestimmungen der indischen Zentralbank durften Einzelpersonen pro Tag nur noch 2.500 Rupien (34 Euro) von Bankautomaten und nur noch 24.000 Rupien (330 Euro) pro Woche am Bankschalter abheben. (Siehe: Hindustan Times)

In einer Übernachtaktien hatte die indische Regierung am 10. November alle 500- und 1.000-Rupien-Scheine für ungültig erklärt. Angeblich besteht 85 Prozent des in Umlauf befindlichen Bargelds in Indien aus diesen Noten. Die Bürger wurden zum Austausch der Scheine aufgefordert. Ein neuer 500-Rupien-Schein sowie eine 2.000-Rupien-Banknoten wurden dafür neu ausgegeben.

Bis zum 3. Dezember hatten die Inder entsprechende Banknoten im Wert von 185 Milliarden US-Dollar auf ihre Bankkonten eingezahlt. Das meldete Bloomberg. Noch bis Jahresende können Bargeldbesitzer die alten Banknoten bei ihrer Bank einzahlen.

Die Goldnachfrage in Indien war nach dem selektiven Bargeldverbot stark angestiegen


Meldung vom 02.12.2016                                                                                                                                               

Neue Automatenmarken im Januar


   Verfasst am 30. November 2016   von Redaktion Deutsche Briefmarken Zeitung   in Deutschland

  Spekuliert wurde schon länger darüber, ob und wann es neue Automatenmarken geben würde, jetzt ist es offiziell: Am 3. Januar 2017 werden das Brandenburger Tor und der Post Tower Bonn durch zwei neue Motive ersetzt. Thomas Serres gestaltete die Vorlagen für die neuen Automatenmarken zum Thema „Briefe schreiben“ bzw. „Briefe empfangen“, die am Ausgabetag an 29 Standorten erhältlich sein werden


Meldung vom 21.11.2016                                                                                                                                                             

American-Eagle-Silbermünzen bis Januar nicht mehr lieferbar


Die U.S. Mint kann bis Januar keine American-Eagle-Silbermünzen mehr ausliefern. Die Prägeanstalt wurde vom jüngsten Nachfrageschub überrascht.

Die amerikanische Prägeanstalt U.S. Mint hat den Verkauf von Silbermünzen der Sorte American Eagle ausgesetzt. Silber hat offensichtlich für einen unerwarteten Nachfrageschub gesorgt, so dass die vorhandenen Bestände in kürzester Zeit ausverkauft waren.

   

Laut den Angaben auf der Internetseite des U.S. Mint wurden im November bislang 2.196.000 American Silver Eagles zu je einer Unze ausgeliefert. Im Gesamtmonat Oktober waren es 3.825.000 Stück.

In der Vergangenheit wurde der Verkauf der beliebten Silberanlagemünzen immer wieder ausgesetzt, weil die Prägeanstalt nicht genügend Münzrohlinge verfügbar hatte.


Meldung vom 18.11.2016                                                                                                                                                          

Altersvorsorge: Deutsche setzen vermehrt auf Gold

 

Die Deutschen setzen bei der Altersvorsorge vermehrt auf Gold, zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentativen Studie der Postbank in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach. So sehen mittlerweile 19% aller Berufstätigen bundesweit Gold als „ideale Form der Alterssicherung“. Am meisten begehrt ist Gold als private Altersvorsorge in Nordrhein Westfalen. Hier sehen 25% aller Berufstätigen Gold als „ideale Form der Alterssicherung“.

Das große und weiter wachsende Vertrauen in die Sicherheit bei einer Investition in Gold ist dabei ein wesentlicher Grund. So halten Goldbarren oder Goldmünzen inzwischen 30% aller Berufstätigen in Deutschland für eine „besonders sicherer Altersvorsorge“. Im letzten Jahr fanden dieses nur 26%.

Zum Vergleich in diesen Jahr nannten nur 24% beziehungsweise 22% Berufstätigen Private Rentenversicherungen und Renten aus Lebensversicherungen als „besonders sichere Altersvorsorgeform“, festverzinsliche Wertpapiere wie Bundesschatzbriefe, Pfandbriefe sowie Festgeldanlagen oder Sparbriefe kommen jeweils lediglich auf 16 Prozent.

Gold dürfte nach den Zahlen aus der Studie auch in Zukunft wenig an Attraktivität verlieren. So planen 8% derjenigen die ihre Altersvorsorge verstärken wollen, den Erwerb von Goldmünzen und Goldbarren.  Gerade bei den jüngeren (16-29 Jahre) ist das Interesse an Gold stark gestiegen, so hat es sich gegenüber dem Vorjahr sogar verdoppelt. Bei den älteren ab 50 Jahren ist das Interesse dagegen gesunken.

Die Postbank mahnt angesichts des aktuell hohen Preisniveaus bei Gold allerdings vor einer schnellen Investition. „Der Preis für das Edelmetall hat sich in den letzten drei Jahren mehr als verdoppelt“, so Dr. Marco Bargel, Chefvolkswirt der Postbank. „Insbesondere in Krisenzeiten ist Gold bei Anlegern als „sicherer Hafen“ sehr beliebt.“ Die damit verbundene Nachfrage hat zu einem starken Preisanstieg beigetragen. Da sich der Goldpreis nach Ansicht der Postbank-Analysten von seinem fundamental gerechtfertigten Niveau entfernt hat, ist eine Abwärtskorrektur der Preise wahrscheinlich.

Meldung vom 17.11.2016                                                                                                                                                


Deutschlands Neuausgaben 2017


17. November 2016 – Das Bundesministerium der Finanzen hat bekanntgegeben, welche Sammlermünzen für das Jahr 2017 geplant sind. Die abschließende Entscheidung nach § 5 Münzgesetz bleibt dem Bundeskabinett vorbehalten.


2-Euro-Münze "Rheinland-Pfalz"

Motiv: Porta Nigra; Serie Bundesländer
Prägestätten: A, D, F, G, J
Ausgabetag: 3. Februar 2017


5-Euro-Innovative Münze "Tropische Zone"

Serie Klimazonen der Erde
Prägestätten: A, D, F, G, J
Ausgabetag: 27. April 2017


20-Euro-Silbergedenkmünzen

Bremer Stadtmusikanten (Serie Grimms Märchen)
Prägestätte: J

Ausgabetag: 9. Februar 2017


500 Jahre Reformation

Prägestätte: A
Ausgabetag: 6. April 2017


300. Geburtstag Johann Joachim Winckelmann

Prägestätte: F
Ausgabetag: 12. Oktober 2017


Laufmaschine von Karl Drais 1817

Prägestätte: G
Ausgabetag: 13. Juli 2017


50 Jahre Deutsche Sporthilfe

Prägestätte: D
Ausgabetag: 4. Mai 2017


20-Euro-Goldmünze

Motiv: Pirol (Serie Heimische Vögel)
Prägestätten: A, D, F, G, J
Ausgabetag: 22. Juni 2017


50-Euro-Goldmünze

Motiv: Lutherrose
Prägestätten: A, D, F, G, J
Ausgabetag: 24. Mai 2017


100-Euro-Goldmünze

Motiv: Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg (Serie UNESCO Welterbestätten in Deutschland)
Prägestätten: A, D, F, G, J
Ausgabetag: 2. Oktober 2017


Meldung vom 12.11.2016                                                                                                                                        

Neue 5-Euro-Sammlermünzserie "Klimazonen der Erde"

Das Bundesministerium der Finanzen plant die Ausgabe einer fünfteiligen Serie von 5-Euro-Sammlermünzen mit farbigem Polymerring. Die neue Serie "Klimazonen der Erde" schließt thematisch an die erste innovative 5-Euro-Sammlermünze "Planet Erde" (Weltneuheit mit dem blauen Ring) an, die im April 2016 emittiert wurde.

Die Serie soll 2017 mit einer Ausgabe zur "Tropischen Zone" beginnen und 2021 mit einer Münze zur "Polaren Zone" enden. Die Farbzuordnung der Polymerringe erfolgt entsprechend den vorherrschenden klimatischen Verhältnissen der einzelnen Zonen anhand der Temperatur-Farbskala: von heiß (rot) bis kalt (violett). So ist für die Ausgabe "Tropische Zone" im Jahr 2017 ein lichtdurchlässiger roter Polymerring vorgesehen. Jede der fünf Münzstätten Deutschlands wird die Münze mit einem Polymerring in einem anderen Rotton prägen. Die Gesamtauflage der Münze soll 2,3 Millionen Stück betragen, davon 300.000 Stück in der Sammlerqualität Spiegelglanz.

Die Ausgabe der ersten Münze der neuen Serie ist im Frühjahr 2017 vorgesehen. Die Münze in Stempelglanzqualität wird zum Nennwert von 5 Euro über die Filialen der Deutschen Bundesbank in den Verkehr gebracht. Die Spiegelglanzversion wird zu einem über dem Nennwert liegenden Preis bei der Verkaufsstelle für Sammlermünzen (www.deutsche-sammlermuenzen.de) erhältlich sein.

Die Serie in Daten

Thema der Serie:

Klimazonen der Erde

Nennwert:

5 Euro

Laufzeit der Serie:

2017-2021

Münzausgabe pro Jahr:

1

Ausgabetag:

Frühjahr 2017; genauer Ausgabetag noch nicht bekannt

Material:

Kupfer-Nickel-Werkstoffe, Polymer

Prägequalitäten:

Spiegelglanz und Stempelglanz

Masse:

9 g

Durchmesser:

27,25 mm

Prägestätten:

Berlin (A), München (D), Stuttgart (F), Karlsruhe (G), Hamburg (J)

Auflagenhöhe:

Gesamtauflage der Ausgabe 2017: 2,3 Mio. Stück
(davon 300.000 Stück Spiegelglanz und 2 Mio. Stück Stempelglanz)

(Änderungen vorbehalten)


Die einzelnen Münzausgaben der Serie "Klimazonen der Erde"

Ausgabejahr

Münze

Farbe des Polymerrings

2017

"Tropische Zone"

Rot

2018

"Subtropische Zone"

Orange

2019

"Gemäßigte Zone"

Grün

2020

"Subpolare Zone"

Türkis

2021

"Polarzone"

Violett


(Änderungen vorbehalten)

Die abschließende Entscheidung bleibt nach § 5 des Münzgesetzes dem Bundeskabinett vorbehalten.
    
VfS

Meldung vom 05.11.2017                                                                                                                          

Der gefälschte Mond

Vor 25 Jahren – die Deutschen begannen, sich an die Wiedervereinigung zu gewöhnen – endete die Ära der DDR-Postwertzeichen. Bekanntlich waren nach der Einführung der Deutschen Mark in der DDR, die zum 1. Juli 1990 erfolgte, am Tag darauf neun Freimarken und dann bis zum letzten Tag der DDR noch insgesamt 13 Sondermarken erschienen. Hinzu kamen Markenheftchen, Ganzsachen, Maximumkarten und manches mehr. Sie alle wurden in der DDR und nach der Einheit in den neuen Bundesländern für DM verkauft, waren auch in der „alten“ Bundesrepublik gültig und konnten bis zum 31. Dezember 1991 verwendet werden.

Ebenso wie bei den Freimarken der DDR in D-Mark (siehe auch DBZ 16/2015) existieren bei diesen Sonderausgaben Fälschungen und Manipulationen. So mancher glaubte damit, in einer Zeit nicht nur politischer, sondern auch postalischer Veränderungen und Unsicherheiten das schnelle Geld machen zu können. Insgesamt gab es fünf Sondermarken-Ausgaben in DM …

DBZ

     

Meldung vom 21.10.2016                                                                                                                                                                


Weihnachtsmarke: Ausgabe verschoben

     

Eine schöne Bescherung erlebte die Deutsche Post bei der Herstellung der Sondermarke „Weihnachtskugel“. Schon ein Rechtschreibfehler auf einem Postwertzeichen ruft gewöhnlich große Heiterkeit hervor. Drei orthografische Missgeschicke sind allerdings eindeutig zu viel. Daher verschob die Deutsche Post den Druck der Sonderbriefmarke mit der Christbaumkugel, weshalb der Ausgabetag 2. November nicht mehr zu halten war. Als neuen Ersttag legte die Deutsche Post den 30. November fest.

DBZ

                 

Meldung vom 11.09.2016                                                                                                                                                               

„Lutherrose“ auf 50-Euro-Goldmünze


Im ersten Halbjahr 2017, dem Gedenkjahr zu Ehren Martin Luthers, wird eine 50-Euro-Goldmünze „Lutherrose“ ausgegeben. Der Entwurf der Münze stammt von der Künstlerin Adelheid Fuss aus Geltow. Die Münze wird aus Feingold (999,9 Tausendteile) bestehen, ihre Masse 7,78 Gramm betragen, der Durchmesser 20 Millimeter. Die Münze wird in Stempelglanzqualität geprägt und der Münzrand geriffelt ausgeführt. Es ist vorgesehen, die Goldmünze zu gleichen Teilen von den fünf deutschen Münzstätten (Berlin, München, Stuttgart, Karlsruhe und Hamburg) prägen zu lassen. Die Verkaufsstelle für Sammlermünzen der Bundesrepublik Deutschland (VfS) wird über den genauen Preis und die konkreten Bestellmodalitäten rechtzeitig vor Ausgabe der Münze informieren.

DBZ



Meldung vom 30.08.2016                                                                                                                                                            

Bunte Ringe für die Klimazonen: neue Sammlermünzenserie

Im April 2016 kam die Weltneuheit heraus: eine 5 Euro Sammlermünze „Planet Erde“ mit blauem Polymerring.

Von heißem Rot bis zum kalten Violett sind die lichtdurchlässigen Ringe der neuen fünfteiligen 5-Euro-Sammlermünzserie „Klimazonen der Erde” gefärbt, so eine Mitteilung des Bundesfinanzministeriums. Die Serie schließt sich an die Sammlermünze „Planet Erde” an, die im April ausgegeben wurde und weltweit erstmals einen farbigen Polymerring enthielt.

Das Bundesministerium der Finanzen plant den Ausgabestart 2017. Nächstes Jahr soll eine Ausgabe zur „Tropischen Zone“ mit rotem Ring erscheinen. 2018 ist eine Münze zur „Subtropischen Zone“ in Orange. Die „Gemäßigte Zone“ in Grün ist für 2019 geplant, die Münze „Subpolare Zone“ mit türkisfarbenem Ring erscheint voraussichtlich 2020. Die „Polare Zone“ trägt 2021 einen violetten Ring. Die Farbzuordnung der Polymerringe orientiert sich an der Temperatur-Farbskala.

Die Münze „Tropischen Zone“ wird in jeder der fünf Münzstätten Deutschlands mit einem Polymerring in einem anderen Rotton prägen. Die Gesamtauflage der Münze soll 2,3 Millionen Stück betragen, davon 300.000 Stück in der Sammlerqualität Spiegelglanz. Die Münze in Stempelglanzqualität wird zum Nennwert von 5 Euro über die Filialen der Deutschen Bundesbank in den Verkehr gebracht. Die Spiegelglanzversion ist zu einem über dem Nennwert liegenden Preis bei der Verkaufsstelle für Sammlermünzen (www.deutsche-sammlermuenzen.de) erhältlich. Der Ausgabetag ist noch nicht bekannt. Die Münze mit dem Durchmesser 27,25 Millimeter besteht aus Kupfer-Nickel-Werkstoffen und Polymer.

Änderungen sind laut Bundesministerium vorbehalten. Nach Paragraf 5 des Münzgesetzes hat das Bundeskabinett das letzte Wort.

DBZ



Meldung vom 26.08.2016                                                                                                                                                              


Deutsche wollen Bargeld behalten


Die Mehrheit der Deutschen ist gegen die Abschaffung von Bargeld. 44 % der Befragten würden bei einer Volksabstimmung gegen ein Ende von Schein und Münze stimmen, 20 % würden sich vielleicht dagegen entscheiden, wie eine gestern veröffentlichte Umfrage des Nürnberger Marktforschungsspezialisten GfK-Verein ergab. Nur gut ein Drittel würde für die Abschaffung von Bargeld stimmen - vorausgesetzt man könnte selbst in kleinsten Geschäften elektronisch bezahlen. Am häufugsten begründetetn die Bargeldliebhaber ihre Haltung mit dem besseren Überblick über die Finanzen. Die Befürworter einer Abschaffung sehen die Sache hingegen pragmatisch: Sie finden die Zahlung per Karte oder Smartphone praktisch und einfach.

Schwabo


Meldung vom 12.08.2016                                                                                                                                                            


Portoerhöhung nicht vor 2019

Eine Art Gespenst zog in der vergangenen Woche wieder einmal durch das Internet und die sozialen Medien: Jürgen Gerdes, Mitglied des Konzernvorstands der Deutschen Post, hatte einer großen deutschen Tageszeitung ein Interview gegeben und darin Folgendes geäußert: „Im europäischen Durchschnitt kostet ein Brief 80 Cent. Das wäre sicher auch im wirtschaftlich stärksten Land Europas zu verkraften“. Die – um entscheidende Fakten gekürzte – Meldung dazu versah die Online-Redaktion der gleichen Tageszeitung mit der Überschrift „Post stimmt auf die nächste Portoerhöhung ein“, was sogleich einige Wellen schlug.


„Post will Porto erneut erhöhen“

In den nächsten Meldungen hießen die Titelzeilen sogleich „Post will Porto erneut erhöhen“, die ersten Internet-Kommentatoren empörten sich, und Politiker aus der zweiten Reihe verschickten erste Statements. Auch Interessenverbände wie der Deutsche Verband für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation meldeten sich zu Wort und sprachen von der „sorglosen Überheblichkeit eines privaten Monopolisten“ oder, wie der Bundesverband Paket & Expresslogistik, von „Anmaßung“.

Porto bis Ende 2018 festgeschrieben

Nun ist es aber so: Bei der letzten Portoerhöhung hatte die Bundesnetzagentur zwar eine Erhöhung des Briefportos von 62 auf 70 Cent genehmigt, dieses Porto aber zugleich bis Ende 2018 festgeschrieben. Bis der Wunsch nach einer erneuten Portoerhöhung im Bereich des Standardbriefes in Erfüllung gehen könnte, wird es also frühestens der 1. Januar 2019 sein. Aber Wünschen darf man sich natürlich immer etwas …


DBZ


Meldungvom 10.08.2016                                                                                                                                                                 


Berliner Sonderstempelstelle ist umgezogen

Am 1. August ist die Sonderstempelstelle Berlin umgezogen. Die neue Anschrift lautet:

Für Briefsendungen und Frachtsendungen:
Deutsche Post AG
Sonderstempelstelle Berlin
Eresburgstr. 21
12103 Berlin

Für Briefsendungen (ab dem 5.9.2016):
Deutsche Post AG
Sonderstempelstelle Berlin
11508 Berlin

Es wird darum gebeten, bis zum 5. September bei der Zusendung von Stempelaufträgen an die Sonderstempelstelle Berlin nur die erstgenannte Hausanschrift für Briefsendungen und Frachtsendungen zu verwenden.
Stempelaufträge mit bisheriger Anschrift werden weitergeleitet.
Neu sind auch die Telefonnummer (030 / 75473 3919) sowie die Faxnummer (030 / 75473 3917).


Meldung vom 06.08.2016                                                                                                                     


Post will höheres Porto


Die Deutsche Post hält ein höheres Briefporto für gerechtfertigt. "Im europäischen Durchschnitt kostet ein Brief 80 Cent. das wäre sicher auch im wirtschaftlich stärksten Land Europas zu verkraften", sagte Konzernvorstand Jürgen Gerdes. Der Brief sei in Deutschland "immer noch sehr preiswert". Derzeit kostet es in Deutschland 70 Cent, um einen Standardbrief zu verschicken. Das Porto war erst im vergangenen Jahr um 8 Cent erhöht worden. Die Post hatte sich verpflichtet, das Porto für alle Briefprodukte bis einschließlich 2018 stabil zu halten. Erst am Mittwoch hatte das Unternehmen neue Geschäftszahlen vorgelegt. Die Post legte im zweiten Quartal einen kräftigen Gewinnsprung hin. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 541 Mio. Euro.

Schwabo


Meldung vom 18.07.2016                                                                                                                                                               

  

Deutsche horten altes Geld    

                                                                                                                                                                                                                

Die Deutschen horten noch Milliarden D-Mark

Noch viel altes Geld gehortet: Durch eine Lupe blickt man auf eine 1- und eine 5-Mark-Münze, die auf einem 5- und 10-D-Mark-Geldschein liegen. (Quelle:  dpa) 


Auch mehr als 14 Jahre nach der Einführung des Euro-Bargelds horten viele Menschen in Deutschland weiterhin Mark und Pfennig im Milliarden-Wert. Nach Angaben der Deutschen Bundesbank summierten sich Scheine und Münzen Ende Juni auf 12,76 Milliarden D-Mark.

    

Zwar werden pro Jahr im Schnitt Münzen und Scheine im Wert von 100 Millionen Mark umgetauscht. Doch 167,3 Millionen Banknoten und 23,5 Milliarden Münzen wurden bisher nicht zurückgegeben. Von den Banknoten wird am häufigsten der 10-DM-Schein gehortet - noch 72 Millionen Stück sind im Umlauf. Bei den Münzen ist der Glückspfennig am beliebtesten mit 9,7 Milliarden Stück. Statistisch betrachtet hat also jeder Bürger Deutschlands über 120 Pfennig-Stücke in Kartons und Schubladen versteckt. 

Gesammelt, vergessen, zerstört

Die Hintergründe des Mark-Hortens sind vielfältig. Ein größerer Teil der Münzen und Scheine werde aus nostalgischen Gründen aufbewahrt oder sei bei Sammlern zu finden, vermutet die Bundesbank. Andere dürften verloren gegangen oder zerstört worden sein. 

      

Dass die Bundesbürger überdurchschnittlich stark an ihrer alten Währung hängen, kann die Notenbank allerdings nicht erkennen. Vergleiche man den DM-Rückfluss in Deutschland beispielsweise mit dem Rücklauf von Peseten in Spanien, Lira in Italien und Franc in Frankreich, sei die Entwicklung nicht ungewöhnlich.

Rückgabe in Deutschland weiterhin möglich

Zum Stichtag am 31. Dezember 2001 waren der Bundesbank zufolge noch DM-Banknoten im Wert von 76,57 Milliarden Euro im Umlauf. Wie in Spanien, Frankreich oder Italien seien mehr als 95 Prozent umgetauscht worden.

Im Gegensatz zu Deutschland kann altes Geld in Frankreich und Italien nicht mehr zurückgegeben werden. Die Fristen für Franc und Lira sind bereits abgelaufen. In Spanien ist der Umtausch von Peseten noch bis Ende 2020 möglich.

Bei der Bundesbank ist der Umtausch von D-Mark-Banknoten und -Münzen in Euro jederzeit möglich - gebührenfrei, unbefristet und ohne Limit beim Betrag. Die Bundesbank wechselt das alte Geld in Ausnahmefällen auch postalisch - der Versand geschieht allerdings auf Risiko des Kunden.


Nicht jede Münze einfach umtauschen 


Manchmal ist eine andere Lösung allerdings besser. So hat eine Dame Münzen im Nennwert von mehreren hundert D-Mark zum Umtausch eingereicht, wie die Bundesbank im vergangenen Jahr berichtete: "Darunter befanden sich drei Gedenkmünzen zu jeweils 5 DM aus den 1950er Jahren. Wir haben diese Münzen an die Einreicherin zurückgesandt mit der Bitte, diese bei einem Münzhändler zum Verkauf anzubieten." Die Frau konnte sich freuen: "Statt dem üblichen Umtauschbetrag von 2,56 Euro erhielt sie dort pro Stück 100 Euro!"

T-online


Meldung vom 29.06.2016                                                                                                                                                                


Nachricht zur Petition: Für den Erhalt des privaten Sammelns

Deutsches Kulturgutschutzgesetz wurde angenommen


Liebe Unterstützer der Petition für den Erhalt des privaten Sammelns,

an einem historischen Tag, am 23. Juni, an dem auch die Abstimmung über den Austritt Großbritanniens aus der EU stattfand, hat der deutsche Bundestag mit den Stimmen der Koalition von CDU/CSU und SPD das neue deutsche Kulturgutschutzgesetz angenommen. Der Blick in den Tagungsraum war für jeden deprimierend, der von dem Gesetz betroffen ist. Es waren gerade mal zwei Handvoll Politiker bei der „Diskussion“ des Gesetzes anwesend. Nun muss der Bundesrat noch zustimmen. Sobald er dies getan hat, soll das Gesetz in Kraft treten.
Auch wenn wir mit dem neuen Gesetz nicht zufrieden sind, haben die Politiker doch im Bereich der Münzen und der Fossilien im Vergleich zum ersten Entwurf große Zugeständnisse gemacht. Dies ist Ihnen, den Unterzeichnern der Petition, zu verdanken! Sie haben den Verbänden, die direkt mit den Politikern verhandelt haben, die nötige Rückendeckung und ein besonderes Gewicht gegeben.
Wir haben fast 50.000 Stimmen erreicht, ein Ergebnis mit dem niemand vorher gerechnet hatte! Es fehlen uns nur noch einige wenige daran. Bitte nutzen Sie doch noch einmal Ihren Verteiler, um diejenigen, die bisher nicht unterzeichnet haben, noch zu einer Meinungsäußerung zu veranlassen. Es wäre schön, wenn wir in unserer Pressemeldung auf 50.000 Stimmen verweisen könnten.

Ich möchte jedem einzelnen von Ihnen für Ihren Mut danken, ihre Meinung öffentlich gemacht zu haben.

Und wahrscheinlich werden wir Ihre Stimmen in fünf Jahren wieder brauchen. Einige Politiker haben in der Debatte um das neue Gesetz Verschärfungen gefordert, die anlässlich einer Evaluation in fünf Jahren, beschlossen werden sollen.

Ihre Ursula Kampmann


Meldung vom 17.06.2016                                                                                                                                                            


Neuer 50er wird im Juli gezeigt


2017 sollen die Verbraucher ihn in den Händen haben: Den neuen 50-Euro-Schein. Am 5. Juli wird er erstmals vorgestellt, wie die Europäische Zentralbank gestern mitteilte. Im Frühjahr soll der neue 50er dann in Umlauf gebracht werden. Bessere Sicherheitsmerkmale sollen ihn fälschungssicherer machen. Ein Großteil der 2015 aus den Verkehr gezogenen Blüten waren 20er und 50er. Der 50er ist die am häufigsten genutzte Stückelung der Euro-Banknoten. Mehr als 8 Mrd. davon sind im Umlauf - etwa 45 Prozent aller Euro-Scheine.

Schwabo


Meldung vom 10.06.2016                                                                                                                                                                

Deutsches Reich MiNr. 154 I mit kopfstehendem Aufdruck - Die Geschichte einer Neuentdeckung


Es ist uns allen bekannt, dass bestimmte Gebiete der Philatelie und die dazugehörigen Markenausgaben mit großer Sorgfalt und Hartnäckigkeit bis ins kleinste Detail von Sammlern erforscht wurden und werden. So auch die Inflationsjahre 1920 bis 1923. Die Fülle der im Katalog gelisteten Angaben dazu ist das Ergebnis intensiver Nachforschungen zu diesem Thema. Umso mehr staunt man bei der Nachricht, dass fast 100 Jahre nach Erscheinen der Markenserie, die 1921 erstmals an die Schalter kam, nun noch etwas Neues zu entdecken sein soll. Kaum zu glauben, aber so etwas gibt es doch – wie bei der hier vorgestellten Marke Deutsches Reich MiNr. 154 I a mit kopfstehendem Aufdruck. Die Geschichte der Auffindung dieser Marke ist durchaus mit der anderer Neuentdeckungen vergleichbar.


Drucktechnisch gesehen ist es anzunehmen, dass es wenigstens 100 solcher Marken mit kopfstehendem Aufdruck gegeben hat. Der Schalterverkauf und die Gültigkeit für das Publikum währten für diese Ausgabe nur fünf Monate, von August 1921 bis Januar 1922. Ob die anderen Marken unerkannt im Postverkehr aufgebraucht wurden oder erst danach im Innendienst Verwendung fanden, können wir anhand eines postfrischen Exemplars leider nicht beurteilen. Es könnte theoretisch natürlich sein, dass eine solche Abart in den zurückliegenden 95 Jahren schon einmal gefunden wurde, da sie aber bisher im MICHEL-Katalog nicht gelistet ist, ist dies zu bezweifeln.

Nun soll aber diese Neuentdeckung auch ein Aufruf an alle Sammler sein, die Augen immer offen zu halten, denn Wunder kann es immer noch geben.
Quelle: Michel Rundschau 05/16 / Autor: Norbert Blistyar


Meldung vom 26.05.2016                                                                                                                                                             


"Alles ziemlicher Unsinn"  Schäuble: Niemand will das Bargeld abschaffen

Wolfgang Schäuble stellt klar: Niemand denkt über die Abschaffung des Bargelds nach. (Quelle:  dpa)


Wolfgang Schäuble (CDU) hat Befürchtungen vor einer Bargeldabschaffung in Deutschland als grundlos zurückgewiesen. Entsprechende Interpretationen seien "alles ziemlicher Unsinn", sagte der Bundesfinanzminister vor dem Verein der Auslandspresse.

 

"Ich finde, wir sollten uns in diese Aufregungsspirale nicht hineinbegeben."

Hintergrund ist der Beschluss der Europäischen Zentralbank (EZB), den 500-Euro-Schein allmählich aus dem Verkehr zu ziehen und die Ausgabe zu stoppen. Die noch in Umlauf befindlichen Fünfhunderter behalten aber ihren Wert und bleiben Zahlungsmittel.

     

Ziel ist es, Terrorfinanzierung und Geldwäsche besser bekämpfen zu können. Aus dem Grund wird auch diskutiert, Bargeldgeschäfte in Deutschland auf maximal 5.000 Euro zu begrenzen.

500-Euro-Schein kaum gesehen

"In Kontinentaleuropa kenne ich niemanden, der die Absicht hat, Bargeld abzuschaffen", sagte Schäuble. Er kenne aber sehr viele, die wie er der Meinung seien, dass Geldwäsche, Steuerhinterziehung und Terrorfinanzierung erfolgreicher bekämpft werden müssten als bisher.

Es gebe nur eine "ganz kleine Zahl von Ländern", die Banknoten mit einem höheren Wert als 500 Euro hätten. Er habe auch zu denen gehört, die vor einigen Monaten vor den EZB-Plänen noch nie einen 500-Euro-Schein gesehen hätten, so Schäuble.

Top-Ökonomen stoßen auf wenig Zustimmung

"Wer nun glaubt, dass die Eurozone sich vom Bargeld verabschiedet, irrt", schrieb Anfang Mai auch EZB-Direktoriumsmitglied Yves Mersch in einem Gastbeitrag für "Spiegel Online". Für viele Bürger symbolisiere Bargeld nicht nur Kaufkraft, sondern stelle gedruckte Privatsphäre dar.

Zuvor hatten sich einige Top-Ökonomen für eine Abschaffung des Bargelds ausgesprochen. "Bei den heutigen technischen Möglichkeiten sind Münzen und Geldscheine tatsächlich ein Anachronismus", sagte der Wirtschaftsweise Peter Bofinger dem "Spiegel". 

Umfrage bringt klares Ergebnis

Auch Rechtspopulisten hatten das Thema aufgegriffen und behauptet, die EZB wolle den Menschen nach dem 500-Euro-Schein auch das restliche Bargeld wegnehmen. Diese Instrumentalisierung des Themas verbreitete sich rasch über die sozialen Netzwerke.

Die Menschen in Deutschland wollen ihre Einkäufe auch in Zukunft in bar bezahlen können. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov aus dem vergangenen Jahr. Demnach würden es drei von vier Befragten ablehnen, wenn in Deutschland der Annahmezwang für Bargeld wegfallen würde.

dpa


Meldung vom 25.05.2016                                                                                                                                                            

Silber-Maple-Leaf-Münzen: Verkäufe erreichen Allzeithoch

Die Royal Canadian Mint hat im ersten Quartal 2016 10,6 Millionen Unzen der populären Maple-Leaf-Silberanlagemünze verkauft: Quartalsrekord!

Die Royal Canadian Mint hat für das erste Quartal 2016 eine Umsatzsteigerung von 22 Prozent gegenüber Vorjahr gemeldet. Insgesamt seien 1,1 Milliarden Münzen und Münzrohlinge abgesetzt worden. Dazu zählen allerdings auch nicht-edle Metalle.

Wie SRSrocco Report berichtet, hat man im gleichen Zeitraum aber 10,6 Millionen Unzen an Silber Maple Leafs verkauft. Das waren 1,5 Millionen Unzen oder 16 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Damit wurde gleichzeitig ein neuer Quartalsrekord erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Verkäufe der Silber Maple Leafs um 19 Prozent.

Die kanadischen Silber Maple Leafs gehören auch unter Anlegern hierzulande zu den begehrtesten Silbermünzen. Auch deshalb, weil die Silberunzen in Deutschland differenzbesteuert angeboten werden. Das heißt, die Mehrwertsteuer von 19 Prozent entfällt nur auf die Händlermarge. Bei Silbermünzen, die Händler aus dem EU-Inland beziehen (z.B. Silber-Philharmoniker), fällt beim Verkauf die volle Mehrwertsteuer an.

Goldreporter


Medung vom 11.05.2016                                                                                                                                                            


2016er Silbermünzen der Perth Mint teilweise ausverkauft

  

Die Silbermünzen Koala und Kookaburra des Jahrgangs 2016 sind aufgrund der limitierten Auflage nicht mehr erhältlich.

Die australische Prägeanstalt Perth Mint hat bekanntgegeben, dass die aktuellen Silbermünzen der Gattungen Koala und Kookaburra ausverkauft sind. In beiden Fällen handelt es sich um die 2016er-Ausgaben zu je einer Unze. Der 2016er Silber-Kookaburra war in einer Auflage von 500.000 Stück geprägt und im November 2015 ausgegeben worden. Der Silber-Koala dieses Jahrgangs hatte nur eine Auflage von 300.000 Exemplaren. Die ersten Stücke wurden im Januar angeboten. Im deutschen Einzelhandel dürfte nur noch einzelne Stücke verfügbar sein.

Weiterhin erhältlich ist das Silber-Känguru, dessen Produktionsmenge nicht grundsätzlich limitiert ist, sondern sich nach der Nachfrage richtet. Von diesen Stücken hat die Perth Mint eigenen Angaben zufolge alleine in den ersten drei Monaten nach Release im August 2015 alleine 5 Millionen Stück abgesetzt.

Die Koala- und Kookaburra-Münzen sind aufgrund ihrer Limitierung in der Regel zu Preisen erhältlich, die weniger nah am aktuellen Silberkurs notieren, als die unlimitierten Sorten. Beim Wiederverkauf ergibt sich dafür oft ein Sammleraufschlag.

Goldreporter.de


Meldung vom 10.05.2016                                                                                                                                                             


Bergsteiger entdeckt Münzen


Dresden. Glücklicher Zufall: Ein fränkischer Bergsteiger ist bei einer Kettertour in der Sächsischen Schweiz Ende April auf ein Versteck mit historischen Silbermünzen gestoßen. Das von Experten des Landesamtes für Archäologie geborgene und sichergestelltes Konvolut umfasst bisher 800 bis 1000 Stücke, wie Landesarchäologin Regina Smolnik gestern bei der Präsentation des Fundes sagte. Die Angaben zu Umfang und Datierung sind noch vorläufig. "Wir hatten noch nicht genug Zeit, alles zu sichten." Laut Smolnik handelt es sich aber "um einen der größten Münzschätze Sachsens aus dieser Epoche". Bisher wurden überwiegend Zahlungsmittel aus dem 17. sowie 18. und frühen 19. Jahrhundert identifiziert  - vom sächsischen Doppelgroschen von 1693 bis zum preußischen Taler von 1817. Das Geld ist vermutlich zwischen 1817 und 1820, kurz nach dem Wiener Kongress, versteckt worden.

Schwabo


Meldung vom 28.04.2016                                                                                                                                                       

  

EZB-Entscheidung im Mai  Ende des 500-Euro-Scheins scheint besiegelt

 

Der 500er hat wohl bald ausgedient.  (Quelle:  Thinkstock by Getty-Images)

 

Das Ende des 500-Euro-Scheins scheint besiegelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) will die ungeliebte Banknote abschaffen, um Kriminellen das Leben schwerer zu machen.


Bei der Sitzung am 4. Mai stehe die Zukunft der größten Euro-Banknote auf der Agenda des EZB-Rates, sagte ein Sprecher der Notenbank.

Austauschprozess noch ungeklärt 

In dem Gremium, dem neben den sechs Mitgliedern des Direktoriums die Notenbankchefs der 19 Euro-Länder angehören, stehen demnach mehrere Szenarien zur Wahl. Alle sähen vor, dass der 500er zeitlich unbegrenzt bei der Zentralbank umgetauscht werden könne. Die Vorschläge unterschieden sich darin, wie schnell der Austauschprozess organisiert wird.

Zu klären wäre zum Beispiel, wie lange der 500er noch produziert und ausgegeben wird. Zum letzten Mal wurde einer EZB-Übersicht zufolge die größte Euro-Banknote im Jahr 2014 gedruckt. Offen ist auch, wie lange der Schein noch gesetzliches Zahlungsmittel wäre. Laut einem Bericht des "Handelsblatts" soll der 500er seinen Status als gesetzliches Zahlungsmittel zunächst behalten. Geschäfte müssen ihn also erst einmal weiter akzeptieren.

Neue kleinere Scheine erforderlich   

Wenn die größte der insgesamt sieben Euro-Banknoten nicht mehr zur Verfügung stünde, müssten die bislang kursierenden 600 Millionen 500er-Scheine schrittweise durch andere Noten mit kleinerem Nennwert ersetzt werden. Dafür müssten neue Scheine gedruckt werden.

  

Die Produktion einer Banknote kostet im Schnitt acht bis neun Cent. Im günstigsten Fall würden dafür mehr als 500 Millionen Euro einkalkuliert, hatte die "FAZ" jüngst berichtet. Zuständig für die Herstellung sind die nationalen Notenbanken. 

Häufig für "kriminelle Zwecke" genutzt  

EZB-Präsident Mario Draghi hatte darauf hingewiesen, dass der 500er für kriminelle Zwecke genutzt werde: "Der 500-Euro-Schein ist ein Instrument für illegale Aktivitäten." Die EU-Finanzminister hatten bei einem Treffen in Februar deutlich gemacht, dass sie von der EZB "angemessene Maßnahmen" mit Blick auf den 500-Euro-Schein erwarten.

Ob mit einer Abschaffung der Banknote kriminelle Machenschaften eingedämmt werden können, ist allerdings umstritten. So argumentierte beispielsweise Schattenwirtschafts-Experte Friedrich Schneider von der Universität Linz, Geldwäsche laufe längst weit überwiegend bargeldlos über Scheinfirmen.

dpa



Meldung vom 26.04.2016                                                                                                                                                                


Post immer noch günstiger im Vergleich zu anderen Staaten

 

Ein Preisvergleich der Deutschen Post in 31 Länder hat ergeben, dass das Verschicken von Standardbriefen in Deutschland trotz der jüngsten, kräftigen Portoerhöhung auf 70 Cent günstiger ist, als im europäischen Schnitt.


Meldung vom 16.04.2016                                                                                                                                                               

 

Für den Erhalt des privaten Sammelns 

 

Der Kulturausschuss weigert sich, die 44.500 Unterschriften der Petition „Für den Erhalt des privaten Sammelns“ entgegenzunehmen.

44.500 Bürger haben die Petition „Für den Erhalt des privatenSammelns“ unterschrieben. Mit ihrer Unterschrift fordern sie, dass mit dem neuen Gesetz keine unerfüllbaren Auflagen für den privaten Sammler verbunden sind. Der Kulturausschuss hat eine offizielle Übergabe der Petition mit fadenscheinigen Gründen zurückgewiesen.

Lörrach, 14. April 2016 – 23,2 Millionen Bundesbürger sammeln. Das entspricht mehr als einem Drittel der Bevölkerung. Sie sammeln Münzen (7,7 Mio.), Briefmarken (6,2 Mio.), Uhren (4,8 Mio.), Mineralien und Fossilien (4,1 Mio.), Antiquitäten (3,6 Mio.) und vieles mehr. Jeder einzelne dieser Sammler ist von dem neuen Kulturgutschutzrecht betroffen.
44.500 Bürger haben sich stellvertretend für die Millionen von Bundesbürgern, die noch nicht wissen, wie sehr das neue Gesetz in ihr Sammeln eingreifen wird, in der Petition „Für den Erhalt des privaten Sammelns“ gegen Bestimmungen des neuen Kulturgutschutzrechts gewehrt.

Als Plattform für diese Petition wurde mit guten Gründen nicht die Petitionsplattform des Deutschen Bundestags gewählt, sondern die neutrale Plattform „openpetition“, die sicherstellt, dass die persönlichen Daten der Unterzeichneten nicht weitergegeben werden.

Die Weigerung des Kulturausschusses, die Petition „Für den Erhaltdes privaten Sammelns“ entgegenzunehmen, erst unter Verweis auf zeitliche Engpässe, dann mit der Begründung, die „Kampagne aufwww.openpetition.de“ könne „ein echtes Petitionsverfahren nicht ersetzen“, war für uns eine böse Überraschung. Wir sind nach wie vor der Meinung, dass auch außerhalb eines offiziellen Petitionsverfahrens Bürger, die mittels einer Unterschrift ihre Meinung öffentlich gemacht haben, Gehör verdienen.

Wenn Sie unsere Meinung teilen, würden wir Sie bitten, dem Präsidenten des Deutschen Bundestags ein E-Mail unter norbert.lammert@bundestag.de zu schreiben. Sie können dafür Ihre eigenen Worte finden oder den von uns vorformulierten Text verwenden.

Mit besten Grüßen
Ihre Ursula Kampmann

 

Betreff: 44.500 Sammler werden nicht gehört

Sehr geehrter Herr Bundestagspräsident,

Als Sammler verfolge ich aufmerksam die Diskussion über die Novelle des deutschen Kulturgutschutzgesetzes. Leider kommen die Anliegen von uns kleinen Sammlern dabei viel zu wenig zum Tragen. Deshalb habe ich die Petition „Für den Erhalt des privaten Sammelns“ unterzeichnet in der Hoffnung, die Verantwortlichen dazu zubewegen, unsere Interessen in ihre Überlegungen mit einzubeziehen. Zu meinem Bedauern musste ich erfahren, dass der Kulturausschuss mit einem Schreiben vom 8. April 2016 / Geschäftszeichen PA22/L/01-0000-01-334 eine offizielle Annahme der Unterschriften ablehnte.
Deshalb bitte ich nun Sie in Ihrer Funktion als Bundestagspräsident Sorge dafür zu tragen, dass unsere Forderungen, die wir in unserer Petition formuliert haben, Eingang finden in die Diskussion des Bundestags über die Gesetzesnovelle:
• Keine Rückwirkung des Gesetzes
• Keine Umkehr der Beweislast
• Eine klare Definition des Begriffs „nationales Kulturgut“ und eine Beschränkung staatlicher Ansprüche ausschließlich auf „nationales Kulturgut“
• Den von bürokratischen Hürden ungehinderten Verkehr von Kulturgut, das nicht als nationales Kulturgut definiert ist, innerhalb der EU, gemäß der garantierten Warenverkehrsfreiheit
• Eine angemessene Beteiligung der Vertreter von Sammlern und Händlern an dem Gesetzfindungsprozess


Meldung vom 16.04.2016                                                                                                                                                              

  

Vom Diebesgut zum Erbstück  Berühmte Briefmarke nach 60 Jahren wieder da

   

Die Welt der Briefmarkenfreunde ist um ein Mysterium reicher: Eine Marke mit dem berühmten und wertvollen Fehldruck "Inverted Jenny" (zu deutsch: "die auf dem Kopf stehende Jenny") ist sechs Jahrzehnte nach ihrem Diebstahl wieder aufgetaucht.

 

Die Briefmarke ist eines der berühmtesten Stücke der Philatelie. Sie verschwand 1955 gemeinsam mit drei weiteren Exemplaren von einer Sammlermesse in Norfolk, Virginia. Zwei davon wurden vor 30 Jahren wiederentdeckt; von den anderen beiden Marken fehlte jedoch jede Spur, ehe ein Stück in diesem Monat bei einem New Yorker Auktionshaus eingereicht wurde. Ihre Echtheit wurde bereits bestätigt.

"Es handelt sich um eine der berüchtigtsten Straftaten in der Geschichte der Philatelie, und ein Teil des Puzzles ist jetzt an seinem Platz", jubelt Scott English, der Verwalter der Amerikanischen Philatelistischen Forschungsbibliothek, der die Marke gehört.

Ein in Großbritannien lebender junger Mann - sein Alter wird mit 20 bis 29 Jahre beschrieben - habe das Exemplar eingereicht, erklärt George Eveleth, der Leiter der Briefmarkenabteilung des Auktionshauses Spink USA. Er habe angegeben, die Marke von seinem Großvater geerbt zu haben und wenig darüber zu wissen. 

Was in den Jahren dazwischen mit der Marke passiert ist, bleibt im Dunkeln. Ebenfalls unklar ist deshalb, ob nun Licht in den Fall von 1955 kommt.

Flugzeug verkehrt herum

Die "Inverted Jenny" unterscheidet sich vom Original dadurch, dass das abgebildete Flugzeug - das den Spitznamen Jenny trug - verkehrt herum auf die Marke gedruckt wurde. Zum Zeitpunkt des Druckes 1918 war sie 24 Cent wert - heute wird ihr Wert auf mehrere hunderttausend Dollar geschätzt.

Während andere Briefmarken noch seltener sind, zeichnet es die Jenny laut George Eveleth aus, dass sie selbst von Nichtsammlern erkannt wird. Als Sinnbild für eine teure Briefmarke fand sie ihren Weg in die Popkultur und 1985 in den Film "Zum Teufel mit den Kohlen" (Originaltitel: "Brewster's Millions"). Später stolperte auch "Simpsons"-Star Homer auf einem Flohmarkt über einen Bogen mit "Inverted Jennys".

 

T-Online


Meldung vom 15.04.2016                                                                                                                                                                  

 

Unser langjähriges Mitglied Erich Fischer ist verstorben. Im Januar erhielt er noch vom 1. Vorsitzenden Jens Buckenberger (li.), die Urkunde für 50 jährige Mitgliedschaft.


Meldung vom 15.04.2016                                                                                                                                                                

 

Lange Schlangen bei der Bundesbank

 

Die neue 5-Euro-Münze hat an ihrem ersten Ausgabetag eine rege Nachfrage erlebt.

 

Bei der Bundesbankzentrale in Frankfurt sowie an ihren regionalen Niederlassungen bildeten sich gestern lange Schlangen von Münzfreunden, die das neue Zahlungsmittel erwerben wollten. Jeder Interessent habe nur eine Münze erhalten, sagte ein Sprecher der Bundesbank. Es sei durchaus möglich, dass auch in kommenden Tagen noch neue 5-Euro-Münzen in den Umlauf kommen, sagte der Sprecher. Die meisten Kunden von gestern dürften die Münze mit dem charakterischen blauen Kunstoffring in der Mitte allerdings sorgsam weglegen und nicht beim nächsten Einkauf als Zahlungsmittel benutzen.

Schwabo


 

Meldung vom 04.04.2016                                                                                                                                                             

  

Auch von der Rolle: Kaiser Karl V.

   

Die Deutsche Post überrascht Kunden und Sammler doch immer wieder gern: Offenbar gibt es Tizians Porträt von Kaiser Karl V. auch als Rollenmarke. Die Bestellnummer in Weiden lautet 012814.

DBZ


Meldung vom 25.03.2016                                                                                                                                                        

Eberfingen bei Stühlingen

 

Kupfer-Gulden des Berggeldes der Eisenschmelze Eberfingen,  vermutlich aus der Zeit 1694-1701. Umschrift: FERRVM FERRO FODIO (Eisen ergrabe ich mit Eisen).Der Ort wird als Eperolfvingga erstmals 929 in einer Urkunde des Klosters St. Gallen genannt. Als ein Kämmerer des Frankenkönigs Chilparich wird ein Eperulf genannt der 584 ermordet wurde. 1275 wird Hugo von Eberfingen erwähnt. Von 1501 bis 1760 bestand das Eisenschmelzwerk Eberfingen in dem vor allem Bohnerze verhüttet wurden. Beteiligt waren daran 1622 das Kloster St. Blasien die Fürstenberger und die Grafen von Sulz, die Grafen von Leiningen und Landgraf Maximilian von Stühlingen.


Meldung vom 20.03.2016                                                                                                                                                                

Neue Ausgabe: Schreibanlässe

Mit einer neuen Ausgabe überrascht die Deutsche Post im Mai: Zusätzlich zu den bisher bereits bekannten Ausgaben erscheinen auch drei Briefmarken zu 70 Cent zum Thema „Schreibanlässe“, offenbar Teil einer neuen Dauerserie. Im Ausgabeprogramm für 2016 waren sie nicht gemeldet worden.

DBZ



Meldung vom 17.03.2016                                                                                                                                                               


Einheitlicher Preis für Silber-Zwanziger

Der amtliche Abgabepreis für alle fünf 20-Euro-Gedenkmünzen des laufenden Jahrgangs beträgt in der Prägequalität Spiegelglanz 34,50 Euro. Das teilte das Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen auf DBZ-Anfrage mit. Damit weicht es von der bisherigen Politik ab, für jede Ausgabe einen eigenen am aktuellen Silberkurs orientierten Preis zu ermitteln.

DBZ


Meldung vom 20.02.2016                                                                                                                                                                 

Edition Freiburger Münster 

Der Freibuger Münsterbauverein e. V. gab unlängst zwei "Marken individuell" für Briefmarkensammler, Freiburger und Freiburg-Fans heraus. Der Spendenanteil dient dem Erhalt des Freiburger Münsters.
Die Edition 2016 greift zwei Aquarelle des deutsch-polnischen Künstlers Christof Jablonka auf: Die Marke mit dem Standard-Briefporto (70 Cent) zeigt eine Ansicht des südlichen Hahnenturms und des romanischen Querhauses.
Postkarten (45 Cent) können mit einem Blick auf das Münster und die Alte     Münsterbauhütte, in der heute der Münsterladen zu finden ist, frankiert werden.
Die Marken für Briefe sind für 1,20 Euro erhältlich, der Postkarten-Wert kostet 90 Cent. Somit ergeben sich Spendenanteile von 50 bzw. 45 Cent pro Briefmarke, die auch auf den Marken vermerkt sind.
Die Marken sind einzeln oder als Bögen mit je 20 Stück exklusiv in Freiburg im Münsterladen in der Herrenstraße 30 erhältlich. 


Meldung vom 02.02.2016                                                                                                                                                    

 

Post erhebt Strafgebühren

Sind Sie schon einmal mit der Bundesbahn gereist und haben völlig unabsichtlich vergessen eine Fahrkarte zu lösen? Sie selbstvermutlich noch nicht, denn der Spass könnte Sie teuer zu stehenkommen: Neben 60 Euro Strafe (erhöhtes Beförderungsentgelt) könnenSie für die Erschleichung der Beförderung mit einer Freiheitsstrafebis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft werden.

Auch die Deutsche Post macht in ihren seit Beginn dieses Jahres gültigen AGB's  jetzt Ernst: "Für eine mit einer gefälschten und/oder manipulierten Briefmarke (abgelöste Briefmarke) frankierte Einzelsendung, oder wenn der Absender nachweislich das Entgelt nicht oder nichtvollständig entrichten will: Einziehungsentgelt bei Fälschung/Manipulation + 30,00 Euro".

philapress


Meldung vom 29.01.2016                                                                                                                           

Sonntags nur noch Emails -  Post will Sonntagsleerung von Briefkästen drastisch zusammenstreichen

Die Sonntagsleerung von Briefkästen wird deutlich eingeschränkt. (Quelle:  dpa)

Die Deutsche Post will sonntags nur noch relativ wenige Briefkästen leeren. Von derzeit bundesweit 11.000 Postkästen, die auch an Sonn- und Feiertagen geleert werden, sollen nur noch rund 2000 übrig bleiben.

Das berichtet die "Rheinische Post". Ralph Wiegand, Chef des deutschen Briefgeschäftes der Post, sagte der Zeitung dazu: "Die Sonntagsbriefkästen haben für den Großteil unserer Kunden keine Bedeutung mehr, was wir auch an der Zahl der sonntags eingeworfenen Sendungen ablesen können. Mit den Einsparungen vermeiden wir Sonntagsarbeit und können das gesparte Geld in den Ausbau unserer Verteilzentren stecken." 

Bleiben sollen Briefkästen mit Sonntagsleerung nach Angaben der Zeitung in Kreisstädten, kreisfreien Städten und an Bahnhöfen mit ICE-Anschluss. Über den Zeitrahmen der Umstellung wurde nichts mitgeteilt.

dpa 

MM


Meldung vom 22.01.2016                                                                                                                                                                

 

Umstrittener Vorschlag  Deutsche-Bank-Chef für eine Welt ohne Bargeld  

Plastik statt Barem: Der Chef der Deutschen Bank stellt sich die Welt ohne Bargeld vor.
  

Braucht man noch Bargeld? Wenn es nach dem Deutsche Bank-Chef John Cryan geht, nein. Denn bare Münze sei teuer, ineffizient - und helfe nur Kriminellen.

 

Nur noch Geldwäscher und andere Kriminelle hätten einen Nutzen von Bargeld, um ihre Geschäfte zu verschleiern, sagte Cryan in dieser Woche beim Weltwirtschaftsforum in Davos - und überraschte mit einer gewagten These: Bargeld werde in den nächsten zehn Jahren verschwinden.

Doch gerade die Deutschen hängen an Schein und Münze. Während etwa Schweden und Dänemark ihren Zahlungsverkehr radikal digitalisieren, zahlen die Menschen in Deutschland nach wie vor vor allem bar: Bei 79 Prozent der Transaktionen, wie die Bundesbank anhand Daten von 2014 errechnet hat. Gut die Hälfte (53 Prozent) der Umsätze im Einzelhandel werden mit Bargeld abgewickelt.

   

Risikofaktor Plastikgeld

"Meines Erachtens wird der Anteil des unbaren Zahlungsverkehrs zunehmen, und trotzdem wird Bargeld bleiben", bekräftigte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele angesichts des Cryan-Vorstoßes in der "Bild"-Zeitung. Barzahler schätzen es, dass sie einen genaueren Überblick über ihre Ausgaben haben und sich beim Bezahlen keine Sorgen über Datenschutz machen müssen.

Auch beim Handelsverband HDE glaubt man nicht an einen schnellen Abschied von Schein und Münze. "Ob und wann das Ende für das Bargeld kommt, entscheiden die Kunden. Der Handel nimmt derzeit noch mehr als die Hälfte seines Umsatzes per Bargeld entgegen", ließ HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth auf Nachfrage erklären. "Insofern ist ein Ende noch nicht absehbar, auch wenn die Umsätze mit Kartenzahlungen stetig aber langsam steigen."

Dass auch Plastikgeld Risiken birgt, kam erst diese Woche wieder ans Licht: Weil Kriminelle versuchten, an Daten von Kreditkarten zu kommen, tauschten mehrere Banken Zehntausende Karten vorsichtshalber aus.

dpa


Meldung vom 15.01.2016                                                                                                                                                      

Flüchtlinge auf Briefmarken

Das Weltflüchtlingsjahr der Vereinten Nationen wurde im Oktober 1959 eröffnet. Zum 7. April 1960 erschienen in rund 70 Staaten auf der ganzen Welt Briefmarken zu den Themen Flüchtlinge, Flucht und Vertreibung. Ganz unterschiedliche Motive – vom Baum, der im Globus wächst, bis zu verzweifelten Menschen auf der Flucht – veranschaulichten das auch heute noch und wieder sehr aktuelle Thema. Der Philatelistenverein Konstanz zeigt bis Ende Januar auf mehreren Stellwänden einer Ausstellung im Bürgerbüro Briefmarken, Umschläge und weitere philatelistische Exponate aus persönlichen Sammlungen zu „Flucht auf Briefen“.


Meldung vom 09.01.2016                                                                                                                                                                

 

Alter Schatz: Hochrandpfennige gefunden

 

Schatzfund in Brandenburg: Ein Hobby-Archäologe hat in Lebus nördlich von Frankfurt/Oder rund 2100 Silbermünzen entdeckt. Sie stammen aus dem 11. bis 12. Jahrhundert, sagte ein Sprecher vom Brandenburgischen  Landesamt für Denkmalpflege und Archäologischem Landesmuseum gestern. Es handelt sich um sogenannte Hochrandpfennige, die damals auch als Sachen- oder Wendenpfennige bekannt gewesen seien. Der zwei Kilo schwere Schatz befindet sich derzeit im Landesamt in Wünsdorf. Der Sprecher sagte, es seien mehrere Münzsorten, zumeist aus Silber. "Sie glänzen silbrig, teils aber auch grünlich". Solche Münzen seien vor allem im westslawischen Raum vorgekommen. Ostbrandenburg sei damals von polnischen Fürsten regiert worden. Der Fundort liegt in Sichtweite des Lebuser Burgbergs. Dort war 2003 bereits ein 3000 Jahre alter Bronzeschatz gehoben worden.

Schwabo