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Meldung vom 20.04.2018                                                                                                                                                            


Der 0-Euro-Schein. Souvenir für den guten Zweck

von numiscontrol

19. April 2018 – Der 0-Euro-Souvenir-Schein erobert inzwischen ganz Europa und wird anscheinend immer beliebter. Doch ist nicht alles Gold, was da glänzt. Die ursprünglich gute Idee des Franzosen Richard Faille ruft inzwischen immer mehr Spekulanten in den Ring. Ein durchaus lukratives Nebengeschäft, denn Sammler zahlen gern etwas mehr. Der einst angedachte gute Zweck ist dabei schnell vergessen. Gelder, welche die Einrichtungen dringend gebrauchen könnten, werden anscheinend durch Spekulanten und zahlungskräftige Zwischenhändler auf den Zweit- und Drittmärkten verdient. Es stellt sich wieder einmal die Frage, sind denn Sammler auch Spekulanten und können Spekulanten gleichzeitig Sammler sein? Was ist Wert, wer bestimmt den Wert und ist es überhaupt wert darüber nachzudenken? Ich denke, es ist wieder einmal das kleine treffende Wort „Gier“, was an dieser Stelle „Alle“ vereint! Ob man dabei sein will, muss wohl auch hier jeder selbst für sich entscheiden.

Mein erster 0-Euro-Schein mit der Albrechtsburg Meissen. Foto: Angela Graff


Mein erster 0-Euro-Schein


Da lag er nun vor mir, mein erster 0-Euro-Souvenir-Schein und duftete dabei ein wenig nach dem Designer-Parfüm „Cash“. Ja, es ist wahr, schon vor einigen Jahren war es einem Top-Designer gelungen, den Geruch von frisch gedruckten Dollar-Banknoten einzufangen und in Parfümflaschen abzufüllen. Das nennt sich dann Kunst! Durchaus künstlerisch gestaltet ist nun auch mein erster 0-Euro-Schein mit dem Motiv der Albrechtsburg Meissen auf der Vorderseite. Das gute Stück hatte mich vor einigen Wochen bei einem Besuch des ersten Schlossbaues in Deutschland ganze zwei Euro gekostet. Das Nützliche daran ist, neben einer durchaus attraktiven Erinnerung an den Besuch kommt ein Teil des Erlöses auch der besuchten kulturellen Stätte zugute. Man hilft also direkt mit, das kulturelle Erbe zu erhalten. Eine gute Sache!

Der freundliche Servicemitarbeiter überreichte mir einen Schein mit der Nummer XENQ006667 und dem Hinweis, dass sich sein Kollege schon vor mir den Schein mit der Nummer XENQ006666 gesichert habe. „Solche ,besonderen Nummern‘ sind eben gefragt und werden entsprechend gehandelt“, fügte er lächelnd hinzu. Nun war bei mir endgültig die Idee geboren, mich doch etwas mehr mit diesen Souvenir-Scheinen zu befassen.

 

 

 

 

Ein neuer 0-Euro-Schein mit dem Motiv Brandenburger Tor. Foto: Angela Graff.


Eine gute Idee wird geboren


Wer Medaillen sammelt, dem dürfte der Franzose Richard Faille nicht ganz unbekannt sein, denn seine im Laufe von 18 Jahren geschaffenen Gedenkmedaillen begeistern nicht nur Touristen. Faille ging dazu eine Partnerschaft mit der Monnaie de Paris ein, welche er dann im Jahre 2012 verließ und die Aktivität an die Prägestätte abtrat. Er hatte bereits eine neue Idee: Es sollte ein Euro-Souvenir-Schein werden, dessen Abbildungen attraktive touristische und kulturelle Stätten Europas zeigen. Die Scheine sollten dabei äußerlich das möglichst perfekte Aussehen einer Euro-Banknote besitzen und auch einige Sicherheitsmerkmale tragen. Es gelang ihm, eine Partnerschaft mit der französischen Druckerei für Banknoten Oberthur Technologies in Colombes einzugehen und gemeinsam den 0-Euro-Souvenir-Schein zu entwickeln.
Vorerst nur für Frankreich und Monaco vorgesehen wurde 2015 die erste Serie von 100 verschiedenen Motiv-Scheinen hergestellt. Dargestellt waren auf den von Richard Faille gestalteten Scheinen fast ausschließlich französische Kulturdenkmäler wie der Eifelturm, Le Mont-Saint-Michel oder die Opéra Garnier in Paris. Für Monaco wurde das Motiv Musée Océanographique de Monaco geschaffen. Vertrieben wurden die Scheine über Verkaufsautomaten, die an den Stätten aufgestellt waren, und es den Besuchern erlaubten, für zwei Euro ein besonderes Souvenir zu erwerben. Es entwickelte sich in kurzer Zeit ein regelrechter Boom auf diese Scheine und bald schon gab es hunderte Angebote auf den Seiten der Internet-Auktionshäuser zu sehen. Die Auflagenhöhe scheint mittlerweile nicht immer nur vom Auftraggeber, welcher auch meist nicht direkt benannt wird, bestimmt zu werden. Waren zunächst Auflagen ab 5000 Exemplare der Richtwert, sind heute auch deutlich höhere und niedrigere Auflagen möglich. Auch der Automat ist bei der Abgabe nicht zwingend nötig. Es gibt mittlerweile auch dekorative Aufsteller für den Empfangstresen.

Fast wie eine richtige Banknote

Für zwei Euro bekam und bekommt man auch heute (allerdings mit preislichen Abweichungen je nach Herausgeber) einen Souvenirschein in brillanter Qualität aus einer richtigen Geldscheindruckerei und auf Sicherheitspapier gedruckt. Und das fühlt man auch! Farblich lehnen sich alle Scheine an die jüngst abgeschaffte 500-Euro-Banknote an. Ausgestattet mit Mikrotext, Wasserzeichen, Hologramm, ertastbaren Markierungen, Sicherheitsfaden und UV-Elementen, ähneln sie tatsächlich verblüffend einem echten Geldschein – wenn da die „0“ nicht wäre. Natürlich musste, bevor ein Druck überhaupt möglich war, die Genehmigung der EZB (Europäische Zentralbank) eingeholt werden. Und trotzdem hat man dort wohl wieder einen wichtigen Punkt übersehen, aber darauf komme ich später noch einmal zurück.
Das Format des Souvenir-Scheins ist mit 135 x 74 mm geringfügig größer als die 20-Euro-Banknote (133 x 72 mm) und jeder Schein trägt auf der Vorderseite unten rechts, eine vierstellige Buchstabenfolge nebst sechsstelliger Nummernfolge. Die oben links angebrachte vermeintliche Europaflagge entpuppt sich beim genauen Betrachten als blauer Untergrund auf dem radial das Wort „EUROSOUVENIR“ steht. Rechts daneben stehen Jahreszahl und Motivnummer. Beim Betrachten mit UV-Licht werden einige zusätzlichen Elemente sichtbar. 

Zubehör und Katalog

Inzwischen ist die Zubehör-Industrie auf dieses Sammelgebiet längst aufmerksam geworden und versucht die Sammler mit allerlei Aufbewahrungsalben zu interessieren. Hier muss jeder für sich entscheiden, was er braucht und was nützlich ist. Einen Katalog zum Thema gibt es inzwischen ebenfalls und obwohl dieser speziell nur die bisherigen Ausgaben aus Deutschland und Österreich aufgreift, gibt er doch gleichzeitig einen ersten Überblick auch über andere Souvenir-Ausgaben der europäischen Länder. Ein Anfang ist also gemacht und der kann sich sogar sehen lassen. Da steckt eine Menge Arbeit darin, das sieht man auf dem ersten Blick. Außerdem hat der Herausgeber schon für den Monat Juni 2018 einen weiteren Katalog zum Thema angekündigt. Man darf also gespannt sein.

Ungewollte Austriebe

Nun ist es zwar begreiflich, dass Scheine mit der Zeit auf dem Sammlermarkt etwas mehr kosten als am Ausgabeort direkt. Jeder Sammler wird hier für sich auch sicher einen gewissen Spielraum schon vorweg einplanen. Das gilt natürlich auch, wenn ein Motiv nicht mehr erhältlich ist, weil es inzwischen vom gleichen Ausgabeort ein weiteres Motiv gibt. Doch hat solch ein „normaler“ Sammler mittlerweile überhaupt noch die Möglichkeit eine außergewöhnliche Nummer wie die oben genannte „006666“ normal aus einem Automaten zu ziehen? Wenn ich mir die Angebote der Internet-Auktionshäuser ansehe, kommen mir da arge Zweifel. Das Geschäft mit derartigen Scheinen steht in voller Blüte und die einzeln nummerierten Serien geben anscheinend noch mehr Anreiz zum puren Geschäft, welches als gemeinnützige Sache gedacht war. Hier geht es schon lange nicht mehr allein um die glückliche Feststellung „An der Quelle saß der Knabe“. Beispiel gefällig?
Wie kann es sonst möglich sein, dass ein europäischer, als geschäftlich angemeldeter Verkäufer, welcher seinen Geschäftssitz nicht in Deutschland hat, vom 0-Euro-Souvenierschein „Schloss Moritzburg“, alle Scheine mit der laufenden Zahl unter Hundert anbieten kann? Natürlich mit entsprechendem Preisanstieg. Und das ist wirklich nur ein Beispiel! Es ist dabei wichtig zu unterscheiden. Alle gewöhnlichen und zum Sammeln dazugehörende Spezialgebiete, wie Fehlschnitte, Fehldrucke oder andere, beim Druck entstandenen Abweichungen, sind damit nicht gemeint, denn es sind wahre Spezialitäten! Ein Sammelgebiet kann sehr schnell uninteressant werden, wenn es Leute gibt, egal an welcher Stelle sie auch sitzen mögen, die frisch ausgegebene Serien „vorsortieren“ dürfen. Ich habe mir dazu mehrere Informationen und Stellungsnahmen eingeholt und überall bekam ich die Auskunft, dass der Auftraggeber immer die komplette Serie mit allen Scheinen ausgehändigt bekommt. Und so sollte es auch sein.


Die gemeinsame Rückseite ist zwar auch sehr hübsch, an Blinde und Sehschwache hat auch an dieser Stelle leider niemand gedacht. Foto: Angela Graff.


Blinde und Sehschwache wurden wieder einmal vergessen

Wie schon oben erwähnt, wurden die 0-Euro-Souvenir-Scheine erst mit der Genehmigung der EZB möglich und deren Ausgabe legalisiert. Sicherlich haben sich dort die Leute auch ausgiebig damit befasst und ernsthaft abgewogen, was möglich und was eher bedenklich ist. Es folgte der Beschluss, und die Souvenir-Scheine konnten verkauft werden. So schön, so gut. Wer nicht betroffen ist, der wird alles sicherlich mit anderen Augen sehen. Doch wir dürfen dabei nicht die Menschen vergessen, die nicht mit ihren Augen so gut wie wir oder gar nicht sehen können! Allein in Deutschland leben ca. 155.000 blinde und etwa eine halbe Million stark sehbehinderte Menschen. Für die Erkennung von Euro-Banknoten stehen leider nur wenig Hilfen zur Verfügung. Da sich die Betroffenen bei Banknoten vorwiegend an der Größe des einzelnen Scheines orientieren, ist die Gefahr wohl sehr groß, dass es zu Verwechslungen kommt. Schon vor Jahren hatte ich einen Artikel über die Probleme der Betroffenen mit dem Erkennen der Euro-Banknoten verfasst, denn bekanntlich gab es ja auf der ersten Ausgabe der Euro-Banknoten keinerlei fühlbare Erkennungsmerkmale. Erst heute rüstet man die neuen Scheine damit aus. Trotzdem blieb die Scheingröße ein wichtiges und unverzichtbares Erkennungsmerkmal für Betroffene. Ich selbst habe solch einen 0-Euro-Souvenir-Schein einigen Betroffenen vorgelegt, und es gab zunächst kaum Verunsicherungen, da man den kleinen Größenunterschied wohl kaum bemerkte. Der Schein wurde als kassenfrischer 20-Euro-Geldschein anerkannt. Hat man darüber einmal bei der EZB nachgedacht? Wohl nicht!

Da hier wirklich die Möglichkeit einer Verwechslung besteht, gerade bei der Herausgabe von Wechselgeld in mehreren Scheinen, sollte man ernsthaft darüber nachdenken, noch ein zusätzliches Merkmal für Blinde und Sehschwache anzubringen. Es sollte demnach jeder Souvenir-Schein die „0“ nicht nur aufgedruckt, sondern auch nach Braille fühlbar mit .: = 0 gekennzeichnet sein. Damit hätte man auch diese Betroffenen berücksichtigt.

Die 0-Euro-Souvenir-Scheine sind trotzdem ein schönes, informatives und vor allem erschwingliches Sammelgebiet geworden. Ein Sammelgebiet, welches alle Altersgruppen auf der ganzen Welt begeistert.

Bei Billets-Touristique finden Sie auf französisch eine Liste der bisher erschienen 0-Euro-Scheine.

Eine Karte veranschaulicht, wie sich die so beworbenen Sehenswürdigkeiten geographisch verteilen.

Münzenwoche


Meldung vom 23.03.2018                                                                                                                                                           


Internetseiten zur weiteren Informationsbeschaffung zum Gesamtthema MÜNZEN



Meldung vom 23.03.2018                                                                                                                                                                 

Michel-Katalog Münzen Deutschland:

Ergänzungen bei Kaiserreich und Bundesrepublik  

Der Michel-Münzenkatalog Deutschland erscheint in diesem Jahr zum 22. Mal. Durch die jährliche Erscheinungsweise gibt er dem Sammler immer aktuell die neuesten Informationen zu dem Sammelgebiet „Deutsche Münzen ab 1871“. Dabei behandelt er auch die Nebengebiete und die in Deutschland seit 2002 im Umlauf gültigen Euromünzen der am Euro beteiligten Länder. Der übersichtliche Aufbau, die farbigen Abbildungen aller Münzen mit Vorder- und Rückseiten, die Beschreibung der Randschriften, die Angabe von Durchmesser, Metallzusammensetzung, genauen Gewichtsangaben und Entwerfern sowie die sehr umfassende Einführung mit genauer Definition der Erhaltungsgrade, die Bewertung in bis zu vier Erhaltungsgraden, eine Aufstellung der Münzen-Metalle und -Legierungen sowie ein numismatisches Lexikon lassen keine Frage offen.

 

Im Gebiet des Deutschen Kaiserreiches und der Bundesrepublik wurden notwendige Ergänzungen vorgenommen. Für die Sammler der 2-Euro-Kursgedenkmünzen wurden wieder die Neuheiten des Jahres 2017 aller teilnehmenden Euroländer mit entsprechenden Auflagen und Preisen erfasst.

 

Die Tendenz des Münzenmarktes, für qualitativ überdurchschnittlich erhaltene Münzen entsprechend hohe Preise zu zahlen, hat sich weiter fortgesetzt. Dies hat sich auch in der vorliegenden Katalogauflage bei der Preisfindung niedergeschlagen. Die Notierungen der Münzen wurden den Markgegebenheiten angepasst. Soweit vorhanden, wurden die Prägezahlen der Eurokursmünzen ergänzt und die Ausgaben des Jahres 2017 eingearbeitet

 

Münzen Deutschland 2018, 22. Auflage, 526 Seiten, Ladenpreis (Deutschand): 29,80 Euro,  ISBN: 9-783-95402-230-4


  Melung vom 22.02.2018                                                                                                                                                               

Nicht alles, was glänzt, ist Gold

von Björn Schöpe

22. Februar 2018 – Das Feld in Südengland versprach reiche Ernte. Es war frisch gepflügt und die beiden Sondengänger Andy Sampson (54) und Paul Adams (58) hofften, wieder einmal eine römische Münze zu finden.


„Römisches Gold!“

Plötzlich fing Paul Adams an, einen Freudentanz aufzuführen, erinnerte sich sein Freund später. Er schrie außer sich: „Römisches Gold!“ In einer Ackerfurche schlugen die Sonden auf zehn Metern ununterbrochen an und zum Schluss hatten die beiden 54 Goldmünzen gesammelt. Im Kopf überschlugen sie den Marktwert mit rund £26.500 allein für jeden der sechs Aurei Kaiser Neros und erhofften sich £250.000 von ihrem Fund.


Träume werden wahr

Tonscherben in der Furche bestätigten die Meinung der Freunde, auf einen römischen Hortfund gestoßen zu sein: „Wir saßen da und waren fassungslos“, sagte Andy Sampson. Er fing sofort an, große Pläne zu schmieden: die Hypotheken bezahlen, einen Sportwagen kaufen …
Die beiden Männer hatten erst rund ein Jahr Erfahrung mit ihrem neuen Hobby, beruflich beliefern sie gemeinsam Patienten mit Sauerstoffflaschen. Und nun hatten sie das große Los gezogen! Sie fuhren nach Hause, „zu aufgeregt, um klar denken zu können“, wie sie sagten. Am nächsten Tag wollten sie den Grundstückseigentümer und die Behörden informieren, schließlich gehen sie ihrem Hobby ganz legal nach.


Die große Enttäuschung

Dann kam die große Enttäuschung: Ein Nachbar, seit 40 Jahren Sondengänger, staunte Bauklötze. Doch ein Griff genügte, und er erkannte: Fälschungen! Natürlich glaubten ihm die beiden Finder nicht.
Doch Sampsons Frau arbeitet in der Verwaltung des Betriebes, auf dessen Grundstück die Münzen lagen. Sie erinnerte sich plötzlich, dass dort vor kurzem Dreharbeiten stattgefunden hatten – für die neue Staffel von „The Detectorists“. Diese in Großbritannien extrem populäre Comedyserie handelt von zwei befreundeten Sondengängern


Stoff fürs Fernsehen

Ein Anruf bei der Produktionsgesellschaft brachte Klarheit: Tatsächlich hatte die Crew einen Tontopf mit nachgemachten römischen Goldmünzen auf dem Acker vergraben. Nach den Dreharbeiten hatte das Team sich zwar bemüht, alle Münzrepliken wieder einzusammeln, aber manche steckten zu tief in der Erde. Der Hauptdarsteller (und Drehbuchautor und Regisseur) Mackenzie Crook drückte sein Bedauern aus. Er habe gleich am nächsten Tag mit dem Metalldetektor noch einmal das Gelände abgehen wollen, doch seien ihm die beiden (Un)glückspilze zuvorgekommen: „Ich bin ja selbst Sondengänger und möchte den beiden Gentlemen versichern, dass ich am Boden zerstört war, als ich hörte, ich könnte zu ihrer Enttäuschung beigetragen haben. Ich hoffe, dass sie in Zukunft weitersuchen und ich hoffe, dass sie sehr bald echtes Gold finden.“
Die Repliken haben einen Wert von £5 das Stück. Andy Sampson resümierte daher: „Ich denke, wir sind ganz offiziell die größten Pechvögel unter allen Sondengängern der Welt. Aus unserer Geschichte könnte man eine eigene TV-Serie machen.“ Vielleicht passiert das ja noch. Vorerst wollen sie sich den Spaß an ihrem Hobby aber nicht nehmen lassen, wie sie erklärten.

Münzenwoche


Meldung vom 15.02.2018                                                                                                                                                              

Bundesbank: Deutsche weiterhin das Land der Barzahler

Frankfurt/Main - Deutschlands Verbraucher zahlen trotz aller technischen Neuerungen weiterhin am liebsten bar. "Bargeld bleibt am beliebtesten, aber Kartenzahlungen legen zu", sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele an diesem Mittwoch in Frankfurt.

74 Prozent aller Geschäfte an der Ladenkasse werden einer Studie der Bundesbank zufolge mit Scheinen und Münzen bezahlt. Vor allem kleine Beträge unter 5 Euro werden bar beglichen. Gemessen am Umsatz sanken die Barzahlungen allerdings erstmals unter 50 Prozent auf 48 Prozent.

Im Schnitt haben die Menschen in Deutschland demnach 107 Euro Bargeld im Portemonnaie, davon knapp über 6 Euro in Münzen. Die deutliche Mehrheit (88 Prozent) der im vergangenen Jahr befragten gut 2000 Bundesbürger möchte auch in Zukunft mit Scheinen und Münzen bezahlen können.

Beim Plastikgeld gewinnt seit Jahren vor allem die Girocard (EC-Karte) an Boden. 35 Prozent der erfassten Umsätze werden der Studie zufolge inzwischen auf diesem Weg bargeldlos bezahlt. Bei der letzten Bundesbank-Erhebung mit Daten für das Jahr 2014 lag der Wert bei rund 30 Prozent. Die aktuelle Studie ist die vierte der Bundesbank zum Zahlungsverhalten in Deutschland.

Das mobile Bezahlen per Smartphone spielt nach Angaben der Bundesbank bislang in Deutschland eine geringe Rolle. Vor allem Sicherheitsbedenken halten viele Verbraucher von solchen Zahlungsverfahren ab - auch wenn die Anbieter versichern, dass diese unbegründet sind.
dpa


Meldung vom 03.02.2018                                                                                                                                                            


Fachmann klärt auf -  Die Mär vom Ende des Bargelds

Euro Münzen liegen auf Euro-Banknoten: Der Vorstandschef des Weltmarktführer im Banknotendruck klärt über die Zukunft des Bargeldes auf. (Quelle:  Daniel Reinhardt/dpa)


Seit Jahren wird über die mögliche Abschaffung des Bargelds debattiert. Bezahlen wir also bald nur noch mit Plastikgeld oder per Smartphone?

Ungeachtet aller elektronischen Bezahlmöglichkeiten wächst die Bargeldproduktion sowohl in Europa als auch in anderen Teilen der Welt. "Banknoten sind nicht rückläufig, das Produktionsvolumen bei Bargeld wächst immer noch leicht", sagte Ralf Wintergerst, Vorstandschef des Münchner Traditionsunternehmens Giesecke & Devrient, dem Weltmarktführer im Banknotendruck. "Europa ist nach wie vor steigend, besonders Osteuropa. Auch Afrika ist stark steigend."

Dreimal so viel Bargeld wie 2002  

Sogar in China, wo sich Bezahlen mit den Handy-Apps Wechat und Alipay durchgesetzt hat, ist die Bargeldproduktion nach Wintergersts Angaben zumindest stabil: "Wir sehen auch in China keinen Rückgang." Für die Eurozone findet sich seine Einschätzung in den Statistiken der Europäischen Zentralbank bestätigt: Demnach waren Ende vergangenen Jahres 21,4 Milliarden Euroscheine im Umlauf - über eine Milliarde mehr als ein Jahr zuvor und fast dreimal so viele wie im Jahr der Euro-Bargeldeinführung 2002.

Das Münchner Traditionsunternehmen beliefert weltweit 150 Länder mit Banknoten und/oder Sicherheitstechnologie für ihr Bargeld. Weitere Geschäftsfelder des Unternehmens sind unter anderem die Herstellung von Bezahlkarten sowie Sicherheits- und Verschlüsselungstechnologie für Maschinen und elektronische Bezahlsysteme. 

Tendenz zum Plastikgeld

Trotzdem wächst nicht nur die Bargeldmenge, auch die Zahl von Kredit- und EC-Karten nimmt zu: "Die Ausstellung von Bezahlkarten hat immer noch deutliche Zuwachsraten. Vor 20 Jahren hatte vielleicht jeder in Deutschland eine oder zwei Karten, heute hat jeder drei oder vier", sagte Wintergerst.

Gleichzeitig gewinnen insbesondere bei der jüngeren Generation Applikationen wie Apple Pay, Wechat oder Alipay deutlich an Zugkraft. Aber auch hier ist die Entwicklung nicht ganz so rasant. In Europa ist beispielsweise Apple Pay gerade mal in zehn Ländern verfügbar und da auch nur bei einer Hand voll von Banken. Zuletzt machten in Deutschland wieder Gerüchte über die Einführung von Apples Bezahldienst die Runde. Daraus wird wohl in absehbarer Zeit aber nichts. Zum einen versuchen deutsche Banken immer wieder ihre eigenen Standards zu entwickeln, wie mit der Sparkassen-Wallet oder dem Postbank Finanzassistenten. Außerdem sind sie nicht bereit beispielsweise an Apple prozentuale Umsatzgebühren zu zahlen.

Anzahl der Transaktionen steigt

Ein was stellt Wintergerst aber noch fest. Die vernetzte Menschheit ist auch finanziell häufiger aktiv als frühere Generationen: "Es muss irgendwo eine Korrelation geben, aber die ist sehr schwer herzustellen", sagte Wintergerst. "Wenn nichts rückläufig ist, bedeutet das von der Tendenz her, dass die Anzahl der Transaktionen weltweit steigt. Das wiederum ist ein Indikator, dass es den Menschen nicht unbedingt schlechter geht."

dpa

 


Meldung vom 01.02.2018                                                                                                                                                            


Ehre für Alt-Kanzler

Prägung / Helmut Schmidt auf Euro-Münze

Helmut Schmidt auf Euro-Münze

Wer die kommenden Tage eine 2-Euro-Münze mit Altbundeskanzler Helmut Schmidt darauf in den Händen hält, muss sich nicht wundern. Insgesamt wurden laut Norddeutschen Rundfunk rund 30 Mio. Münzen in Umlauf gebracht, um das Lebenswerk des Altkanzlers zu würdigen. Anfang 2016 hatte Hamburgs Finanzsenator Peter Tschentscher (SPD) dem damaligen Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) vorgeschlagen, den Altkanzler auf diese Weise zu Ehren.

Das Motiv wurde von dem Berliner Künstler Bodo Brotschat gestaltet. Es zeigt den Kopf des Altkanzlers mit gescheiteltem Haar und der rechten Hand, die er zu einer charakteristischen Geste beim Reden erhoben hat. Die zu Lebzeiten unvermeindliche Zigarette fehlt in der Darstellung. Schmidt, der von 1974 bis 1982 Bundeskanzler war, wäre am 23. Dezember 100 Jahre alt geworden.

Schwabo


Meldung vom 29.01.2018                                                                                                                                                           


Zahl gefälschter Scheine steigt


Geldfälscher haben im vergangenem Jahr etwas mehr Euro-Blüten in Umlauf gebracht als 2016. Polizei, Handel und Banken zogen weltweit rund 694000 gefälschte Euro-Banknoten aus dem Verkehr. Das waren rund 1,5 % mehr als im Jahr zuvor, wie die Europäische Zentralbank in Frankfurt mitteilte. Fälscher richteten mit Euro-Blüten einen Schaden von rund 36 Mio. Euro an. 2016 waren es noch 40 Mio. Euro. Damals hatte es besonders große Schäden mit 500-Euro-Scheine gegeben. Am beliebtesten bei Kriminellen waren im vergangenem Jahr die 50-Euro-Scheine.

Schwabo


Meldung vom 27.12.2017                                                                                                                                                             


Sammlerstücke 

Wie Sie aus einer Zwei-Euro-Münze 100 Euro machen können


Schätze im Geldbeutel

Eine Zwei-Euro-Münze mit Fürst Albert von Monaco im Profil: Bei Sammlern ist die 2011 erschienene Münze derzeit rund 50 Euro wert.  (Quelle:   Karolin Krämer/dpa/tmn)


Nach einer Reise ins Ausland finden sich in der Geldbörse oft Münzen aus anderen Ländern. Praktisch, wenn es Euro-Münzen sind, denn die können Verbraucher auch hier wieder ausgeben. Manchmal sind die unscheinbaren Mitbringsel sogar richtig wertvoll.

Sommerzeit ist Reisezeit – und nach der Rückkehr aus dem Urlaub im europäischen Ausland klimpern oft Euro-Münzen aus mehreren EU-Ländern im Portemonnaie. Genaues Hinsehen kann sich dann lohnen. Denn manche Exemplare sind mehr wert, als man denkt.

Münzen aus Ministaaten sind seltener

Achten sollte man in erster Linie auf Münzen aus Ministaaten wie Monaco, dem Vatikan, San Marino oder Andorra. In diesen Ländern wurden Euro-Münzen in einer deutlich niedrigeren Stückzahl geprägt als in größeren Nationen wie etwa Deutschland oder Frankreich. Entsprechend begehrt sind die Stücke bei Sammlern.

 

Zwei-Euro-Stück mit Grace Kelly

Ein Zwei-Euro-Stück mit dem Konterfei von Monacos verstorbener Fürstin Grace Kelly (1929-1982) erschien 2007. Die Auflage: 20.000 Stück. "Diese Münze konnte damals für 60 bis 80 Euro erworben werden", erklärt der Berliner Münzfachhändler Ludger Gröting. Heute bieten Sammler dafür weit über 1000 Euro. Mitunter kommt es vor, dass ein solch seltenes Exemplar über die Auflösung eines Nachlasses in Umlauf kommt. "Das ist zwar eher selten, aber es passiert."

Als Fürst Albert von Monaco 2011 die Südafrikanerin Charléne heiratete, kam eine Zwei-Euro-Münze mit dem Konterfei von Albert auf den Markt. "Diese Münze hat inzwischen einen Wert von etwa 50 Euro", merkt Gröting an. Eine im Jahr 2014 vom Zwergstaat Andorra geprägte Ein-Cent-Münze, die damals eine Auflage von gerade mal 200.000 Stück hatte, wird heute mit über 30 Euro gehandelt.

Höhe der Auflagen ermitteln

Grundsätzlich gilt: Je niedriger die Auflage der Münze, desto höher kann der Wert sein. Wer also Euro-Münzen aus Europas Ministaaten ergattert hat, sollte sich informieren. "Die Höhe der jeweiligen Auflage und dem möglichen erzielbaren Wert kann man am besten über die üblichen Suchmaschinen im Internet recherchieren", sagt Tanja Beller vom Bundesverband deutscher Banken.

Auch Fehlprägungen können zu Wertsteigerungen führen

Auch mit Fehlprägungen von Euro-Münzen lässt sich eine Wertsteigerung erzielen. "Es gibt Spezialsammler, die sich dafür interessieren", betont Beller. Ein Beispiel für eine Fehlprägung: Als Rumänien und Bulgarien im Jahr 2007 der EU beitraten und sich damit der Kreis der Mitgliedsstaaten erweiterte, war die auf der Wertseite abgebildete Europakarte veraltet – sie musste also verändert werden.

Ab dem Jahr 2008 sollte die EU-Osterweiterung auf allen Euro-Münzen sichtbar sein. Das war aber bei einem Teil nicht der Fall. Diese Exemplare gerieten versehentlich in Umlauf. "So ist eine Zwei-Euro-Münze aus Finnland aus dem Jahre 2006 mit der alten Europakarte ist heute durchaus bis zu 100 Euro wert", gibt Gröting an.

Wie Sie die Sammlerstücke zu Geld machen können

Wer seine guten Stücke verkaufen will, sollte in jedem Fall mehrere Münzhändler kontaktieren, rät Ralf Scherfling von der Verbraucherzentrale NRW in Düsseldorf. Selbst wenn mehrere Händler den Sammlerwert gleich einschätzen, könnten zum Beispiel Gebühren und Aufschläge sehr unterschiedlich ausfallen. "Daher ist es wichtig, mehrere Angebote miteinander zu vergleichen", betont Scherfling. Im Berufsverband des Deutschen Münzfachhandels haben sich seriöse Händler zusammengeschlossen. Daneben gibt es Münzsammlervereine unter dem Dach der Deutschen Numismatischen Gesellschaft.

Keine Wertsteigerung haben bislang die sogenannten Starterkits, die zur Euro-Ausgabe in Deutschland im Jahr 2002 auf den Markt gekommen sind. "Der Wert liegt nicht sehr weit über dem Nennwert von 10,23 Euro", erklärt Beller. Eine Ausnahme wiederum stellen Starterkits von Kleinstaaten wie etwa Monaco dar. Sind die Münzpäckchen ungeöffnet, dann zahlen manche Sammler dafür durchaus rund 500 Euro.

t-online


 

Meldung vom 08.12.2017                                                                                                                                                            


Abschied vom 500-Euro-Schein


Nur wenige haben ihn je in den Händen gehalten, nun wird er abgeschaft. Die Rede ist vom 500-Euro-Schein. Mit seinen Maßen 160 mal 82 Millimeter ist er nicht nur der wertvollste, sondern auch der größte Schein Europas. Die pinkfarbene Banknote soll im Laufe des Jahres 2018 aus dem Verkehr gezogen werden. Mit dieser Maßnahme will die EZB Geldwäsche und Terrorfinanzierung eindämmen.

In ganz Europa sind derzeit 600 Millionen 500-Euro-Scheine im Umlauf. Sie werden schrittweise eingezogen und durch kleinere Scheine ersetzt. Doch keine Sorge. Mit dieser Aktion verliert das Geld nicht seinen Wert. Geschäfte und Banken müssen auch über 2018 hinaus die Banknote akzeptieren. Die Möglichkeit zum Umtausch ist zeitlich unbegrenzt. Allerdings gibt es durchaus Läden, die die Annahme des Scheins verweigern.

ali-vdk

Wird 2018 aus dem Verkehr gezogen: der 500-Euro-Schein


Meldung vom 01.12.2017                                                                                                                                                             

Großer Deutscher Münzkatalog in neuer Auflage

Ein fundiertes Standardwerk für den Sammler deutscher Münzen: Insider nennen diesen Katalog nur „AKS“, nach den Anfangsbuchstaben der Autoren Paul Arnold, Harald Küthmann und Dirk Steinhilber. Der offizielle Titel des Werkes lautet „Großer deutscher Münzkatalog von 1800 bis heute“, erschienen ist das Werk mittlerweile in der 33. Auflage beim Gietl Verlag.

Münzkatalog

Paul Arnold, Harald Küthmann, Dirk Steinhilber, Dieter Faßbender (Bearb.), Großer Deutscher Münzkatalog von 1800 bis heute. Gietl Verlag, Regenstauf 2017/2018. 33. Auflage. 696 Seiten mit zahlreichen schwarz-weiß Abbildungen, 17 x 24 cm. Paperback, ISBN: 978-3-86646-153-6. 34,90 Euro.


Die Münzen der deutschen Staaten und Städte seit 1800 sind in diesem Standard-Nachschlagewerk lückenlos über 137 Suchbegriffe zu finden, die Marktpreise werden für die verschiedenen Erhaltungsgrade aktualisiert und einzeln nach Jahrgängen und Prägestätten differenziert. Über 3000 Münzen sind mit Vorder- und Rückseite in Originalgröße abgebildet.

Dieser Katalog ist vor allem für den Sammler gemacht, schließlich möchte dieser eine Münze leicht auffinden, Namen, Herkunft und Alter feststellen, den Wert erfahren und sich außerdem einen Überblick darüber verschaffen, welche Münzen es für ein bestimmtes Gebiet und für einen bestimmten Zeitraum gibt. Jede Münze ist über die Beschreibung von Vorder- und Rückseite, die Angabe der Münzstätte, des Münzmeisterzeichens, des verwendeten Metalls sowie der Prägejahre mit Auflagenhöhe genau definiert.

Auch die 33. Auflage wurde wieder gründlich überarbeitet, erweitert und auf den aktuellsten Stand gebracht. Die angegebenen Preise orientieren sich an den jüngsten Entwicklungen des Marktes.

Münzenwoche