Aktuelles aus dem Bereich der Numismatik

Ältere Artikel finden Sie im Archiv       

  Meldung vom 21.03.2017                                                                                                                                                       

Teilerfolg Ihrer unterstützten Petition
Für den Erhalt des privaten Sammelns

Sie haben auf openPetition die Petition 'Für den Erhalt des privaten Sammeln unterschrieben"


Betreff: Der Petition wurde teilweise entsprochen

Abschlussworte zur Sammel-Petition



Liebe Unterzeichner der Petition,

wir möchten uns noch einmal herzlich für Ihr Engagement bedanken. Auch wenn das neue Kulturgüterschutzgesetz gekommen ist, ist es doch bei weitem nicht so schlimm geworden, wie der erste Entwurf es hat vermuten lassen. So sind alle Mineralien und Fossilien aus dem Gesetz ausgenommen worden, und die Sorgfaltspflichten auf Seiten des privaten Sammlers wurden wesentlich entschärft. Der wichtigste Gewinn allerdings war die Anerkennung der Tatsache, dass es sich bei Münzen nicht grundsätzlich um archäologische Gegenstände handelt, was wesentliche Erleichterungen hinsichtlich Sorgfalt und Handel mit sich bringt.

Das haben auch Sie erreicht, denn ohne ihre Unterschrift hätten viele Politiker geglaubt, dass es sich beim Sammeln um eine Angelegenheit einer winzigen Elite handeln würde. Die Verbände, die für uns Sammler hervorragende Arbeit geleistet haben, konnten mir Ihnen im Rücken ganz anders auftreten.

Natürlich sind wir nicht glücklich mit dem Gesetz. Und vor allem sind wir immer noch wütend darüber, wie die Terrorfinanzierung durch den Kunsthandel von der Politik als moralisches Feigenblättchen vorgeschoben wurde, um diese Gesetzgebung zu motivieren. Damit wurde wissentlich ein unbescholtener Zweig der Bevölkerung diskreditiert! Dass Monika Grütters trotzdem am 2. Dezember 2016 zur Berliner CDU-Landesvorsitzenden gewählt wurde, zeigt überdeutlich, in welch hohem Grad die deutsche Politik ihre Verbindung zu den Bürgern verloren hat.

In der Zwischenzeit ist es nämlich erwiesen, dass es sich um marginale Summen handelte, die der IS mit Antikenhandel verdient haben könnte. Was niemanden überrascht, der sich mit dem Thema ernsthaft auseinander gesetzt hat. Das ist jetzt auch bei einigen Journalisten angekommen. Die so genannte Terrorfinanzierung war nichts als Propaganda. Das postfaktische Zeitalter hat also nicht erst mit Trump begonnen und ist, weiß Gott, nicht auf die Vereinigten Staaten beschränkt.
https://www.weltkunst.de/kunsthandel/2017/02/kulturgutschutzgesetz-ohne-grundlage

Wir warten nun, wie das neue Gesetz in der Praxis umgesetzt wird. Und viele sind bereit, die entscheidenden Fragen vor Gericht zu klären.

Sollten wir eines Tages wieder Ihre Unterstützung als Sammler benötigen, um eine Petition gegen unverhältnismäßige Einschränkungen von Seiten des Gesetzgebers zu lancieren, werden Sie von uns hören.

Ihre Ursula Kampmann


Meldung vom 15.03.2017                                                                                                                                                          


Silbermünzen in Gefahr


Dresden. Wegen gefährlicher Veränderung an silbernen Münzen und Medaillen wird das Dresdner Münzkabinett vorübergehend geschlossen. Auf der Oberfläche von etwa 100 nicht konservierten Exponaten habe sich statt natürlich gewachsener Patina ein weißmilchiger Belag gebildet, hieß es in einer Mitteilung der Staatlichen Kunstsammlungen. Vorsorglich wurden daher etwa 1400 Ausstellungsstücke aus den Vitrinen entnommen und restauriert. Das Münzkabinett, mit rund 300 000 Stücken eine der größten und ältesten Universalmünzsammlungen Deutschlands, war 2015 neu eingerichtet worden. Rund 3300 Exponate erzählen die Geschichte des Geldes.

Schwabo


Meldung vom 03.03.2017                                                                                                                                                              

Broschüre dokumentiert europäische Gedenkmünzen

2. März 2017 – Mit der Ausgabe der deutschen 2-Euro-Gedenkmünze „Porta Nigra“ am 03. Februar 2017 gibt es in Europa bereits 200 verschiedene Motive an 2-Euro-Gedenkmünzen. Um hier die Übersicht zu behalten, hat die Münze Berlin eine neue Broschüre aufgelegt: „Die 2-Euro-Gedenkmünzen. Die zweiten Hundert“. Die Veröffentlichung der Münze Berlin bietet für die 101. bis 200. in Europa ausgegebene 2-Euro-Münze eine ausführliche Beschreibung. Darüber hinaus ist jede dieser Münzen einzigartig detailreich fotografiert worden. Damit bildet die Veröffentlichung der Münzstätte der Hauptstadt eine unverzichtbare Ergänzung zu den bekannten Münzkatalogen.


2 EURO


Die 2-EURO Gedenkmünzen. Die zweiten Hundert. Ausgabe 2017. Broschüre, DIN A 5. 108 Seiten, 100 farbige Abbildungen. Preis: 9,90 Euro.


Die Broschüre wurde am 4. Februar 2017 um 14.00 Uhr auf der World Money Fair in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. Herr Frantisek Chochola, Gestalter der Münze „Porta Nigra“, war am Messestand anwesend und signierte die 2-Euro-Broschüren. 

Die 108-seitige Broschüre ist für 9,90 € erhältlich im Onlineshop der Staatlichen Münze Berlin oder im Ladengeschäft der Münze Berlin.

Münzenwoche


Meldung vom 10.02.2017                                                                                                                                                               

Rückholaktion Bundesbank zieht 300 Tonnen Gold aus New York ab

Die Bundesbank will Teile ihrer Goldbestände aus dem Ausland nach Deutschland verlagern - und hat den Plan fast umgesetzt. Aus New York wurden insgesamt 300 Tonnen abgezogen. In diesem Jahr soll der Bestand in Paris aufgelöst werden.

Die Bundesbank kommt mit ihrem Plan voran, Goldreserven aus dem Ausland nach Deutschland zu holen. Im Jahr 2016 seien mehr als 216 Tonnen Gold nach Frankfurt am Main verlagert worden, teilte die Bundesbank mit. Darunter seien 111 Tonnen aus New York und 105 Tonnen aus Paris gewesen. "Die Goldverlagerungen aus New York wurden im vergangenen Jahr erfolgreich abgeschlossen", sagte Vorstand Carl-Ludwig Thiele.


Die Bundesbank hatte im Jahr 2013 angekündigt, dass spätestens ab 2020 die Hälfte aller deutschen Goldreserven in Frankfurt lagern soll. Dazu sollten schrittweise insgesamt 300 Tonnen aus New York und 374 Tonnen aus Paris verlagert werden. "Auch die Goldverlagerung aus Paris werden wir noch in diesem Jahr abschließen", sagte Thiele. Dann werden in Paris keine deutschen Goldreserven mehr lagern.


Bevor die Notenbank 2013 mit der Verlagerung des Edelmetalls aus dem Ausland begann, lagen nur 31 Prozent der deutschen Goldreserven, rund 1036 Tonnen, in Frankfurt. Mittlerweile sind es 1619 Tonnen - oder rund 48 Prozent. Die Tresore der Federal Reserve Bank in New York werden mit 1236 Tonnen auch in Zukunft ein wichtiger Lagerort bleiben. Auch bei der Bank of England in London wird weiter ein guter Teil der Reserven lagern.


Deutschland besitzt mit 3378 Tonnen den zweitgrößten Goldschatz der Welt. Das entspricht mehr als 270.000 Barren, die insgesamt gut 120 Milliarden Euro wert sind.

  
  
Dass der Großteil des deutschen Goldes bisher im Ausland lagert, hat historische Gründe: Ab Mitte der Fünfzigerjahre begann die Bank deutscher Länder - die Vorgängerin der Bundesbank - Goldreserven aufzubauen. Die Wirtschaftswunderjahre brachten der Bundesrepublik dank des Exports viele Dollar ein, die bei der US-Zentralbank gegen Goldforderungen eingetauscht werden konnten.


Während des Kalten Krieges wurde deutsches Gold zudem auch gezielt außerhalb der Landesgrenzen aufbewahrt, weil man hoffte, das Gold im Krisenfall direkt in entsprechende Devisen umtauschen zu können. Seit der Euro-Einführung ist dieses Argument jedoch zumindest für den Standort Paris hinfällig. Für London und New York gilt es immer noch.

stk

 




Meldung vom 03.02.2016                                                                                                                                                                


Alles beim alten?    


Seit Jahrhunderten wird für die Münzprägung immer wieder neu definiert, was Aufgabe des Staates, was Aufgabe des privaten Unternehmers ist. Unsere Vorstellung, dass der Staat die Pflicht habe, seine Bürger mit sicheren Zahlungsmitteln zu versorgen, ist dabei relativ neu. Sie entstand erst im Rahmen des Sieges der Nationalstaaten des 19. Jahrhunderts.
Nun scheint diese Entwicklung teilweise wieder rückgängig gemacht zu werden. Hier ein paar Fakten: 1998 wurde die polnische Münzstätte in eine private Aktiengesellschaft umgewandelt. 2001 verkaufte Schweden, 2003 Norwegen seine Münzstätte an die Mint of Finland. Die Schwedische Münzstätte wurde 2011, die Dänische Münzstätte 2016 geschlossen. Last but not least hat der Verkauf der Royal Dutch Mint 2016 für erhebliches Aufsehen gesorgt.


Die Privatisierung der Mennica Polska

2016 feierte die polnische Münzstätte das Jubiläum ihrer Gründung vor 250 Jahren. Seit König Stanislaus Poniatowski im Jahr 1766 die Errichtung einer Münzstätte in Warschau beschloss, war die polnische Münzstätte allerdings nicht dauerhaft in Betrieb. Immer wieder wurde ihr Betrieb von ausländischen Mächten, die Polen kontrollierten, unterbrochen. 1868 zum Beispiel schloss der russische Zar die polnische Münzstätte und ließ ihre Ausrüstung in die Münzstätte von St. Petersburg schaffen. Und die Deutschen sprengten bei ihrem Rückzug 1944 die Münzstätte und beendeten so die Prägung, die erst unter kommunistischer Kontrolle wieder aufgenommen wurde.

Die polnische Münzstätte Mennica Polska ist in einem modernen Bau untergebracht. Foto: Alina Zienowicz / CC BY-SA 3.0

Für wenige Staaten dürfte die nationale Münzstätte so eng mit der nationalen Unabhängigkeit verbunden sein wie in Polen. Deshalb wurde selbstverständlich nach der Gründung der dritten polnischen Republik im Jahr 1989 mit dem Bau einer neuen Münzstätte auf dem neuesten Stand der Technik begonnen. Doch schon ehe das neue Gebäude offiziell am 26. September 1994 eröffnet wurde, wandelte die polnische Regierung zum 1. April 1994 die Münzstätte in eine Aktiengesellschaft um, deren Aktien zunächst vollständig im Besitz des Schatzamts waren.

Damit konnte die polnische Münzstätte als selbstverantwortliches Profitcenter agieren. Sie erzielte so gleich in den ersten Jahren ihres Bestehens eine Reihe von Erfolgen. Sie gab 1995 die erste polnische Bullionmünze heraus, produzierte 1996 Ronden für Litauen und eine neue Münzserie für die Ukraine. Der Auftrag, die polnischen Münzen zu produzieren, ist nicht für die polnische Münzstätte reserviert. Er wird international ausgeschrieben.

Am 6. Februar 1998 wurde die Erlaubnis erteilt, die Aktien der polnischen Münzstätte an der Börse zu handeln. Am 7. April 1998 wurde die Aktie erstmals notiert. Seit diesem Tag sind die Aktien der polnischen Münzstätte frei handelbar und begehrt.

Denn in ihrem Heimatland gilt die Mennica Polska als Musterbeispiel für die geglückte Privatisierung eines ehemaligen Staatsbetriebes. Sie wurde von der Polish Business Club Association 2006 zur Company of the Year und 2010 zur Company of the Past 20 Years gewählt. Forbes zählte die polnische Münzstätte 2013 zu den dynamischsten öffentlichen Gesellschaften weltweit.

Heute ist der größte Teil der Aktien im Besitz des polnischen Unternehmers Zbigniew Jakubas. Der Staat selbst hält keinen Anteil mehr an dem ehemaligen Staatsunternehmen.

Das Ende der dänischen Münzstätte


 „Obwohl der Anteil von Bargeld im Umlauf in Dänemark weiterhin hoch bleibt, werden seit einigen Jahren immer weniger neue Geldscheine und Münzen benötigt und die Dänische Nationalbank erwartet keine Umkehr dieser Entwicklung. ... Alles in allem bedeutet dies, dass die Herstellung von Geldscheinen und Münzen durch die dänische Nationalbank nicht mehr wirtschaftlich ist und auch in Zukunft nicht mehr werden wird. Deswegen hat die Dänische Nationalbank beschlossen, den Prozess einzuleiten, das Drucken von Geldscheinen und das Prägen von Münzen im Jahr 2016 aufzugeben. Wie eine Reihe anderer Zentralbanken wird auch die Dänische Nationalbank diese Bereiche an externe Anbieter ausgliedern. Wir erwarten uns von dieser Entscheidung bis 2020 Einsparungen in Höhe von 100 Millionen Kronen.“

Mit diesen dürren Worten verkündete die Dänische Nationalbank am 20. Oktober 2014 ihre Entscheidung, eine mehr als 1000 Jahre alte Tradition aufzugeben, indem sie die Münzprägung in ihrer eigenen Münzstätte einstellte. Die Münzstätte steht erst seit 1975 unter der Kontrolle der Dänischen Nationalbank, vorher war sie der Dänischen Regierung direkt unterstellt.

Noch 2011 war die Option geprüft worden, die Aktivitäten der dänischen Münzstätte vom bisherigen Standort in Brondby in die Gebäude der Nationalbank nach Havnegade, Kopenhagen zu verlagern, wo bereits die staatliche Banknotenproduktion angesiedelt war. Man erhoffte sich, durch diese Zusammenlegung Synergieeffekte nutzen und so Kosten sparen zu können. Der Umzug war für das erste Quartal des Jahres 2012 vorgesehen.

Tatsächlich wurde 2012 der Umzug durchgeführt und die „Banknote Printing Works“ mit dem 1. Januar 2012 in „Banknote Printing Works and The Royal Danish Mint“ umbenannt. Ein gutes Jahr später entschied der Vorstand der Dänischen Nationalbank, die eigene Herstellung von Banknoten und Münzstätten völlig aufzugeben. Vor allem die beiden Fakten, dass Dänemark immer weniger neue Münzen und Banknoten braucht und durch die Aufgabe von Münz- und Banknotenproduktion Geld gespart werden könnte, gab den Ausschlag.

Am 19. Mai 2016 gab die Nationalbank bekannt, dass die dänischen Kronen auf Basis eines Zweijahres-Kontrakts in der Mint of Finland hergestellt werden. Der Grund für die Entscheidung war die Tatsache, dass das Angebot der finnischen Münzstätte aufs Ganze gesehen das günstigste war. Dabei zog, so betont die Pressemeldung, die Nationalbank nicht nur den Preis in Erwägung, sondern auch andere Kriterien wie Qualität und Sicherheit.

2012 publizierte CoinsWeekly einen Artikel von Hans Denkov über die Zusammenlegung von Münzstätte und Banknotenproduktion.

Die Royal Danish Mint ist heute nur noch eine Website zum Verkauf dänischer Münzen. Allerdings ist dort immer noch zu lesen, dass alle dänischen Münzen von der Royal Danish Mint hergestellt werden.


Aufstieg und Niedergang einer privaten Münzstätte: Die Birmingham Mint

Gegründet im Jahr 1850, wurde die auf Bronzemünzen, das damalige Kleingeld, spezialisierte Birmingham Mint innerhalb von nur 10 Jahren zur größten privaten Münzstätte der Welt. Die Birmingham Mint produzierte das Kleingeld vieler wirtschaftlicher Großmächte des 19. Jahrhunderts, so zum Beispiel für Frankreich, Großbritannien und Italien.

Ein Blick auf die heute geschlossene Birmingham Mint, ein typisches Gebäude aus dem 19. Jahrhundert. Foto: Oosoom / CC BY-SA 3.0

Sie spielte diese entscheidende Rolle in der weltweiten Münzfertigung, weil der Royal Mint die Annahme von Aufträgen fremder Regierungen untersagt war. So musste, wer auf britisches Knowhow Wert legte, zur privaten Birmingham Mint gehen. Doch 1923 erhielt die Royal Mint die offizielle Erlaubnis, diese Aufträge selbst zu übernehmen, was zum Niedergang der Birmingham Mint führte. In den Jahren zwischen 1940 und 1964 machte die Münzfertigung gerade noch 10 bis 20 % des Geschäftes aus.

Irgendwann zu Beginn der 60er Jahre schloss die Royal Mint mit der Birmingham Mint einen Vertrag. Er sprach der Birmingham Mint einen genau festgelegten Prozentsatz an allen Übersee-Aufträgen der Royal Mint zu. Welche Gegenleistung die Royal Mint für dieses großzügige Entgegenkommen erhielt, ist unbekannt. 

2001 war ein schlechtes Jahr für die Royal Mint. Mit über 5 Mio. Pfund Handelsverlust fuhr sie das bis dahin schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte ein. Dafür verantwortlich waren nicht nur der Rückgang an Aufträgen, sondern auch die hohen Kosten, die notwendig wurden, um den defizitär arbeitenden Staatsbetrieb zu restrukturieren. 

Dazu erhitzte ein hausgemachter Skandal die Gemüter. Aus den Safes der Royal Mint waren Münzen im Wert von 25.000 Pfund (damals 40.000 Euro) verschwunden. Dieser Diebstahl wurde erst nach acht Monaten entdeckt, was nun öffentlich angeprangert wurde.

In dieser bedrängten Lage kündigte die Royal Mint den Vertrag mit der Birmingham Mint. Wir sind über die Existenz dieser Vereinbarung überhaupt nur deshalb informiert, weil die Birmingham Mint im Oktober 2002 eine Schadensersatzklage in Höhe von 5,4 Mio. Pfund gegen die Royal Mint anstrengte.

Roland Vernon, der Besitzer der Birmingham Mint forderte in diesem Zusammenhang, dass die Aufträge für Münzen und Ronden in Großbritannien neu ausgeschrieben werden sollten: „Die Royal Mint hält das Monopol für britische Münzen und ich denke, dass diese Zahlen wirklich belegen, dass es neu ausgeschrieben werden sollte, so dass sich auch andere Leute darum bewerben können. Ich denke, wir könnten den Steuerzahlern mehr Gegenwert für ihr Geld bieten.“

Der Prozess zog sich hin und für die Birmingham Mint wurde die Situation immer bedrohlicher, und das obwohl sie noch 2002 einen Großauftrag zur Produktion von Euroronden erhalten hatte. Wegen akutem Bargeldmangel wurde die Birmingham Mint im März 2003 unter die Verwaltung der KPMG gestellt. Der Versuch eines lokalen Politikers, die Royal Mint zu einem Kompromiss zu bewegen, indem er mit einer Anklage mit Berufung auf den 1997 Competition Act drohte, scheiterte. Im Mai 2003 wurde die Birmingham Mint geschlossen.

Münzenwoche


Meldung vom 26.01.2017                                                                                                                                                              

Coin of the Year Award 2017 geht an Italien

 Italiens Prägung auf „70 Jahre Frieden in Europa“ hat die letzte Runde des Coin of the Year Award für sich entschieden. Im Dezember hatte eine Jury aus allen Bewerbungen zehn Kategoriensieger gekürt. Die italienische 10-Euro-Silbermünze wurde zur „Künstlerisch schönsten Münze“ gewählt. Aus diesen Siegern wählte die Jury in einer zweiten Auswahl die „Münze des Jahres“ (Coin of the Year).


Coin of the Year 2017


Italiens silberne 10-Euro-Münze "70 Jahre Frieden in Europa" wurde nicht nur zur "Künstlerisch schönsten Münze" gewählt, sondern auch zur "Münze des Jahres".


Am 4. Februar wird der Preis im Rahmen der World Money Fair in Berlin offiziell an Italien überreicht. Ausgeschrieben ist der Wettbewerb von der US-amerikanischen Fachzeitschrift World Coin News.

Gestaltet und geprägt werden die italienischen Münzen vom Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato.

Münzenwoche


Meldung vom 25.01.2017                                                                                                                                                               


Diskussionspapier vorgelegt - Brüssel macht Ernst: EU will das Bezahlen mit Bargeld einschränken.
 
Werden wir bald noch mit Bargeld bezahlen? Die Angst vor einer Abschaffung des Bargelds ist groß.        
        
    
  

 

 

 

 

EURO

Die EU-Kommission will Terroristen und Kriminellen den Geldhahn zudrehen. Sie arbeitet deswegen an neuen Vorgaben für Bargeldgeschäfte. In einem Plan für das kommende Jahr erörtert die Kommission die Möglichkeiten.

  

Die Experten haben sich auf Wunsch des Wirtschafts- und Finanzkommitees Gedanken über eine Bargeldbegrenzung gemacht und auf ihrer Webseite veröffentlicht (englisch). Grund für die Überlegungen: Die EU-Kommission sieht Bargeldgeschäfte als Hauptfinanzquelle von kriminellen Organisationen und Terroristen. Die Begrenzung von Barzahlungen würde ihrer Meinung nach dazu beitragen, solche Geschäfte in der EU einzudämmen. Dabei sehen die Experten zwei Möglichkeiten:


  • Obergrenze für Bargeldgeschäfte

Summen über einer gewissen Grenze müssen mit einem verfolgbaren Weg, etwa per Überweisung, vorgenommen werden.


  • Meldung von hohen Bargeldgeschäften

Bargeldgeschäfte ab einer gewissen Summe müssen an eine Behörde gemeldet werden. So entsteht eine Datenbank, in der Zahlungen nachverfolgt werden können. Die Kommission warnt jedoch vor dem hohen bürokratischen Aufwand, der mit einer solchen Meldepflicht verbunden ist. Zudem zeige die Tatsache, dass noch kein Mitgliedstaat eine solche Meldepflicht eingeführt habe, dass eine solche Vorschrift nicht als wirksam angesehen werde – das sei auch der juristische Konsens.

Eine sogenannte "Roadmap", wie die vorliegende Veröffentlichung offiziell genannt wird, ist der Versuch der Kommission, die Öffentlichkeit über ihre laufenden Projekte zu informieren. Die Kommission bemüht sich schon länger um neue Waffen im Kampf gegen den Terror. Die Bargeldgrenze steht deswegen ganz oben auf der Wunschliste. Allerdings: So lange lediglich von einer "Roadmap" die Rede ist, wird es noch dauern, bis entsprechende Regeln europaweit eingeführt werden können. Der Konsultationsprozess soll erst im Jahr 2018 fortgesetzt werden.

                                                                                                                        

Beispiele für Obergrenzen


Die Obergrenze ist in einigen EU-Mitgliedsstaaten schon Realität: Die Limits liegen in Italien bei knapp 3000 Euro, in Frankreich bei 1000 Euro, in Griechenland bei 1500 Euro und in Spanien bei 2500 Euro. Wer sich nicht daran hält, muss in Italien mit Strafen bis 3000 Euro, in Frankreich sogar mit Strafen bis 15.000 Euro zahlen. Auch in Deutschland wird eine Bargeldgrenze von 5000 pro Zahlung diskutiert.

Rechtliche Probleme erwartet die EU-Kommission bei einer Abschaffung oder Begrenzung von Bargeld nicht. Es sei mit dem EU-Recht vereinbar, solange es andere gesetzeskonforme Möglichkeiten gebe, um seine Schulden zu begleichen – dazu zählten Kartenzahlung und Überweisungen. 

                    

Kommission warnt vor zu radikalen Maßnahmen

Die Kommission warnt jedoch vor einer kompletten Abschaffung des Bargelds: „Bargeld hat die wichtige Eigenschaft anonym zu sein. Es ist schwierig nachzuweisen, wie viel Bargeld für legale und illegale Geschäfte eingesetzt wird.“ Hier seien weitere Erhebungen nötig. Kriminelle könnten für Zahlungen zudem ins Ausland ausweichen. Virtuelle, anonyme Zahlungsmittel wie Bitcoinsund Blockchain wären zusätzliche Alternativen für dunkle Geschäfte.

Außerdem seien die Bargeldgrenzen in vielen Ländern eingeführt worden, um Geldwäsche zu verhindern – nicht um den Terrorismus den Geldhahn zuzudrehen. Daher gebe es keine Erkenntnisse, wie effektiv die Grenze bei der Bekämpfung von Kriminalität sei. Auch sei nachgewiesen, dass es den Bürgern mit Barzahlungen leichter falle, ihre Finanzen im Blick zu behalten.

Bürger sollen ihre Meinung äußern

Die EU plant eine öffentliche Konsultation. Dabei können Bürger und Unternehmen ihre Meinung zu den Vorschlägen der Kommission abgeben. Die Konsultation soll ebenfalls online veröffentlicht werden. Das Datum steht noch nicht fest.


focus.online

Meldung vom 23.12.2016                                                                                                                                                             

Tamdakht Meteorite Strike

22. Dezember 2016 – Für Cook Islands gestaltet Coin Invest mit „Tamdakht Meteorite Strike” eine Münze, deren intentionelle Überprägung die Oberfläche wie ein Krater wirken lässt. Wie die Einschlagstelle des Himmelskörpers erscheint der Durchbruch, der jede Münze der auf 2500 Stück limitierten Auflage zu einem Unikat macht.



Cook Islands / 2 Dollars 2016 / Silber .999 / 1/2 Unze / 38,61 mm / Antik-Finish / Auflage: 2500 Stück.


Auf der Vorderseite ist, neben einem Durchbruch im Münzgrund, der gekrönte Kopf von Elisabeth II. n. r. zu sehen, dazu ihr Name, die Bezeichnung der Ausgabenation sowie der Nennwert.
Die Rückseite erscheint in ihrem zerklüfteten Relief wie ein Krater, mit einem Durchbruch im Zentrum.

 

 

 

 


2 kg schwerer Steinmeteorit, der am 20 Dezember 2008 nahe Tamdakht in Marokko fiel. Foto: Meteorite Recon / CC BY 3.0


Am 20. Dezember 2008, um 22:37 Uhr Ortszeit, schlug nördlich von Tamdakht in Marokko ein Meteorit auf. Augenzeugen berichteten von einem gleißenden Feuerball am Himmel, begleitet von Donnergrollen und Schockwellen. Glaubte man zunächst an eine Explosion oder einen Maschinenabsturz, war nach dem Fund von Gesteinsbrocken klar, dass es sich um einen Meteoriten handelte. Dessen Fragmente im Gesamtgewicht von ca. 100 Kilogramm waren über eine Fläche von gut 72 Quadratkilometern verstreut. In der Geschichte Marokkos markiert Tamdakht damit den bislang bedeutendsten Meteoriteneinschlag.



 

 

 

 

Cook Islands / 2 Dollars 2016 / 1/2 Unze / 38,61 mm / Silber .999 / Antik-Finish / Auflage: 2500 Stück.


Ein Gesteinsfragment auf eine Münze zu bringen, galt noch vor wenigen Jahren als innovativ. Heute dagegen braucht es schon etwas mehr, damit eine numismatische Kreation Aufsehen erregt. 

Einen besonders guten Eindruck hiervon vermittelt Ihnen ein Film auf YouTube, in dem Coin Invest Trust diese bemerkenswerte Münze vorstellt: 

Die Münzen wurden von B. H. Mayer’s Kunstprägeanstalt geprägt.


Meldung vom 10.12.2016                                                                                                                                                       


 In Indien werden drastische Maßnahmen unternommen, um den Bargeldverkehr einzuschränken und anonyme Vermögenswerte auszuhebeln (Foto: Yurchello108 – Fotolia)

Eskalation: Indische Regierung beschlagnahmt Gold


Die Steuerbehörden in Indien führen landesweit Razzien und Beschlagnahmungen von Geld und Gold in Privathaushalten durch, wenn Verdacht auf steuerlich nicht deklarierte Vermögenswerte besteht.


Der indische Staat forciert die Schwarzgeldbekämpfung und führt einen regelrechten Krieg gegen die Anonymität von Vermögenswerten. Laut Medienberichten führen Steuerbehörden verstärkt Hausdurchsuchungen und Beschlagnahmungen durch, wenn Verdacht auf Steuerhinterziehung oder verdeckte Vermögenswerte besteht. Das betrifft auch Gold und Goldschmuck. Dies meldete unter anderem Bloomberg.

Von einer Beschlagnahmung und Strafsteuer ausgeschlossen sind Vermögenswerte, die nachweislich legal erworben und im Rahmen der Einkommenssteuer deklariert wurden. Das betrifft auch weitere Teile der Landbevölkerung, die ihre Einkünfte vielfach in Gold tauschen.

Außerdem unangetastet bleiben laut Medienberichten bestimmte Goldmengen pro Person, unabhängig davon, ob ein Nachweis über die dessen „Rechtmäßigkeit“ vorliegt. Verheirateten Frauen in Indien wird ein Goldbesitz von 500 Gramm gewährt. Unverheiratete Frauen dürfen 250 Gramm Gold behalten, männliche Familienmitglieder 100 Gramm. Darüber hinaus ist jeder Goldbesitz in unbegrenzter Menge gestattet, solange der Nachweis über dessen rechtmäßigen und steuerrechtlich sauberen Erwerb erbracht wird.

   

Laut South Asia Times wurden bei mehreren Razzien landesweit schon Anfang Dezember 60 Millionen Rupien (umgerechnet rund 816.000 Euro), 7 Kilogramm an Goldschmuck und zwei Sportwagen konfisziert. Es soll sich um Vermögenswerte handeln, die illegal erworben wurden. Gold- und Schmuckhändler waren zuvor aufgefordert worden, den Steuerbehörden Kundendaten über zurückliegende Verkäufe vorzulegen (Goldreporter berichtete).

Steuerrazzien sind in Indien allerdings nichts Neues. Schon seit Jahren führen die Behörden bei Verdacht immer wieder Hausdurchsuchungen durch. Die aktuellen Maßnahmen sind jedoch von weitaus größerer Tragweite. So arbeitet die Regierung nun an einer Überarbeitung der geltenden Steuergesetzgebung. Unter anderem sollen die Geldstrafen und Steuernachzahlungen für nicht deklarierte Vermögenswerte drastisch angehoben werden, so dass sich Sätze von bis zu 90 Prozent des Vermögenswerts ergeben. India Today berichte ausführlich darüber. Der Entwurf für die Gesetzesänderung ist im Internet als PDF abrufbar.

Mittlerweile wird die Politik des indischen Premiers Narendra Modi nicht mehr nur als schlichte Schwarzgeldbekämpfung angesehen. Offensichtliches Ziel ist es, das Bargeld früher oder später ganz abzuschaffen.

Hintergrund: Der Bargeldverkehr in Indien wurde im vergangenen November extrem eingeschränkt. Laut den neuen Bestimmungen der indischen Zentralbank durften Einzelpersonen pro Tag nur noch 2.500 Rupien (34 Euro) von Bankautomaten und nur noch 24.000 Rupien (330 Euro) pro Woche am Bankschalter abheben. (Siehe: Hindustan Times)

In einer Übernachtaktien hatte die indische Regierung am 10. November alle 500- und 1.000-Rupien-Scheine für ungültig erklärt. Angeblich besteht 85 Prozent des in Umlauf befindlichen Bargelds in Indien aus diesen Noten. Die Bürger wurden zum Austausch der Scheine aufgefordert. Ein neuer 500-Rupien-Schein sowie eine 2.000-Rupien-Banknoten wurden dafür neu ausgegeben.

Bis zum 3. Dezember hatten die Inder entsprechende Banknoten im Wert von 185 Milliarden US-Dollar auf ihre Bankkonten eingezahlt. Das meldete Bloomberg. Noch bis Jahresende können Bargeldbesitzer die alten Banknoten bei ihrer Bank einzahlen.

Die Goldnachfrage in Indien war nach dem selektiven Bargeldverbot stark angestiegen


Meldung vom 21.11.2016                                                                                                                                                             

American-Eagle-Silbermünzen bis Januar nicht mehr lieferbar

US Silbermünze

American Silver Eagle: 1 Unze reines Silber (Foto: Goldreporter)


Die U.S. Mint kann bis Januar keine American-Eagle-Silbermünzen mehr ausliefern. Die Prägeanstalt wurde vom jüngsten Nachfrageschub überrascht.

Die amerikanische Prägeanstalt U.S. Mint hat den Verkauf von Silbermünzen der Sorte American Eagle ausgesetzt. Das berichtet Silver Doctors.

Die Website beruft sich auf einen amerikanischen Edelmetallgroßhändler, der von der Mint schriftlich informiert worden sei. Demnach sind bis Januar 2017 keine neuen Silver Eagles mehr verfügbar. Die U.S. Mint soll aber versichert haben, dass die erwartete Nachfragemenge im Januar bedient werden kann. Allerdings sei man kürzlich auch sicher gewesen, den Markt bis zum Jahresende bedienen zu können, heißt es in dem Bericht.

Der jüngste Kurseinbruch bei Silber hat offensichtlich für einen unerwarteten Nachfrageschub gesorgt, so dass die vorhandenen Bestände in kürzester Zeit ausverkauft waren.

   

Laut den Angaben auf der Internetseite des U.S. Mint wurden im November bislang 2.196.000 American Silver Eagles zu je einer Unze ausgeliefert. Im Gesamtmonat Oktober waren es 3.825.000 Stück.

In der Vergangenheit wurde der Verkauf der beliebten Silberanlagemünzen immer wieder ausgesetzt, weil die Prägeanstalt nicht genügend Münzrohlinge verfügbar hatte.


Meldung vom 18.11.2016                                                                                                                                                          

Altersvorsorge: Deutsche setzen vermehrt auf Gold

 

Die Deutschen setzen bei der Altersvorsorge vermehrt auf Gold, zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentativen Studie der Postbank in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach. So sehen mittlerweile 19% aller Berufstätigen bundesweit Gold als „ideale Form der Alterssicherung“. Am meisten begehrt ist Gold als private Altersvorsorge in Nordrhein Westfalen. Hier sehen 25% aller Berufstätigen Gold als „ideale Form der Alterssicherung“.

Das große und weiter wachsende Vertrauen in die Sicherheit bei einer Investition in Gold ist dabei ein wesentlicher Grund. So halten Goldbarren oder Goldmünzen inzwischen 30% aller Berufstätigen in Deutschland für eine „besonders sicherer Altersvorsorge“. Im letzten Jahr fanden dieses nur 26%.

Zum Vergleich in diesen Jahr nannten nur 24% beziehungsweise 22% Berufstätigen Private Rentenversicherungen und Renten aus Lebensversicherungen als „besonders sichere Altersvorsorgeform“, festverzinsliche Wertpapiere wie Bundesschatzbriefe, Pfandbriefe sowie Festgeldanlagen oder Sparbriefe kommen jeweils lediglich auf 16 Prozent.

Gold dürfte nach den Zahlen aus der Studie auch in Zukunft wenig an Attraktivität verlieren. So planen 8% derjenigen die ihre Altersvorsorge verstärken wollen, den Erwerb von Goldmünzen und Goldbarren.  Gerade bei den jüngeren (16-29 Jahre) ist das Interesse an Gold stark gestiegen, so hat es sich gegenüber dem Vorjahr sogar verdoppelt. Bei den älteren ab 50 Jahren ist das Interesse dagegen gesunken.

Die Postbank mahnt angesichts des aktuell hohen Preisniveaus bei Gold allerdings vor einer schnellen Investition. „Der Preis für das Edelmetall hat sich in den letzten drei Jahren mehr als verdoppelt“, so Dr. Marco Bargel, Chefvolkswirt der Postbank. „Insbesondere in Krisenzeiten ist Gold bei Anlegern als „sicherer Hafen“ sehr beliebt.“ Die damit verbundene Nachfrage hat zu einem starken Preisanstieg beigetragen. Da sich der Goldpreis nach Ansicht der Postbank-Analysten von seinem fundamental gerechtfertigten Niveau entfernt hat, ist eine Abwärtskorrektur der Preise wahrscheinlich.


Meldung vom 17.11.2016                                                                                                                                                


Deutschlands Neuausgaben 2017


17. November 2016 – Das Bundesministerium der Finanzen hat bekanntgegeben, welche Sammlermünzen für das Jahr 2017 geplant sind. Die abschließende Entscheidung nach § 5 Münzgesetz bleibt dem Bundeskabinett vorbehalten.


2-Euro-Münze "Rheinland-Pfalz"

Motiv: Porta Nigra; Serie Bundesländer
Prägestätten: A, D, F, G, J
Ausgabetag: 3. Februar 2017


5-Euro-Innovative Münze "Tropische Zone"

Serie Klimazonen der Erde
Prägestätten: A, D, F, G, J
Ausgabetag: 27. April 2017


20-Euro-Silbergedenkmünzen

Bremer Stadtmusikanten (Serie Grimms Märchen)
Prägestätte: J

Ausgabetag: 9. Februar 2017


500 Jahre Reformation

Prägestätte: A
Ausgabetag: 6. April 2017


300. Geburtstag Johann Joachim Winckelmann

Prägestätte: F
Ausgabetag: 12. Oktober 2017


Laufmaschine von Karl Drais 1817

Prägestätte: G
Ausgabetag: 13. Juli 2017


50 Jahre Deutsche Sporthilfe

Prägestätte: D
Ausgabetag: 4. Mai 2017


20-Euro-Goldmünze

Motiv: Pirol (Serie Heimische Vögel)
Prägestätten: A, D, F, G, J
Ausgabetag: 22. Juni 2017


50-Euro-Goldmünze

Motiv: Lutherrose
Prägestätten: A, D, F, G, J
Ausgabetag: 24. Mai 2017


100-Euro-Goldmünze

Motiv: Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg (Serie UNESCO Welterbestätten in Deutschland)
Prägestätten: A, D, F, G, J
Ausgabetag: 2. Oktober 2017


Meldung vom 12.11.2016                                                                                                                                        

Neue 5-Euro-Sammlermünzserie "Klimazonen der Erde"

Das Bundesministerium der Finanzen plant die Ausgabe einer fünfteiligen Serie von 5-Euro-Sammlermünzen mit farbigem Polymerring. Die neue Serie "Klimazonen der Erde" schließt thematisch an die erste innovative 5-Euro-Sammlermünze "Planet Erde" (Weltneuheit mit dem blauen Ring) an, die im April 2016 emittiert wurde.

Die Serie soll 2017 mit einer Ausgabe zur "Tropischen Zone" beginnen und 2021 mit einer Münze zur "Polaren Zone" enden. Die Farbzuordnung der Polymerringe erfolgt entsprechend den vorherrschenden klimatischen Verhältnissen der einzelnen Zonen anhand der Temperatur-Farbskala: von heiß (rot) bis kalt (violett). So ist für die Ausgabe "Tropische Zone" im Jahr 2017 ein lichtdurchlässiger roter Polymerring vorgesehen. Jede der fünf Münzstätten Deutschlands wird die Münze mit einem Polymerring in einem anderen Rotton prägen. Die Gesamtauflage der Münze soll 2,3 Millionen Stück betragen, davon 300.000 Stück in der Sammlerqualität Spiegelglanz.

Die Ausgabe der ersten Münze der neuen Serie ist im Frühjahr 2017 vorgesehen. Die Münze in Stempelglanzqualität wird zum Nennwert von 5 Euro über die Filialen der Deutschen Bundesbank in den Verkehr gebracht. Die Spiegelglanzversion wird zu einem über dem Nennwert liegenden Preis bei der Verkaufsstelle für Sammlermünzen (www.deutsche-sammlermuenzen.de) erhältlich sein.

Die Serie in Daten

Thema der Serie:

Klimazonen der Erde

Nennwert:

5 Euro

Laufzeit der Serie:

2017-2021

Münzausgabe pro Jahr:

1

Ausgabetag:

Frühjahr 2017; genauer Ausgabetag noch nicht bekannt

Material:

Kupfer-Nickel-Werkstoffe, Polymer

Prägequalitäten:

Spiegelglanz und Stempelglanz

Masse:

9 g

Durchmesser:

27,25 mm

Prägestätten:

Berlin (A), München (D), Stuttgart (F), Karlsruhe (G), Hamburg (J)

Auflagenhöhe:

Gesamtauflage der Ausgabe 2017: 2,3 Mio. Stück
(davon 300.000 Stück Spiegelglanz und 2 Mio. Stück Stempelglanz)

(Änderungen vorbehalten)


Die einzelnen Münzausgaben der Serie "Klimazonen der Erde"

Ausgabejahr

Münze

Farbe des Polymerrings

2017

"Tropische Zone"

Rot

2018

"Subtropische Zone"

Orange

2019

"Gemäßigte Zone"

Grün

2020

"Subpolare Zone"

Türkis

2021

"Polarzone"

Violett


(Änderungen vorbehalten)

Die abschließende Entscheidung bleibt nach § 5 des Münzgesetzes dem Bundeskabinett vorbehalten.
    
VfS

                       


Meldung vom 02.11.2016                                                                                                                                                                 


Donaueschinger "Münze" gefunden.

 

"Biermünze - Pfandmarke"


1  


Es handelt sich hier um eine sogenannte "Biermünze - Pfandmarke". Beim Kauf einer Flasche Bier erhielt man diese Münze.




Meldung vom 11.09.2016                                                                                                                                                               

Münze zum 500. Jubiläum: Lutherrose

„Lutherrose“ auf 50-Euro-Goldmünze


Im ersten Halbjahr 2017, dem Gedenkjahr zu Ehren Martin Luthers, wird eine 50-Euro-Goldmünze „Lutherrose“ ausgegeben. Der Entwurf der Münze stammt von der Künstlerin Adelheid Fuss aus Geltow. Die Münze wird aus Feingold (999,9 Tausendteile) bestehen, ihre Masse 7,78 Gramm betragen, der Durchmesser 20 Millimeter. Die Münze wird in Stempelglanzqualität geprägt und der Münzrand geriffelt ausgeführt. Es ist vorgesehen, die Goldmünze zu gleichen Teilen von den fünf deutschen Münzstätten (Berlin, München, Stuttgart, Karlsruhe und Hamburg) prägen zu lassen. Die Verkaufsstelle für Sammlermünzen der Bundesrepublik Deutschland (VfS) wird über den genauen Preis und die konkreten Bestellmodalitäten rechtzeitig vor Ausgabe der Münze informieren.

DBZ