Aktuelles aus dem Bereich der Numismatik

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Meldung vom 15.02.2018                                                                                                                                                              

Bundesbank: Deutsche weiterhin das Land der Barzahler

Frankfurt/Main - Deutschlands Verbraucher zahlen trotz aller technischen Neuerungen weiterhin am liebsten bar. "Bargeld bleibt am beliebtesten, aber Kartenzahlungen legen zu", sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele an diesem Mittwoch in Frankfurt.

74 Prozent aller Geschäfte an der Ladenkasse werden einer Studie der Bundesbank zufolge mit Scheinen und Münzen bezahlt. Vor allem kleine Beträge unter 5 Euro werden bar beglichen. Gemessen am Umsatz sanken die Barzahlungen allerdings erstmals unter 50 Prozent auf 48 Prozent.

Im Schnitt haben die Menschen in Deutschland demnach 107 Euro Bargeld im Portemonnaie, davon knapp über 6 Euro in Münzen. Die deutliche Mehrheit (88 Prozent) der im vergangenen Jahr befragten gut 2000 Bundesbürger möchte auch in Zukunft mit Scheinen und Münzen bezahlen können.

Beim Plastikgeld gewinnt seit Jahren vor allem die Girocard (EC-Karte) an Boden. 35 Prozent der erfassten Umsätze werden der Studie zufolge inzwischen auf diesem Weg bargeldlos bezahlt. Bei der letzten Bundesbank-Erhebung mit Daten für das Jahr 2014 lag der Wert bei rund 30 Prozent. Die aktuelle Studie ist die vierte der Bundesbank zum Zahlungsverhalten in Deutschland.

Das mobile Bezahlen per Smartphone spielt nach Angaben der Bundesbank bislang in Deutschland eine geringe Rolle. Vor allem Sicherheitsbedenken halten viele Verbraucher von solchen Zahlungsverfahren ab - auch wenn die Anbieter versichern, dass diese unbegründet sind.
dpa


Meldung vom 03.02.2018                                                                                                                                                            


Fachmann klärt auf -  Die Mär vom Ende des Bargelds

Euro Münzen liegen auf Euro-Banknoten: Der Vorstandschef des Weltmarktführer im Banknotendruck klärt über die Zukunft des Bargeldes auf. (Quelle:  Daniel Reinhardt/dpa)


Seit Jahren wird über die mögliche Abschaffung des Bargelds debattiert. Bezahlen wir also bald nur noch mit Plastikgeld oder per Smartphone?

Ungeachtet aller elektronischen Bezahlmöglichkeiten wächst die Bargeldproduktion sowohl in Europa als auch in anderen Teilen der Welt. "Banknoten sind nicht rückläufig, das Produktionsvolumen bei Bargeld wächst immer noch leicht", sagte Ralf Wintergerst, Vorstandschef des Münchner Traditionsunternehmens Giesecke & Devrient, dem Weltmarktführer im Banknotendruck. "Europa ist nach wie vor steigend, besonders Osteuropa. Auch Afrika ist stark steigend."

Dreimal so viel Bargeld wie 2002  

Sogar in China, wo sich Bezahlen mit den Handy-Apps Wechat und Alipay durchgesetzt hat, ist die Bargeldproduktion nach Wintergersts Angaben zumindest stabil: "Wir sehen auch in China keinen Rückgang." Für die Eurozone findet sich seine Einschätzung in den Statistiken der Europäischen Zentralbank bestätigt: Demnach waren Ende vergangenen Jahres 21,4 Milliarden Euroscheine im Umlauf - über eine Milliarde mehr als ein Jahr zuvor und fast dreimal so viele wie im Jahr der Euro-Bargeldeinführung 2002.

Das Münchner Traditionsunternehmen beliefert weltweit 150 Länder mit Banknoten und/oder Sicherheitstechnologie für ihr Bargeld. Weitere Geschäftsfelder des Unternehmens sind unter anderem die Herstellung von Bezahlkarten sowie Sicherheits- und Verschlüsselungstechnologie für Maschinen und elektronische Bezahlsysteme. 

Tendenz zum Plastikgeld

Trotzdem wächst nicht nur die Bargeldmenge, auch die Zahl von Kredit- und EC-Karten nimmt zu: "Die Ausstellung von Bezahlkarten hat immer noch deutliche Zuwachsraten. Vor 20 Jahren hatte vielleicht jeder in Deutschland eine oder zwei Karten, heute hat jeder drei oder vier", sagte Wintergerst.

Gleichzeitig gewinnen insbesondere bei der jüngeren Generation Applikationen wie Apple Pay, Wechat oder Alipay deutlich an Zugkraft. Aber auch hier ist die Entwicklung nicht ganz so rasant. In Europa ist beispielsweise Apple Pay gerade mal in zehn Ländern verfügbar und da auch nur bei einer Hand voll von Banken. Zuletzt machten in Deutschland wieder Gerüchte über die Einführung von Apples Bezahldienst die Runde. Daraus wird wohl in absehbarer Zeit aber nichts. Zum einen versuchen deutsche Banken immer wieder ihre eigenen Standards zu entwickeln, wie mit der Sparkassen-Wallet oder dem Postbank Finanzassistenten. Außerdem sind sie nicht bereit beispielsweise an Apple prozentuale Umsatzgebühren zu zahlen.

Anzahl der Transaktionen steigt

Ein was stellt Wintergerst aber noch fest. Die vernetzte Menschheit ist auch finanziell häufiger aktiv als frühere Generationen: "Es muss irgendwo eine Korrelation geben, aber die ist sehr schwer herzustellen", sagte Wintergerst. "Wenn nichts rückläufig ist, bedeutet das von der Tendenz her, dass die Anzahl der Transaktionen weltweit steigt. Das wiederum ist ein Indikator, dass es den Menschen nicht unbedingt schlechter geht."

dpa

 


Meldung vom 01.02.2018                                                                                                                                                            


Ehre für Alt-Kanzler

Prägung / Helmut Schmidt auf Euro-Münze

Helmut Schmidt auf Euro-Münze

Wer die kommenden Tage eine 2-Euro-Münze mit Altbundeskanzler Helmut Schmidt darauf in den Händen hält, muss sich nicht wundern. Insgesamt wurden laut Norddeutschen Rundfunk rund 30 Mio. Münzen in Umlauf gebracht, um das Lebenswerk des Altkanzlers zu würdigen. Anfang 2016 hatte Hamburgs Finanzsenator Peter Tschentscher (SPD) dem damaligen Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) vorgeschlagen, den Altkanzler auf diese Weise zu Ehren.

Das Motiv wurde von dem Berliner Künstler Bodo Brotschat gestaltet. Es zeigt den Kopf des Altkanzlers mit gescheiteltem Haar und der rechten Hand, die er zu einer charakteristischen Geste beim Reden erhoben hat. Die zu Lebzeiten unvermeindliche Zigarette fehlt in der Darstellung. Schmidt, der von 1974 bis 1982 Bundeskanzler war, wäre am 23. Dezember 100 Jahre alt geworden.

Schwabo


Meldung vom 29.01.2018                                                                                                                                                           


Zahl gefälschter Scheine steigt


Geldfälscher haben im vergangenem Jahr etwas mehr Euro-Blüten in Umlauf gebracht als 2016. Polizei, Handel und Banken zogen weltweit rund 694000 gefälschte Euro-Banknoten aus dem Verkehr. Das waren rund 1,5 % mehr als im Jahr zuvor, wie die Europäische Zentralbank in Frankfurt mitteilte. Fälscher richteten mit Euro-Blüten einen Schaden von rund 36 Mio. Euro an. 2016 waren es noch 40 Mio. Euro. Damals hatte es besonders große Schäden mit 500-Euro-Scheine gegeben. Am beliebtesten bei Kriminellen waren im vergangenem Jahr die 50-Euro-Scheine.

Schwabo


Meldung vom 27.12.2017                                                                                                                                                             


Sammlerstücke 

Wie Sie aus einer Zwei-Euro-Münze 100 Euro machen können


Schätze im Geldbeutel

Eine Zwei-Euro-Münze mit Fürst Albert von Monaco im Profil: Bei Sammlern ist die 2011 erschienene Münze derzeit rund 50 Euro wert.  (Quelle:   Karolin Krämer/dpa/tmn)


Nach einer Reise ins Ausland finden sich in der Geldbörse oft Münzen aus anderen Ländern. Praktisch, wenn es Euro-Münzen sind, denn die können Verbraucher auch hier wieder ausgeben. Manchmal sind die unscheinbaren Mitbringsel sogar richtig wertvoll.

Sommerzeit ist Reisezeit – und nach der Rückkehr aus dem Urlaub im europäischen Ausland klimpern oft Euro-Münzen aus mehreren EU-Ländern im Portemonnaie. Genaues Hinsehen kann sich dann lohnen. Denn manche Exemplare sind mehr wert, als man denkt.

Münzen aus Ministaaten sind seltener

Achten sollte man in erster Linie auf Münzen aus Ministaaten wie Monaco, dem Vatikan, San Marino oder Andorra. In diesen Ländern wurden Euro-Münzen in einer deutlich niedrigeren Stückzahl geprägt als in größeren Nationen wie etwa Deutschland oder Frankreich. Entsprechend begehrt sind die Stücke bei Sammlern.

 

Zwei-Euro-Stück mit Grace Kelly

Ein Zwei-Euro-Stück mit dem Konterfei von Monacos verstorbener Fürstin Grace Kelly (1929-1982) erschien 2007. Die Auflage: 20.000 Stück. "Diese Münze konnte damals für 60 bis 80 Euro erworben werden", erklärt der Berliner Münzfachhändler Ludger Gröting. Heute bieten Sammler dafür weit über 1000 Euro. Mitunter kommt es vor, dass ein solch seltenes Exemplar über die Auflösung eines Nachlasses in Umlauf kommt. "Das ist zwar eher selten, aber es passiert."

Als Fürst Albert von Monaco 2011 die Südafrikanerin Charléne heiratete, kam eine Zwei-Euro-Münze mit dem Konterfei von Albert auf den Markt. "Diese Münze hat inzwischen einen Wert von etwa 50 Euro", merkt Gröting an. Eine im Jahr 2014 vom Zwergstaat Andorra geprägte Ein-Cent-Münze, die damals eine Auflage von gerade mal 200.000 Stück hatte, wird heute mit über 30 Euro gehandelt.

Höhe der Auflagen ermitteln

Grundsätzlich gilt: Je niedriger die Auflage der Münze, desto höher kann der Wert sein. Wer also Euro-Münzen aus Europas Ministaaten ergattert hat, sollte sich informieren. "Die Höhe der jeweiligen Auflage und dem möglichen erzielbaren Wert kann man am besten über die üblichen Suchmaschinen im Internet recherchieren", sagt Tanja Beller vom Bundesverband deutscher Banken.

Auch Fehlprägungen können zu Wertsteigerungen führen

Auch mit Fehlprägungen von Euro-Münzen lässt sich eine Wertsteigerung erzielen. "Es gibt Spezialsammler, die sich dafür interessieren", betont Beller. Ein Beispiel für eine Fehlprägung: Als Rumänien und Bulgarien im Jahr 2007 der EU beitraten und sich damit der Kreis der Mitgliedsstaaten erweiterte, war die auf der Wertseite abgebildete Europakarte veraltet – sie musste also verändert werden.

Ab dem Jahr 2008 sollte die EU-Osterweiterung auf allen Euro-Münzen sichtbar sein. Das war aber bei einem Teil nicht der Fall. Diese Exemplare gerieten versehentlich in Umlauf. "So ist eine Zwei-Euro-Münze aus Finnland aus dem Jahre 2006 mit der alten Europakarte ist heute durchaus bis zu 100 Euro wert", gibt Gröting an.

Wie Sie die Sammlerstücke zu Geld machen können

Wer seine guten Stücke verkaufen will, sollte in jedem Fall mehrere Münzhändler kontaktieren, rät Ralf Scherfling von der Verbraucherzentrale NRW in Düsseldorf. Selbst wenn mehrere Händler den Sammlerwert gleich einschätzen, könnten zum Beispiel Gebühren und Aufschläge sehr unterschiedlich ausfallen. "Daher ist es wichtig, mehrere Angebote miteinander zu vergleichen", betont Scherfling. Im Berufsverband des Deutschen Münzfachhandels haben sich seriöse Händler zusammengeschlossen. Daneben gibt es Münzsammlervereine unter dem Dach der Deutschen Numismatischen Gesellschaft.

Keine Wertsteigerung haben bislang die sogenannten Starterkits, die zur Euro-Ausgabe in Deutschland im Jahr 2002 auf den Markt gekommen sind. "Der Wert liegt nicht sehr weit über dem Nennwert von 10,23 Euro", erklärt Beller. Eine Ausnahme wiederum stellen Starterkits von Kleinstaaten wie etwa Monaco dar. Sind die Münzpäckchen ungeöffnet, dann zahlen manche Sammler dafür durchaus rund 500 Euro.

t-online


 

Meldung vom 08.12.2017                                                                                                                                                            


Abschied vom 500-Euro-Schein


Nur wenige haben ihn je in den Händen gehalten, nun wird er abgeschaft. Die Rede ist vom 500-Euro-Schein. Mit seinen Maßen 160 mal 82 Millimeter ist er nicht nur der wertvollste, sondern auch der größte Schein Europas. Die pinkfarbene Banknote soll im Laufe des Jahres 2018 aus dem Verkehr gezogen werden. Mit dieser Maßnahme will die EZB Geldwäsche und Terrorfinanzierung eindämmen.

In ganz Europa sind derzeit 600 Millionen 500-Euro-Scheine im Umlauf. Sie werden schrittweise eingezogen und durch kleinere Scheine ersetzt. Doch keine Sorge. Mit dieser Aktion verliert das Geld nicht seinen Wert. Geschäfte und Banken müssen auch über 2018 hinaus die Banknote akzeptieren. Die Möglichkeit zum Umtausch ist zeitlich unbegrenzt. Allerdings gibt es durchaus Läden, die die Annahme des Scheins verweigern.

ali-vdk

Wird 2018 aus dem Verkehr gezogen: der 500-Euro-Schein


Meldung vom 01.12.2017                                                                                                                                                             

Großer Deutscher Münzkatalog in neuer Auflage

Ein fundiertes Standardwerk für den Sammler deutscher Münzen: Insider nennen diesen Katalog nur „AKS“, nach den Anfangsbuchstaben der Autoren Paul Arnold, Harald Küthmann und Dirk Steinhilber. Der offizielle Titel des Werkes lautet „Großer deutscher Münzkatalog von 1800 bis heute“, erschienen ist das Werk mittlerweile in der 33. Auflage beim Gietl Verlag.

Münzkatalog

Paul Arnold, Harald Küthmann, Dirk Steinhilber, Dieter Faßbender (Bearb.), Großer Deutscher Münzkatalog von 1800 bis heute. Gietl Verlag, Regenstauf 2017/2018. 33. Auflage. 696 Seiten mit zahlreichen schwarz-weiß Abbildungen, 17 x 24 cm. Paperback, ISBN: 978-3-86646-153-6. 34,90 Euro.


Die Münzen der deutschen Staaten und Städte seit 1800 sind in diesem Standard-Nachschlagewerk lückenlos über 137 Suchbegriffe zu finden, die Marktpreise werden für die verschiedenen Erhaltungsgrade aktualisiert und einzeln nach Jahrgängen und Prägestätten differenziert. Über 3000 Münzen sind mit Vorder- und Rückseite in Originalgröße abgebildet.

Dieser Katalog ist vor allem für den Sammler gemacht, schließlich möchte dieser eine Münze leicht auffinden, Namen, Herkunft und Alter feststellen, den Wert erfahren und sich außerdem einen Überblick darüber verschaffen, welche Münzen es für ein bestimmtes Gebiet und für einen bestimmten Zeitraum gibt. Jede Münze ist über die Beschreibung von Vorder- und Rückseite, die Angabe der Münzstätte, des Münzmeisterzeichens, des verwendeten Metalls sowie der Prägejahre mit Auflagenhöhe genau definiert.

Auch die 33. Auflage wurde wieder gründlich überarbeitet, erweitert und auf den aktuellsten Stand gebracht. Die angegebenen Preise orientieren sich an den jüngsten Entwicklungen des Marktes.

Münzenwoche